Vorbei die Zeiten der grauen Betonplatten, die einst als Standardmaterial für Gartenwege, Plätze und Beetbegrenzungen in Gebrauch waren! In immer mehr Gärten werden attraktive Natursteine in vielen Farben und Formen eingesetzt: als Findlinge und Flusskiesel, wie sie aus Flüssen und vom Acker kommen, aber auch in bearbeiteter Form als Klinker, Fliese, Pflaster oder kantig behauen. Wir zeigen gelungene Beispiele für den Einsatz von Natursteinen rund ums Gartenhaus.

Natursteine im Garten: Natürlich, schön und pflegeleicht

Naturnahes Gärtnern ist ein seit Jahren boomender Trend, der den Einsatz von Natursteinen in der Gartengestaltung befördert: Ein Gartenweg aus großen, unregelmäßig geformten Natursteinplatten gibt dem Garten Struktur, wirkt aber kein bisschen künstlich, sondern eher urig, anheimelnd und zeitlos. Auch Trockenmauern, die wir aus dem mediterranen Raum kennen, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, ganz ebenso findet die „Piazza“ aus Natursteinfliesen immer mehr Freunde.

Rein technisch gesehen sind Natursteine hoch belastbar und haben kaum Abrieb. Sie brauchen praktisch keine Pflege und können Jahrzehnte überdauern. Optisch werten Mauern, Wege und Plätze aus Naturgestein jede Umgebung auf, wobei es sich keineswegs immer um eine „grüne Wildnis“ handeln muss. Behauene Steine, farbige Fließen und schicke Pflastersteine passen auch in strenger gestaltete Gärten bis hin zum Bauhaus-Stil.

Ein wunderschönes Beispiel für den intensiven Einsatz von Natursteinen in der Gartengestaltung ist der Gewinner-Garten unseres Gartenhaus-Fotowettbewerbs 2014:

Natursteinweg und Mauer

Hier führt ein geschwungener, mit Flußkieseln belegter Weg zu einer kleinen Piazza aus behauenen Pflastersteinen. Gesäumt wird der Weg durch eine niedrige Trockenmauer aus großen Findlingen. Hinter der Piazza, deren Mitte ein Zierbeet betont, führt der Weg weiter zum mit Portalvasen verschönerten Eingang des Gartenhauses. Die Gestaltung wirkt insgesamt sehr harmonisch und „aus einem Guss“ – kein Wunder, denn der ganze Garten wurde beim Aufbau des Gartenhauses gleich mitgestaltet.

Natursteine rund um den Gartenteich

Die klassische Trockenmauer wird ohne Mörtel aus Natursteinen aufgeschichtet: allein durch geschickte Schichtung passender Steine mit etwas Erde dazwischen gewinnt sie ihre Stabilität. Da dieses Aufschichten eine Kunst ist, die viel Erfahrung erfordert, findet man in vielen Gärten eher niedrige Trockenmauern, die auch für Laien noch gut machbar sind. Im nächsten Beispiel korrespondiert die Trockenmauer mit den großen Natursteinen, die das Teichufer begrenzen:

Trockenmauer

Unser nächstes Beispiel zeigt eine schöne Teichbegrenzungsmauer aus großen Bruchsteinen und Findlingen. Durch die Bepflanzung des Teichrands mit Schilf wird der Eindruck eines natürlichen Gewässers noch verstärkt:

Naturstein als Teichumrandung

Um ein Teichufer zu gestalten, braucht es jedoch nicht immer gleich eine Mauer. Auch locker aufgeschüttete Flusskiesel können das Ufer säumen, was deutlich weniger Aufwand bedeutet und ebenfalls sehr natürlich wirkt:

Kiesel am Gartenteich

Natursteinmauern in Hanglage

Soll ein Gartenhaus in Hanglage errichtet werden, muss zunächst eine gerade Ebene geschaffen werden. Um diese zu stützen, sind Natursteinmauern eine besonders attraktive Möglichkeit. Hier eine Variante mit sehr großen Natursteinen, ganz in der Optik einer Trockenmauer:

Gartenhaus am Hang

Im nächsten Beispiel stützt das von einer Natursteinmauer gehaltene Hochbeet das Gartenhaus in Hanglage.

Natursteinmauer-Beetumrandung

Passend dazu wurden Weg, Treppe und Terrasse mit farbigen Pflastersteinen gepflastert:

Gartenhaus in Hanglage

Eine Sonderform der Natursteinmauer sind moderne Gabionen, die ebenfalls sehr effektiv einen Hang stützen können. Ihre Errichtung ist deutlich preiswerter als der fachgerechte Aufbau einer Trockenmauer mit allem, was dazu gehört. Für die Füllung der Metallgitterkörbe sind Natursteine (Bruchsteine) in verschiedenen Größen und Farben erhältlich: Granit, Kalkstein, Sandstein in Farbtönen von fast Weiß über verschiedene Grau- und Anthratzit-Töne bis nahezu schwarz. Hier ein Beispiel mit grauen Steinen, die stellenweise in warmes Beige chanchieren:

Gabionenmauern-am-hang

Steinbeete: immer schon eine Naturstein-Domäne

Auch wer nirgendwo sonst Natursteine einsetzt, wird sie im klassischen Steinbeet nutzen und schätzen! Viele Gartenfreunde sammeln die Steine für solche Beete selbst, doch kann man sie sich selbstverständlich in vielerlei Varianten auch liefern lassen. Da Natursteine nicht unbedingt billig sind, kann man den Unterbau eines Steinbeets auch aus anderen Materialien, z.B. aus Bruchteilen früher verwendeter Betonplatten errichten. Obenauf kommt dann etwas Erde und die richtig schönen Natursteine.

Hier ein Steinbeet, das von Mauern aus behauenen Steinen umrandet und mit großen Natursteinen ausgelegt ist:

steinbeet

Während die optische Wirkung dabei wesentlich von den großen Steinen bestimmt wird, wirkt das folgende Beet eher durch seine abwechslungsreiche Bepflanzung:

Steinbeet am Gartenhaus

Kein Steinbeet, jedoch ein von großen Steinen gestütztes Beet zeigt das folgende Foto – eine wahre grüne Idylle, die durch die Steine einen märchenhaften Touch bekommt:

naturstein-hochbeet

Piazza und Terrasse aus Naturstein

Für kleine Plätze mitten im Garten (Piazza) und für die Terrasse vor dem Gartenhaus steht eine schier grenzenlose Vielfalt an Natursteinmaterialien zur Verfügung. Es gibt Platten, Fließen, Klinker und Pflastersteine aus Sandstein, Schiefer, Granit, Kalkstein, Basalt, Muschelkalk, Quarzit… – wie man sich entscheidet, ist eine Frage des Geschmacks und des Budgets. Gesteine, die in der regionalen Umgebung vorkommen, sind in der Regel günstiger zu erwerben als solche, die von weither geliefert werden müssen. Beim Kauf ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass das Material auch für den Außeneinsatz geeignet ist, denn es gibt auch sehr schöne Natursteinfließen für Innenräume, die den Belastungen durch Wind und Wetter nicht gewachsen sind.

Wie man mit großen Pflastersteinen ganz wunderbar eine gestufte Terrasse gestaltet, zeigt unser nächstes Beispiel:

Natursteinterrasse

Einen ganz anderen Eindruck vermittelt die mit unregelmäßigen Natursteinplatten gestaltete Terrasse auf dem nächsten Bild. Die helle Farbe und der geschwungene, aber klar abgegrenzte Rand, setzen einen hübschen Kontrast zum grünen, sehr gepflegten Rasen:

Piazza aus Naturstein

Der Terrassenboden muss allerdings nicht immer einfarbig sein….

natursteinfliesen-als-piazza

…sondern kann auch glatt und ordentlich aus geraden, einfarbigen Natursteinfließen bestehen. Diese harmonieren hier wunderbar mit dem modernen Flachdach-Gartenhaus und gehen fugenlos in den Rand des Pools über. Insgesamt erinnert der Garten an den strengen Baushaus-Stil: schlicht, funktional und edel:

Natursteinfliesen

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