Hochbeet Materialien: Kunststoff oder Holz und worauf ist zu achten?

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Um dauerhaft in den Genuss von frischen Kräutern und ungespritztem Gemüse zu kommen, legen sich viele Menschen ein eigenes Beet an. Hochbeete sind dabei besonders praktisch und motivieren zum Hobbygärtner zu werden. Vor allem das Hochbeet aus Holz ist sehr beliebt und verschönert jeden Garten. Inzwischen bieten aber auch viele Hersteller Hochbeete aus Kunststoff und anderen Materialien an. Doch welche Hochbeet Materialien sind zu bevorzugen? Und für welchen Zweck eignet sich welches Hochbeet Material besonders? Unser Beitrag klärt auf.

Gärtner mit Kartoffeln aus der Erde

Vom kleinen Samen zum Gemüseauflauf

Die zahlreichen Lebensmittelskandale der letzten Zeit haben das Vertrauen in die Nahrungsmittelindustrie in den Grundfesten erschüttert, selbst das Öko- bzw. Bio-Siegel ist kein Garant mehr für qualitativ hochwertige Produkte. Ganz sicher können Sie sich nur sein, wenn Sie selbst die Kontrolle übernehmen und genau wissen, wie angebaut, gedüngt und geerntet wurde. Mit einem eigenen Hochbeet aus unserem Onlineshop können Sie wieder mit ruhigem Gewissen Ihr eigenes Gemüse und Ihre eigenen Kräuter genießen.

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Weitere Gründe, die für ein Hochbeet sprechen

Für eine angenehme Gartenarbeit ist ein Hochbeet ideal, denn es schont die Wirbelsäule. Sie können alle notwendigen Arbeiten in aufrechter Haltung verrichten. Zudem erwärmt sich das Hochbeet besonders schnell im Sommer – bei der Verwendung einer Folienhaube sogar noch schneller – und wird so zum Mini-Gewächshaus. Es bietet einen wunderbaren Schutz gegen Frost bis in den Winter hinein.

Die Erde kann so gemischt werden, dass daraus eine hohe und fruchtbare Humusschicht entsteht. Mit dieser gedeihen auch sehr tief verwurzelte Pflanzen noch besser, als es in einem normalen Gartenboden der Fall ist.

Im Übrigen ist durch die erhöhte Lage meist der Lichteinfall etwas günstiger, was dazu führt, dass Sie die Pflanzen enger setzen können, als wenn Sie sie direkt auf den Boden pflanzen würden. Sie können allerdings in ein Hochbeet auch andere Pflanzen setzen als nur Gemüse – auch diverse empfindliche Zierpflanzen machen sich gut darin und bieten einen optischen Reiz.

Wer im Garten eine Schneckenplage hat, kann ein Lied davon singen: Ständig Verluste durch Schneckenfraß, weil diese kleinen gefräßigen Monster vor fast nichts halt machen. Schade um die liebevoll gepflanzten Gemüsesorten und andere Gewächse. Gerade Gemüse steht auf der Hitliste der Schnecken ganz oben. Im Hochbeet wird es für sie dann doch deutlich schwieriger, an die Lieblingsspeise zu gelangen: Die Barriere ist für die kleinen „Schleimer“ nicht so schnell zu überwinden.

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Elegant, vielseitig und robust – das Hochbeet Valenta ist ein Hingucker für jeden Garten.

Das ist beim Hochbeet-Kauf zu beachten

Dass Sie sich für den Kauf eines Hochbeetes entschieden haben, war schon einmal der erste Schritt. Allerdings sollten Sie bei der Auswahl des passenden Modells ein paar Dinge beachten:

  • Vergessen Sie nicht, die Stelle, an der das Beet später stehen soll, richtig auszumessen. Das Augenmaß ist dafür nicht ausreichend. Mehr Infos finden Sie in unserem Beitrag zum richtigen Hochbeet Standort.
  • Achten Sie darauf, dass der Boden eine ebene Fläche bildet oder überprüfen Sie, ob er ohne größeren Aufwand angeglichen werden kann. Im Zweifelsfall sollten Sie sich für ein anderes Modell entscheiden, etwa ein rundes, dreieckiges oder geschwungenes Hochbeet. Es gibt zahlreiche Hochbeet-Varianten in unserem gut sortierten Onlineshop zu kaufen.
  • Im Hochbeet-Set sollte auch gleich das nötige Zubehör enthalten sein, wie z. B. ein Gitter als Schutz gegen Schnecken und Wühlmäuse.
  • Zu guter Letzt: Holz, Kunststoff oder Stein – wählen Sie das passende Hochbeet Material für Ihre Anforderungen und Wünsche. Dazu erhalten Sie im Folgenden weitere nützliche Informationen.

Hochbeet anlegen – die Bauweisen

Ein Hochbeet eignet sich beispielsweise zum Anbauen von Gemüse, Kräutern oder auch Blühpflanzen, ganz nach Bedarf. Durch die erhöhte Bauweise werden die Zöglinge vor allzu großer Kälte und Bodenfrost geschützt, somit kann der Gärtner oftmals noch bis weit in den Herbst hinein ernten. Auf jeden Fall länger, als dies bei einem anderen Beet der Fall ist.

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Die Bauweisen: Hochbeet aus Holz, Metall oder Kunststoff?

Es gibt unterschiedliche Bauweisen für ein Hochbeet. Wichtig ist, sich zuerst darüber im Klaren zu sein, wie groß es werden und wo genau es stehen soll. Eine sonnige Lage ist immer von Vorteil. Als nächstes steht die Auswahl des Hochbeet Materials an: Soll es aus Holz, Kunststoff oder doch lieber aus Stein gefertigt werden? Hochbeete mit Holzumrandung besitzen eine eher rustikale Optik. Bei Holz bietet sich eine Blockbauweise an – die Holzbretter werden übereinandergelegt und mit Stahlstiften fixiert.

Eine andere Bauweise für ein Hochbeet ist, die Umrandung aus Kunststoff oder auch Metall zu wählen, da dieses Material nicht verrottet. Kunststoffe und Metall sind witterungsbeständig und daher widerstandsfähiger als Holz, geben dem Garten allerdings auch ein anderes Flair.

Wunderschön ist auch ein so genanntes Gabionen-Hochbeet, bestehend aus einer Gitterumrandung, das mit Steinen befüllt werden kann.

Hochbeet Materialien: Wie sieht es mit der Lebensdauer aus?

Wer hat schon Lust, das schöne Hochbeet in seinem Garten bereits nach wenigen Jahren zu ersetzen, weil es durch Sonne, Regen und andere Einflüsse unansehnlich geworden oder gar defekt ist? Die Lebensdauer spielt daher eine wichtige Rolle, und diese wird wiederum maßgeblich durch die Wahl des Hochbeet Materials beeinflusst.

Hochbeet aus Holz: Vorteile und Nachteile des Materials

Holz ist im Außenbereich natürlich zu Recht ein beliebtes und häufig verwendetes Material. Es bringt als Naturprodukt immer einen urigen Look mit sich und sieht am natürlichsten aus. Doch Holz hat leider den Nachteil, dass es im Laufe der Zeit – ohne ausreichende Pflege – oft verwittert. Daher sollten Sie bei einem Hochbeet aus Holz den Holzrahmen vor Einfüllen der Erde mit Folie auskleiden und das Holz am besten mit einem Imprägnierschutz behandeln – somit können Sie der Verwitterung schon ein Stück weit entgegenwirken.

Allerdings ist Vorsicht geboten beim Anbau von Gemüse. Das Imprägniermittel sollte nur so angewendet werden, dass es nicht in die Erde gelangt – ansonsten sollten Sie ganz darauf verzichten. Bei nicht verzehrbaren Pflanzen ist es hingegen egal. Holz hat weiterhin den Vorteil, dass Sie es beim Eigenbau wunderbar einfach bearbeiten können. Dazu reichen die Werkzeuge in der Regel völlig aus, die jeder sowieso in seinem Haushaltswerkzeugkasten hat.

Welche Holzart ist für ein Hochbeet zu bevorzugen?

Bei vielen Gartenbesitzern besonders beliebt sind Hochbeete aus Fichten- und Lärchenholz. Daneben werden inzwischen aber auch Produkte aus Akazien, Douglasien, Weiden, Robinien, Tannen usw. angeboten. Egal, welche Holzart Ihnen am besten zusagt, es gibt sie in verschiedenen Breiten, Längen und Höhen.

Grundsätzlich eignet sich für den Bau eines Hochbeetes jedes Holz, das eine gewisse Witterungsbeständigkeit aufweist, wie zum Beispiel Fichten- oder Lärchenholz. Fichtenholz ist dabei in der Regel etwas günstiger als Lärchenholz, beide fallen allerdings nicht so günstig aus wie etwa Kiefernholz oder ein anderes heimisches Holz, die deutlich weicher sind.

Noch wichtiger als die Art des verwendeten Holzes ist es, auf einen dauerhaften Schutz gegen Verwitterung zu achten. Die einfachste Möglichkeit ist hierbei, ein kesseldruckimprägniertes Holz zu wählen. Dieser Hölzer sind oft günstig zu haben, allerdings stören sich einige Gartenfreunde an der charakteristischen, leicht grünlichen Optik, die das Holz durch die Imprägnierung erhalten kann.

Wer dies nicht möchte, kann als Alternative lasierte oder auch lackierte Hölzer wählen bzw. ein Hochbeet aus unbehandeltem Holz kaufen und dieses dann selbst entsprechend behandeln. In diesem Fall ist allerdings meist eine Nachbehandlung nach ein paar Jahren erforderlich, die dann regelmäßig wiederholt werden muss. Kesseldruckimprägnierte Hölzer dagegen halten auch ohne Nachbehandlung oft jahrzehntelang.

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Das Hochbeet Timber wird aus recycelten Kunststoff-Getränkekästen BPA-frei hergestellt. Daher ist es nicht nur umweltfreundlich, sondern eignet sich auch für den Anbau von Obst und Gemüse.

Hochbett aus Kunststoff: Darauf sollten Sie achten

Eine besonders pflegeleichte und meist auch günstigere Alternative zu Hochbeeten aus Holz sind solche aus Kunststoff. Es gibt sie in vielen verschiedenen Optiken, teilweise täuschend echt diversen Hölzern nachempfunden.

Man sollte meinen, ein solches Kunststoff-Hochbeet könnten die verschiedenen Witterungen nichts anhaben. Doch beachten Sie: Auch Kunststoff kann verwittern! Wenn im Laufe der Zeit die Weichmacher im Material verloren gehen, fängt es an, brüchig zu werden und schließlich zu bröseln. Mittel, die eine solche Entwicklung aufhalten (ähnlich wie Imprägnierungen und Lacke bei Holz), gibt es hier leider nicht.

Auf der anderen Seite ist Kunststoff dadurch auch weniger pflegeaufwendig – imprägnieren müssen Sie ihn schon mal nicht. Wer also ein pflegeleichtes Hochbeet ohne Anspruch auf ein ewiges Leben sucht, ist mit einem solchen aus Kunststoff gut beraten!

 

Weitere Vorteile des Hochbeets aus Kunststoff sind:

  • Ein Hochbeet aus Kunststoff ist oft einfacher aufzubauen als ein Exemplar aus Holz oder Metall.
  • Ein Kunststoff-Hochbeet kann zur Wärmeisolierung doppelwandig aufgebaut werden, was bei den anderen Materialien zu aufwendig wäre
  • Hochbeete aus Kunststoff lassen sich viel einfacher wieder zerlegen und neu aufbauen. Das ist zum Beispiel dann wichtig, wenn Sie an einen anderen Wohnort umziehen.

Achten Sie beim Kauf Ihres Hochbeets aus Kunststoff auf eine ausreichend dicke Wandstärke und stabile Verbindungselemente, zum Beispiel an den Ecken. Diese sollten aus robustem Metall gearbeitet sein. Eine doppelwandige Konstruktion hilft dabei, die Wärme optimal zu speichern, sodass Ihre Pflanzen besonders schön gedeihen.

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Holz und Kunststoff vereint in einem – Hochbeet Elevada aus WPC

Hochbeet bei GartenHaus GmbH kaufen

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Titelbild: ©GartenHaus GmbH
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock.com/eag1e, Bild 2-7: ©GartenHaus GmbH

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