Sie suchen nach der passenden Hundehütte für draußen, in der Ihr Hund sich wohlfühlt? Unser Ratgeber liefert Ihnen wissenswerte Informationen zum Kauf einer Hundehütte für draußen und viele praktische Tipps zur Wahl der richtigen Hundehütte für Hof und Garten.

Wer eine Hundehütte für draußen kaufen möchte, sollte sich vorab gut informieren, denn Hundehütte ist nicht gleich Hundehütte. Bei handelsüblichen Hundehütten gibt es Unterschiede in Baumaterial, Größe, Form und Ausstattung, was auch Preisunterschiede ausmacht. Bevor wir Ihnen hier erklären, worauf Sie beim Kauf einer Hundehütte für draußen achten sollten, nennen wir Ihnen zunächst fünf wichtige Gründe, die für eine Hundehütte in Hof und Garten sprechen.

Warum Hundehütte? Diese 5 Gründe sprechen dafür

Eine Hundehütte für draußen dient mehreren Zwecken zugleich:

Schutz für den Hund

1. Eine Hundehütte für draußen bietet Ihrem Hund Unterschlupf vor Wind und Nässe von oben von Niederschlag wie Regen, Hagel, Schnee.
2. Die Hütte schützt Ihren Hund vor Nässe von unten.
3. Sie spendet dem Hund im Sommer angenehmen Schatten und Kühle
4. und im Winter Wärme.

Unser Tipp: Eine isolierte Hundehütte verstärkt mit ihrer Dämmung den Schutz vor heißen Temperaturen im Sommer und kalten im Winter (siehe unten).

Platz für den Hund

5. Ein Hund, der sich im Garten frei bewegt und aufhält, braucht einen Rückzugsort:

  • zum Ausruhen,
  • zum Schlafen,
  • zum Spielen
  • und zum Fressen.

Hundehütte

Tierschutz: Gesetzliche Anforderungen an eine Hundehütte für draußen

Die Haltung eines Hundes ist gesetzlich geregelt. Die wichtigsten Regeln zur Hundehaltung finden Sie in den nationalen Tierschutzgesetzen:

Grundsätzlich gilt für eine Hundehütte für draußen (im Gesetzestext auch Schutzhütte genannt), dass diese aus Material beschaffen sein muss,

  • das wärmedämmend wirkt,
  • das dem Hund ein allzeit trockenes Plätzchen bietet
  • und das die Gesundheit des Hundes nicht gefährdet (Schadstoffausdünstungen, Splitter u.a.).

Zudem muss die Hundehütte für draußen Ihrem Hund genug Platz (Steh-, Sitz- und Liegeplatz) sowie Bewegungsspielraum bieten, so dass er sich darin auch frei drehen und ausstrecken kann.

Hundehütte aus Holz: Was beachten beim Kauf?

Viele Hundehütten für draußen sind aus Holz, denn Holz hat sich als nachwachsendes Baumaterial bestens bewährt: Es bringt einen natürlichen Dämmschutz sowie Schallschutz mit und ist bei entsprechender Behandlung mit ökologischen Holzschutzmitteln auch wetterfest, ohne Schadstoffe auszudünsten. Außerdem lässt es sich für kleine Reparaturen gut bearbeiten.

Als Alternative ist günstiger Kunststoff im Handel, der jedoch keine großartige Dämmwirkung hat und schadstoffbelastet sein kann. Außerdem verkratzt Kunststoff leicht und er leidet auf Dauer unter UV-Licht (Stichwort: Porosität). Dafür lässt sich Kunststoff leichter reinigen als Holz.

Wie groß sollte Hundehütte für draußen sein?

Es gibt Hundehütten für große Hunde und für kleine Hunde. Aus den oben angeführten Anforderungen an den Platz in der Hundehütte resultieren Faustregeln, mit deren Hilfe Sie die richtige Größe für die Hundehütte berechnen können. Maßgebend ist dabei Ihr Hund.

Faustregeln zur Berechnung der richtigen Größe der Hundehütte

  1. Die Hundehütte sollte weder zu klein, noch zu groß sein. Während sich schnell erschließt, warum eine Hundehütte für draußen nicht zu klein sein sollte, ist das mit dem „zu groß“ schon schwieriger: Hier geht es darum, dass der Hund den Innenraum mit seiner eigenen Körperwärme bei kühlen Außentemperaturen angenehm temperieren können sollte.
  2. Der Hund sollte sich in der Hütte drehen und lang ausstrecken können.
  3. Diese Formeln helfen, die Hundehütte in der richtigen Größe zu kaufen:
    a. Länge: Hundelänge (Schnauze bis Gesäß/Schwanzansatz ohne Schwanz) mal 1,2 bis 1,5
    b. Breite: Hundelänge mal 0,75 bis 1,25
    c. Höhe: Hundehöhe mal 1,2 bis 1,5
  4. Für die Türöffnung der Hundehütte gilt die Faustformel: Schulterhöhe des Hundes mal 0,8

Unser Tipp: Es gibt im Netz praktische Online-Rechner zum Ausrechnen der richtigen Maße für die Hundehütte. Sie geben dort die Körpermaße Ihres Hundes ein und bekommen die Mindestmaße der für ihn passenden Hundehütte genannt.

Hundehütte Boxer & Hundehüte Bulldog

Der angenehme und sichere Ort für Ihren Hund: Hundehütte Boxer und Hundehütte Bulldog.

Flachdach oder Spitzdach für die Hundehütte draußen?

Welche Dachform Sie für die Hundehütte wählen, ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass der Hund unter dem Dach stehen kann und dass das Dach regendicht ist. Gut zu wissen: Von einem Spitzdach läuft Regen schneller ab als von einem flachen Pultdach. Dafür wird ein Flachdach so manchem Hund zum erhöhten Liegeplatz, den er mit einem Sprung erklimmt.

Unser Tipp: Praktisch ist es, wenn sich das Dach der Hundehütte einfach abnehmen lässt. Das hilft im Notfall und beim regelmäßigen Reinigen (Fegen, Wischen) und Pflegen (Holzschutz) der Hütte.

Hundehütte 5 Tipps: Wo aufstellen?

Nicht jeder Platz in Hof oder Garten eignet sich zum Aufstellen einer Hundehütte. Wir geben Ihnen hier fünf Tipps, wie Sie den richtigen Platz für die Hundehütte draußen finden.

  1. Die Hundehütte sollte nicht direkt an einer viel befahrenen Straße stehen (Lärm- und Feinstaubbelästigung).
  2. Die Hundehütte sollte nicht an einem vielbelaufenen Fußweg stehen (Passanten).
  3. Die Hundehütte sollte nicht zu nah an der Grenze zum Nachbargrundstück stehen, insbesondere, wenn die auch einen Hund halten.
  4. Der richtige Aufstellort für die Hundehütte draußen sollte zu jeder Jahreszeit frei von Zug sein. Notfalls hilft ein Windfang vor der Hütte.
  5. Die Hundehütte sollte draußen keinesfalls in der prallen Sonne stehen.

Hundehütte draußen aufstellen: Welcher Untergrund ist geeignet?

Stellen Sie eine Hundehütte draußen nicht direkt auf den Untergrund, ganz gleich, wie dieser beschaffen ist! Nässe und Kälte von unten könnten der Hütte und ihrem Bewohner zu schaffen machen und nachhaltig Schäden anrichten.

Unser Tipp: Wer nicht extra einen trockenen und zugleich auch dämmenden Untergrund (zum Beispiel ein Fundament aus Steinplatten) für die Hundehütte schaffen möchte, sollte zumindest eine Hundehütte mit Füßen kaufen, die bestenfalls mit Gummikappen ausgerüstet sind. Das hindert Feuchtigkeit am Aufsteigen und lässt Luft unter der Hütte gut zirkulieren, so dass sich darunter keine Feuchtigkeit breit macht und sich gegebenenfalls Schimmel bildet.

Hundehütte für draußen: Welche Ausstattung ist ein Muss?

Bei den Hundehütten für Draußen ist es wie bei allen Konsumgütern: Sie sind für kleines und für großes Geld, mit weniger und mehr Ausstattung, in einfacher und luxuriöser Ausführung zu haben. Was ein Must-have ist und was nicht, entscheiden Sie als Herrchen und Frauchen. Seien Sie sich dabei dessen bewusst, dass ein Hund jedoch selbst entscheidet, ob er seine Hütte liebt oder nicht.

Unser Tipp: Nehmen Sie Ihren Hund zum Kauf einer Hundehütte – wenn möglich – mit! Dann können Sie im Laden sehen, ob er sich zumindest für die Hütte interessiert, die Sie für ihn ausgesucht haben.

Empfehlenswert sind als Mindestausstattung einer Hundehütte mit Schutzgummi beschuhte Füße (siehe oben) und eine rundum Wärmeisolierung. Eine Tür, ein Windfang oder eine (Boden)Heizung sind optionale Extras.

Hundehütte im Garten

Braucht die Hundehütte draußen eine Tür?

Eine Tür schützt den Hund in der Hundehütte vor

  • Spritzwasser,
  • direkter Sonneneinstrahlung,
  • Wärme und Kälte.
  • Zudem ist sie ein Sichtschutz.

Unser Tipp: Wer seinem Tier eine Hundehütte mit Tür beziehungsweise eine extra Tür zum Nachrüsten spendieren möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass der Hund sie ohne Probleme öffnen kann – von innen wie von außen.

Hundehütte zum spielen

Inneneinrichtung: Was kommt in die Hundehütte?

Damit sich Ihr Hund in seiner Hundehütte draußen wohlfühlt, sollte diese entsprechend eingerichtet sein. Die Inneneinrichtung der Hundehütte ist zweckgebunden – sie schafft Platz zum

  • Ausruhen und Schlafen,
  • Spielen
  • sowie zum Fressen und Trinken.

Entsprechend braucht der Hund in der Hundehütte draußen:

  • einen Ruhe- und Schlafplatz: Hier haben Sie die Wahl, wie Sie den Platz gestalten. Denken Sie immer daran, dass der Hund die Hütte auch mit schmutzigen Pfoten aufsucht, zum Beispiel, wenn es ihm draußen zu nass wird. Dabei trägt er Schmutz und Nässe in die Hütte und auf die dort gegebenenfalls eingelegten Schlafunterlagen. Textiles Hundebett, Liegerost, Wärmeplatte oder Naturmaterialien wie Stroh als Unterlage? Darüber scheiden sich die Geister – zumindest in einschlägigen Foren im Internet. Wer sich für Textilien entscheidet, sollte gut waschbare und robuste Unterlagen wählen, die bestenfalls auch thermisch dämmen. Die Entscheidung für oder gegen Stroh müssen Sie anhand der Allergieanfälligkeit Ihres Hundes fällen. Gegen kuschelige Felle als Unterlage spricht, dass sich darin besonders viel Feuchtigkeit sammelt und diese ungünstigenfalls auch gefriert.
  • einen Spielplatz mit Spielzeug: Auch hier entscheiden Sie beziehungsweise der Hund, was an Spielsachen zur zeitweisen Beschäftigung in die Hundehütte draußen kommt. Beachten Sie nur, dass textiles Spielzeug feucht werden kann.
  • einen Futterplatz: Futter- und Wassernapf sollten Sie in der Hundehütte draußen aufstellen, wenn der Hund dort regelmäßig und für längere Zeit weilt.

Unser Tipp: Soll der Hund auch mal kurzzeitig an die Hütte gebunden werden, macht sich eine entsprechende Möglichkeit zur Befestigung der Leine gut.

Wärmedämmung für die Hundehütte aus Holz

Handelsübliche Hundehütten sind mit und ohne Isolierung erhältlich. Was es mit der Dämmung bei Hundehütten für draußen auf sich hat, erklären wir nachfolgend.

Braucht der Hund eine isolierte Hütte?

Die Antwort auf die Frage, ob der Hund eine isolierte Hütte braucht oder nicht, ist davon abhängig, wann und wie lange der Hund in der Hütte weilt.

Winter

Ein Hund, der beispielsweise beim Schutz

  • eines Grundstücks mit Haus, Hab und Gut
  • oder eines Firmengeländes

hilft und dafür Tag und Nacht, sommers wie winters, draußen lebt, sollte in seiner Hütte bestmöglich vor Hitze, Kälte, Nässe und Wind geschützt sein. Das gelingt nur mit der entsprechenden Isolierung der Hundehütte.

Anders ein Hund, dem die Hundehütte in Hof und Garten nur als Unterschlupf dient, wenn er bei seinem zeitweiligen Aufenthalt draußen mal Ruhe für ein Nickerchen oder Schutz vor Unwetter sucht. Diesem Hund reicht eine wetterfeste Hütte ohne Isolierung sicher aus.

Hundehütte isolieren – welche Dämmmaterialien sind geeignet?

Es gibt Hundehütten aus Holz zu kaufen, die bereits herstellerseits mit einer Dämmung ausgestattet sind. Das kann eine Doppelwand-, Doppeldach- und Doppelbodenlösung sein, die dank der zwischen den beiden Wänden der doppelten Außenwand, des Dachs und des Bodens vorhandenen Luft Wärme dämmt. Oder der Zwischenraum ist mit Dämmstoff (empfohlene Dämmstärke: mindestens zwei Zentimeter) gefüllt, zum Beispiel mit Kunststoff (Hartschaumplatten aus Styropor & Co.) oder mit natürlichen Dämmmaterialien (Holzwolle und Mineralwolle wie Steinwolle oder Glaswolle).

Auch zum nachträglichen Dämmen einer Hundehütte haben Sie die Wahl zwischen natürlichen und künstlichen Materialien. Achten Sie hier nach der Dämmwirkung zuallererst auf die Schadstoffbelastung, die möglicherweise von Kunststoff ausgeht und Ihrem Hund schaden kann.

5 luxuriöse Hundehütten: Lassen Sie sich inspirieren!

Damit haben Sie alles Wissen rund um die Hundehütte für draußen an die Hand bekommen. Jetzt ist es an Ihnen, die passende Hundehütte für Ihren Hund zu finden. Schauen Sie dazu gerne in unseren Onlineshop. Sie suchen zusätzliche Inspiration rund um Tiere in Gartenhaus und Garten? Dann lesen Sie gerne auch diese Beiträge:

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