Wer im Garten oder auf einem weitläufigen Grundstück größere Flächen zu mähen hat, steht oft vor dem Problem: Wohin mit dem nicht mehr ganz kleinen Rasenmäher? Hat man sich gar einen schicken Rasentraktor angeschafft, verschärft sich das Problem der Unterbringung noch, denn diese passen kaum mehr in gängige Gerätehäuser. Wir zeigen Lösungen für die Unterbringung und benennen die Besonderheiten, die ein geeignetes Gerätehaus mitbringen muss.

Rasenmäher möchte man in aller Regel sicher verschlossen aufbewahren, denn sie sollen nicht nur vor den Unbilden der Witterung, sondern auch vor Diebstahl geschützt werden. Deutlich größer und schwerer, also nicht „mal eben mitzunehmen“ sind Rasentraktoren: Hier kommt sowohl die Unterbringung in ausreichend großen Gerätehäusern in Betracht, als auch die Unterstellung an einem geschützten Standort, ähnlich den offenen Carports für PKWs.

Rasenmäher, Rasentraktoren, Aufsitzmäher:
Welches Gerätehaus passt?

Erstes Kriterium für die Wahl eines passenden Gerätehauses ist natürlich die Größe. Einen Garten-typischen kleinen Rasenmäher kann man in fast jedem Gerätehaus unterbringen, doch sollte man vorher bedenken, was neben dem Mäher noch alles im Gerätehaus Platz finden soll. Es ist mühsam, den Mäher jedesmal hochkant zwischen Gartengeräte und Regale „quetschen“ zu müssen, also sollte das Haus einen Grundriss mitbringen, der bequemes Abstellen auf Rädern ermöglicht. Sonstige Werkzeuge und Gerätschaften müssen zugänglich bleiben, ohne dass man jedes Mal den Rasenmäher heraus fahren muss, um z.B. an die Bohrmaschine oder das Grillgerät zu gelangen.

Rasentraktor

Dies gilt umso mehr, wenn es um die Unterbringung eines großen Aufsitzmähers geht, der deutlich mehr Platz benötigt. Das Gerätehaus wird hier praktisch zur Garage und wer viel Platz hat, kann durchaus einen Blick auf die Holzgaragen werfen, die in vielen Größen und Bauweisen erhältlich sind.

Weniger raumgreifend und sehr geeignet sind jedoch auch spezielle Gerätehäuser, die für solche Nutzungen konzipiert sind. Ihre wichtigste Eigenschaft ist neben der Größe die breite Doppeltür, die es erlaubt, auch große Rasentraktoren im Haus „einzuparken“. Ein solches Gerätehaus ist zum Beispiel das Gartenhaus Bremen-28, das in drei verschiedenen Größen erhältlich ist.

Gartenhaus Bremen

Die „28“ steht für stabile 28 Millimeter Wandstärke, die für ein Gerätehaus, das keine Wärmedämmung benötigt, völlig ausreicht. Die Größen dieses Modells beginnen bei einem Sockelmaß von 230 x 230 cm (Bremen-28 A) und reichen über 230 x 300 cm (Bremen-28 B) bis hin zu geräumigen 230 x 380 cm (Bremen-28 C). Zudem gibt es das Gerätehaus Bremen-28 B auch in einer vorimprägnierten Version). Ausschlaggebend ist hier das Sockelmaß, nicht das größere Außenmaß, denn es geht ja um die Größe des Innenraums, der für den Rasentraktor (und vielleicht einiges mehr) passen muss.

Da beim Parken eines großen und schweren Rasentraktors ein Holzboden aufgrund des hohen Gewichts nur stören würde, ist dieser beim Gerätehaus Bremen-28 nur als Zubehör erhältlich. Man zahlt also nicht für etwas, das man dann weglassen müsste!

Gerätehäuser für Rasentraktoren mit Flachdach

Wer anstatt des klassischen Satteldachs ein Gerätehaus mit modernem Flachdach präferiert, kann das Modell Cuxhaven als ansonsten gleichwertige Alternative in Betracht ziehen:

Gerätehaus Cuxhaven

Die Wandstärke (28mm) und die Sockelmaße entsprechen denen des Modells Bremen-28: Cuxhaven-28 A ist 230 x 230 cm groß, (Cuxhaven-28 B) hat die Maße 230 x 300 cm, wogegen Cuxhaven-28 C geräumige 230 x 380 cm Platz zur Verfügung stellt.

Das ebenfalls erhältliche Gartenhaus Cuxhaven-28 D hat als Besonderheit einen Anbau in Form eines integrierten Terrassendachs, der genauso geräumig ist wie der umschlossene Raum:

Gartenhaus Cuxhaven mit Anbau

Man hat hier also die Wahl, ob man den Rasentraktor im Geräteraum parkt oder unter dem Dach. Zusätzlich lassen sich noch Gartengeräte und Fahrräder unterstellen – hier ein Blick auf den Grundriss mit allen Maßen:

Grundriss Gartenhaus Cuxhaven mit Anbau

Alle Versionen des Gerätehauses Cuxhaven-28 werden ohne Holzfußboden geliefert, der lediglich optional erhältlich ist.

Karibu-Gerätehäuser für Rasenmäher und Rasentraktoren

Auch der bekannte Hersteller KARIBU hat Gerätehäuser mit breiter Tür und nur optional erhältlichem Holzfußboden im Programm. Zum Beispiel das hübsche Karibu Gerätehaus Dalin-1 mit klassischem Satteldach. Es eignet sich für Rasenmäher und kleinere Rasentraktoren mit einem Innenmaß von 238 x 174 cm und einer großen Doppeltür:

Gerätehaus für Rasenmäher

Auch ein Gerätehaus mit Flachdach und integriertem Unterstand ist erhältlich, das wiederum die Wahl lässt, wo man sein Mähgerät unterbringt. Es ist das Modell Karibu Gerätehaus Glücksburg-4 mit der Anbauotion „Schleppdach“:

Karibu-Gerätehaus mit Anbau

Die breite Doppeltür hat ein Durchgangsmaß von 166,5 – breit genug für einen Aufsitzmäher. Das Innenmaß von 234 x 209 cm sollte für viele Rasentraktoren passen, doch kann man es auch unterm großzügigen Schleppdach abstellen, das zusätzlich 194 x 186 cm überdachten „Parkraum“ bietet. Zwei schmale horizontale Oberlichter sorgen neben den Fensterelementen in der Tür für gute Belichtung im Gerätehaus. Ein Holzboden ist als Zubehör erhältlich, der für den hier diskutierten Zweck sowieso nur stören würde. Farblich kommt dieses Gerätehaus naturbelassen, optional kann man die Farbvarianten Terragrau oder Kastanienrot wählen.

Welcher Fußboden für den Rasentraktor?

Aufsitzmäher und Rasentraktoren sind nicht gerade Leichtgewichte, sondern bringen oft mehrere hundert Kilo auf die Waage. Ein klassischer Holzfußboden ist dafür ungeeignet. Was aber dann?
Am besten setzt man das Gerätehaus von vorneherein auf ein stabiles Fundament, dessen Oberfläche man je nach persönlichem Geschmack als Betonplatte belässt, mit Wegeplatten belegt oder auch mit massiven (!) Steinfließen oder Pflastersteinen pflastert.

Hier ein Beispiel für ein Fundament mit Betonplatten, das für ein schweres E-Mobil errichtet wurde:

Elektroscooter

Das fertige Gerätehaus für das E-Mobil – für einen großen Rasentraktor mit Auffang-Körben wäre dieses Modell allerdings zu klein:

Metallgerätehaus als Garage für E-Scooter

Zum Praxisbeispiel „Garage für ein E-Mobil“ gibt es einen eigenen Magazin-Beitrag, der auch die Errichtung des Plattenfundaments Schritt für Schritt zeigt.

Schleppdächer und Anbauten: Carports für den Aufsitzmäher

schleppdach_aufsitzmaeherAufgrund des hohen Gewichts vieler Aufsitzmäher bzw. Rasentraktoren müssen diese nicht unbedingt in geschlossenen Räumen untergebracht werden.  Es genügt ein Unterstand, der von den Maßen her groß genug ist und – vergleichbar einem PKW-Carport – lediglich vor Regen, Schnee und Hagel schützt.

Geeignet sind also viele Gartenhäuser mit Schleppdach bzw.  Anbau. Der Begriff “Schleppdach” (“abgeschlepptes Dach”) meint ein weit über den üblichen Dachüberstand hinaus gezogenes Dach. Die so entstehende zusätzliche Dachfläche, die nahtlos mit dem Hauptdach verbunden ist, wird in der Regel durch Eckpfeiler gestützt. Im Querschnitt betrachet ist das Schleppdach ein Pultdach, dessen First an die Dachkante (Traufe) des jeweiligen Hauptgebäudes anschließt, ohne dass ein Übergang sichtbar wäre.  Bei Gartenhäusern zieht sich so ein Schleppdach oft auch über eine große integrierte Terrasse, dann spricht man eher von einem Anbau, umso eher, wenn es sich um ein Flachdach anstatt eines klassischen Satteldachs handelt.

In den Magazinbeiträgen über Gartenhäuser mit Schleppdach und Gartenhäuser mit Anbau finden sich Beispiele, die viel überdachten Platz bieten, der als Parkraum für Rasentraktoren, Fahrräder und Schubkarren genutzt werden kann. Es sind allerdings Modelle, die weit mehr Gartenhaus als Anbau bieten und in der Größe über das hinaus gehen, was man gemeinhin als Gerätehaus sucht. Wer jedoch eine neue Gesamtlösung für den Garten suchen (Gartenhaus + Gerätehaus-Anbau + Schleppdach als „Traktor-Carport“) könnte dort fündig werden!

Wer andrerseits keinen Platz für ein extra Gerätehaus hat, in dem der Rasentraktor geparkt werden könnte, findet mit einem Schleppdach als Bausatz zum nachträglichen Anbau ans vorhandene Gartenhaus eventuelle eine gute Lösung. Im Sortiment der Gartenhaus Gmbh finden sich Schleppdach-Bausätze in drei Größen, die an nahezu alle Gartenhäuser passen.

Schleppdach zum Anbauen

Die Schleppdächer lassen sich wahlweise links oder rechts am Gartenhaus anbauen, allenfalls sind die Pfosten noch passend zur Höhe des vorhandenen Gartenhauses zu kürzen. Sie werden inklusive Dachpappe geliefert und müssen nur noch montiert werden.

Der Unterstellplatz, den diese Bausätze bieten, sollte für die meisten Rasentraktoren reichen. Es beginnt bei 140 x 270 cm (Breite x Tiefe) beim Schleppdach Modell A und endet mit 150 x 320 cm bei Modell B. Die nachträgliche Anbringung eines Schleppdachs hat zudem den Charme, eine recht preisgünstige Lösung für den Rasentraktor-Unterstand zu bieten.

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Bildnachweis:

Foto „Aufsitztraktor Vater mit Kind“: © Edler von Rabenstein – Fotolia.com