Sie mögen Blockhäuser? Wir auch! Denn gerade für Allergiker, aber auch für umweltbewusste Menschen und Heimwerker ist ein Wohnhaus aus Holz ideal. Erfahren Sie, welche 10 Gründe für das Wohnen in einem Blockbohlenhaus sprechen. Der begeisterte Blockhaus-Bewohner Olaf Schmitz hat sein Fachwissen mit uns geteilt und erklärt die Besonderheiten von Holzhäusern.

Ein Blockhaus-Fan informiert: Tipps zum Bauen und Wohnen

Unser Interview-Partner Olaf Schmitz lebt selbst seit 2009 in einem Blockhaus im Westerwald. Auf seinem umfangreichen Blockhaus-Infoportal befasst er sich intensiv mit allen Aspekten des Blockhaus-Bauens und -Bewohnens. Der Gartenhaus GmbH hat Herr Schmitz erzählt, wie er zum Blockhausbesitzer wurde, welche Eigenheiten ein Haus aus Holz aufweist und wie Interessenten herausfinden können, ob ein Blockbohlenhaus für sie das richtige ist.

Holzhaus als Familien-Wohnhaus

Ein charmantes Familien-Heim: Ein Haus aus Holz.

Darum wohnen Olaf Schmitz und seine Frau in einem Blockhaus

„Schon in der Kindheit bin ich in Holzhäusern groß geworden und lernte die Vor- und Nachteile kennen“, erzählt Herr Schmitz. „Als wir beschlossen haben zu bauen, hatte ich sofort den Wunsch wieder in Holz zu wohnen, da das Wohnklima in einem Holzhaus grandios ist.“

Vor dem Blockhaus-Bau: Herausforderungen bei der Planung

„In rund einem Jahr intensiver Recherche über die Bauweisen und Anbieter habe ich das Thema umfassend beleuchtet und mich danach mit meiner Frau für ein Blockhaus entschieden. Eine Herausforderung war es allerdings, meine Frau zu überzeugen, ein Blockhaus zu bauen, da die Sorgen über Setzung, undichte Stellen, Stabilität, Feuergefahr doch sehr groß waren und einfach kein Wissen zu den Punkten vorhanden war. Ich erinnere mich immer noch an die leicht scherzhaften Worte meiner Frau: ‚Und dann kommt der Wind und das Haus fliegt weg‘. Fakt ist, dass wir letztlich das Haus günstiger als ein Steinhaus versichern konnten, was vor allem auf die lange Lebensdauer und die geringere Brandgefahr als im Steinhaus zurückzuführen ist.“

Warum das Wohnen im Blockbohlenhaus nicht jedermann liegt

Olaf Schmitz weist darauf hin, dass „Holz zwar ein wunderbarer Werkstoff ist, der einem aber auch liegen muss“.

Wen folgende Punkte stören, sollte es sich also nochmals überlegen, ob er im Blockhaus wohnen will:

  • Ab und an kann durch Setzung und Schrumpfung des Holzes ein Knarzen und Knacken zu hören sein
  • Die Schalldämmung ist in einem Holzhaus geringer als in einem Steinhaus.
  • Bei der Planung muss man bereits miteinbeziehen welche Verschiebungen sich durch die Setzung ergeben.
  • Holz dunkelt mit der Zeit nach: Es wird nicht immer so hell wie am Anfang sein.

Zu letzterem Punkt sagt Schmitz:

„Einige Anbieter empfehlen oft den Anstrich im Innenbereich des Blockhauses mit einer Lasur, die das Nachdunkeln verhindert. Ich halte hiervon nichts, da man ja nicht natürlich baut, um dann Chemie an die Wände zu streichen. Ich setze hier eher auf große Fensterflächen und auch Dachfenster, um auf natürlichem Wege Licht in die Räume zu lassen.“

Hier zeigen wir Ihnen ein paar Blockhaus-Exemplare aus unserem Sortiment – klicken Sie sich einfach mal durch:

10 Gründe für das Wohnen im Blockhaus

Wenn Sie gerade überlegen, ob ein Blockhaus wirklich eine gute Alternative zu einem Steinhaus darstellt, dann überzeugen Sie vielleicht unsere 10 Gründe:

1 Gesundes Raumklima

Blockhäuser sind für ihr gesundes Wohnklima bekannt: Das Holz absorbiert Schadstoffe und unangenehme Gerüche, wie etwa Zigarettenqualm, aus der Luft. Den Schleimhäuten tun die gleichbleibenden Temperaturen und die konstante Luftfeuchtigkeit gut. Gerade für Allergiker ist das gesunde Raumklima von Holzhäusern ein großes Plus.

2 Wenig schimmelanfällig

Während in Massivhäusern die Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert, speichert Holz überschüssige Feuchtigkeit. Die Schimmelgefahr ist in einem Blockbohlenhaus also wesentlich geringer als in einem Haus aus Stein.

3 Umweltfreundliche Bauweise

Wer umweltbewusst ist, weiß das Baumaterial Holz zu schätzen: Es ist ein nachwachsender Rohstoff, dessen Gewinnung umweltschonend und mit geringem CO²-Ausstoß verbunden ist. Das Holz unserer Blockbohlenhäuser stammt aus nachhaltigen Forstwirtschaften in Nordeuropa. Relativ kurze Transportwege sind somit garantiert.

Blockhaus mit Terrasse

Der Rohstoff Holz ist umweltfreundlich und nachhaltig (hier: Karibu-Modell Doderick).

4 Gut gedämmt

Da Holz ein guter Dämmer ist, ist die Raumtemperatur im Blockhaus rund ums Jahr angenehm: Im Winter ist es wohlig warm, im Sommer schön kühl.

5 Niedriger Energieverbrauch

Blockbohlenhäuser sind energieeffizienter als Steinhäuser. Ihre Bewohner müssen weniger heizen: „In einem Blockhaus fühlt man sich, verglichen mit einem Steinhaus, auch schon bei zwei Grad niedrigeren Temperaturen wohl“, so der Blockhaus-Experte Olaf Schmitz. Blockhaus-Bewohner können also bei den Heizkosten einiges sparen.

6 Schneller und kostengünstiger Aufbau

Ein Blockbohlenhaus stellt auch eine gute Alternative zum herkömmlichen Fertighaus dar: Die Bauzeit ist kurz, denn ein Holzhaus kann in nur wenigen Wochen aufgestellt werden. „Innen benötigt man weder Putz noch Tapeten und kann somit recht schnell einziehen“, erklärt Olaf Schmitz. So spart sich der Bauherr eine Menge Zeit und Geld.

Blockhaus wird aufgebaut

Der Aufbau eines Holzhauses geht schnell und spart Kosten.

7 Flexibel und umbaufreundlich

An- und Umbauten lassen sich an einem Blockhaus relativ leicht bewerkstelligen, etwa, wenn eine zusätzliche Wand eingezogen oder ein Wintergarten angebaut werden soll. Daher findet Olaf Schmitz: „Menschen, die gerne Hand anlegen und auch etwas im Haus verändern wollen, sind eigentlich die idealen Bewohner für ein Blockhaus.“ Auf seinem Infoportal finden sich beispielsweise Hinweise zur Raumtrennung im Blockhaus.

8 Geringe Brandgefahr

Holz brennt leicht – das möchte man meinen. Fakt ist, dass die Brandgefahr bei Blockhäusern geringer ist als bei Steinhäusern – denn die massiven Blockbohlen sind sehr schwer entzündlich. Sollte es doch mal zu einem (leichten) Brand im Blockhaus kommen, kann das Haus wieder instand gesetzt werden – während einem Massivhaus nach einem Brand der Abriss droht.

Der Grund: Im Holz der Blockbohlen ist ein kleiner Anteil Wasser enthalten – bei einem Brand entsteht daher zunächst Wasserdampf. Während Gardinen und Mobiliar sofort brennen, verkohlen die dicken Naturstämme lediglich an der Oberfläche. Die Stabilität des Hauses ist weiterhin gewährleistet.

9 Langlebigkeit

Holzhäuser zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit aus. Sind sie fachgerecht hergestellt und aufgebaut, können sie Jahrhunderte überdauern.

Damit ein Blockbohlenhaus auch wirklich gut durch die Jahrhunderte kommt, sind entsprechende Schutzmaßnahmen wichtig. Olaf Schmitz weiß als Blockhaus-Profi natürlich genau, worauf es dabei ankommt. Drei wesentliche Dinge sollten Blockhausbesitzer beachten:

So schützen Sie Ihr Blockhaus
  • „Die Bodenplatte beziehungsweise die Kellerdecke sollten nicht ebenerdig sein, sondern etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter aus dem Boden herausragen. Wir haben zudem um die Kellerdecke herum noch Schotter angefüllt. Zwischen die unterste Blockbohle und die Kellerdecke haben wir ein Traufblech gesetzt: So wird Regenwasser, das die Wand herunterläuft, von der Wand weggeführt und versickert direkt; die Umgebung bleibt somit trocken. Das ist insofern wichtig, da Schädlinge Feuchtigkeit bevorzugen. Nebenbei wird so das Holz geschützt. Ergänzen kann man dies durch einen Dachüberstand von circa einem Meter, denn so wird auch die Wand trocken gehalten.
  • Feinmaschige Schutzgitter sollten bei Blockhäusern, die eine Dämmschicht haben, diese von unten gegen das Eindringen von Mäusen oder anderen Tieren schützen.
  • Ein regelmäßiger Anstrich (alle fünf bis acht Jahre) hilft das Holz trocken zu halten. Eine Alternative ist es, das Holz auf natürliche Weise vergrauen zu lassen (am besten funktioniert dies bei Kiefer). Auch die natürliche Vergrauung versiegelt das Holz gegen Schädlinge, die Sonneneinstrahlung sowie Feuchte.“

10 Gemütliche Wohnatmosphäre

Zu guter Letzt ist auch die Behaglichkeit, die vom Material Holz ausgeht, nicht zu unterschätzen. Die gemütliche Wohnatmosphäre eines Hauses, das ganz aus Holz besteht, ist für viele ein Hauptfaktor in ein Blockbohlenhaus zu ziehen.

Einrichtung Blockhaus

Blockhaus-Fans schätzen die behagliche Atmosphäre im Inneren.

Gibt es eigentlich „den“ typischen Blockhaus-Bewohner?
Olaf Schmitz, der durch sein Info-Portal mit vielen Blockhausbesitzern in Kontakt steht, hat selbst eine kleine Studie über die Bauherren von Blockhäusern gemacht: „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die klassischen Bauherren eines Blockhauses eher Verdiener der oberen Mittelklasse sind, überwiegend sportlich und auch meistens über 40 Jahre alt. Es handelt sich eher um flexiblere Menschen, die nicht unbedingt bis ins letzte Detail fokussiert sind. Denn am Blockhausbau lässt sich nicht alles hundertprozentig regeln, da der natürliche Baustoff Holz öfter mal kleine Eigenheiten hat.“

Überlegen Sie jetzt, ob Sie selbst in ein Blockhaus ziehen sollten?

Dann hier ein paar abschließende Tipps von Olaf Schmitz:

  • „Ich würde jedem Interessenten für ein Blockhaus empfehlen, zunächst einmal zwei bis drei Tage in einem Blockhaus Probe zu wohnen (dies bieten viele Anbieter an). Wer sich hier nicht wohl fühlt, der sollte von dem Thema Abstand nehmen.“
  • „Im nächsten Schritt sollte man sich mit den unterschiedlichen Bauweisen eines Blockhauses beschäftigen und ruhig einige Anbieter vergleichen, um auf neue Ideen zu kommen. Wichtig ist es am Ende ein Lastenheft zu schreiben mit allen Anforderungen, denn nur hiermit können Anbieter wirklich vergleichbare Angebote abgeben.“

Die Gartenhaus GmbH bedankt sich bei Herrn Schmitz herzlich für das Interview und die fachmännischen Tipps!

Bilder:

Beitragsbild: © Gartenhaus GmbH

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