In einem Cottage Garten fühlen Sie sich auch in städtischem Gebiet wie auf dem Land. Dort ist es ist ruhig, etwas zugewuchert, aber idyllisch und gemütlich – vielleicht auch ein wenig romantisch. Einiges spricht dafür, sich selbst einen solchen Garten anzulegen, passt er doch vor allem perfekt zu den englischen Clockhouses. Wir zeigen Ihnen, was zu einem richtigen Cottage Garten dazugehört + kreative DIY-Ideen zum Nachmachen!

Was den Cottage Garten ausmacht

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Der Cottage Garten: wild, wuchernd, natürlich! – Bild: ©iStock.com/kopilow

Natürlichkeit, Üppigkeit, Farbe und Nicht-Perfekt-Sein sind das A & O eines richtigen, englischen Cottage Gartens. Was außerdem nicht fehlen darf: Na, das Cottage! Da das englische Cottage bei uns aber eher selten zu finden ist, tut es im heimischen Garten auch ein Clockhouse oder ein Teehaus (beide „typically English“) als Gartenhaus, die sich dann optimal in den englischen Look einfügen.

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Hübsches Clockhouse in blau…

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…oder in rot…

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…oder ein Teehaus –> Teatime. © gartenhaus-gmbh.de

Den Garten darum herum zu gestalten, ist ein Leichtes. Wichtig ist nur, dass es am Ende verspielt, verwuchert und etwas verwunschen aussieht. Mit vielen verschiedenen Pflanzen und Blumen ist der Cottage Garten ein kontrolliertes Durcheinander mit nostalgischem Charme, in dem sich viele ruhige, romantische Stunden verbringen lassen. Welche Pflanzen sich hierfür besonders gut eignen, erfahren Sie weiter unten im Text.

Wenn Sie noch keine richtige Vorstellung haben, wie Ihr Garten aussehen soll, holen Sie sich doch Inspirationen von unserem Pinterest Board Cottage Gärten.

Einen eigenen Ort schaffen – Abgrenzungen

Um das außergewöhnliche Flair des Cottage Gartens auch gebührend genießen zu können, müssen die neugierigen Blicke der Nachbarn draußen bleiben. Dafür sorgen nicht nur die üppigen Pflanzen, sondern auch Mauern oder Zäune – doppelt gemoppelt hält bekanntlich besser. Für den englischen Cottage Garten typisch ist daher eine äußerliche Abgrenzung. Möglichkeiten:

  • Eine Steinmauer, bevorzugt aus Ziegel. So kommt richtiges Cottage-Flair auf – solange die Mauer nicht zu hoch ist.
  • Eine Hecke. Als Außenrahmen darf sie schon auch etwas höher sein, weshalb sich zum Beispiel immergrüne Eiben, Hainbuchen oder Rotbuchen besonders gut eignen.
  • Ein Holzzaun. Hier ist es besonders schön, wenn Sie Kletterranken (z.B. Rosen) daran wachsen lassen, sodass der Zaun irgendwann vollkommen unter der Pflanzenpracht verschwindet oder nur an einzelnen Punkten zum Vorschein kommt.
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Das Cottage ist durch den Zaun schön vom Rest der Landschaft getrennt. – Bild:©iStock.com/brianglobal

Vor dem Hintergrund einer einfachen Hecke, einer Mauer oder eines Zaunes kommen dann die Blumen und anderen Pflanzen im Garten besonders schön zur Geltung. Außerdem ist der eigene Garten so – vor allem für Städter – besser abgeschottet und idyllischer.

Ein bisschen Struktur muss sein

Auch wenn in den Beeten wuchern und wildern darf, was möchte, müssen trotzdem Wege und die richtigen Beetumrandungen geschaffen werden, damit nicht die gesamte Gartenfläche irgendwann zuwächst.

Gestalten Sie die Wege (falls nicht schon vorhanden) ruhig etwas geschwungen und kurvig, da sie sonst starr wirken und nicht mehr zum Cottage-Stil passen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Wege immer ein Ziel haben, eine hübsche Bank, ein Pavillon oder Ihr Clockhouse Gartenhaus beispielsweise. Um die Natürlichkeit zu wahren, die den Cottage Garten ausmacht, sind Naturstein- oder Kieselwege besonders geeignet.

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Kurvige Wege zeigen die Unperfektheit, abgerundet durch wuchernde Wegpflanzen. – Bild: ©iStock.com/dkapp12/Winnieliao

Die Wegränder können dabei gerne von Pflanzen überragt werden, sodass sie die harten Übergänge verwischen. Zur Wegumrandung eignen sich beispielsweise Polsterstauden. So wird dem generell wuchernden Look noch mehr Ausdruck verliehen. Wer es wuchtig ländlich mag, der kann sich auch an großen Natursteinen versuchen. Am Wegrand aufgetürmt bilden sie sowohl eine Abgrenzung des Weges als auch der Beete. Und vielleicht wächst die eine oder andere Beetpflanze ja zwischen den Steinen hindurch. (Quelle)

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Große Natursteine am Wegrand unterstützen die Natürlichkeit des Gartens und sind zugleich ein Hingucker. – Bild: ©iStock.com/dkapp12

Beeteinfassungen sind aber genauso wichtig, denn nur so lassen sich einzelne Gartenabteile abgrenzen, wenn Sie zum Beispiel neben Blumen noch Gemüse anbauen wollen. Kleine Buchshecken eignen sich hierfür ideal, aber auch gebrannte Ziegel oder Holz – ob als Beeteinfassung oder Wegumrandung – machen eine gute Figur im natürlichen Cottage Garten. (Quelle)

Was pflanze ich in meinen Cottage Garten?

Eigentlich sind Ihnen bei der Wahl der Bepflanzung keine Grenzen gesetzt. Hauptsache üppig und bunt! Der Cottage Garten ist sozusagen ein Meer aus verschiedenen Pflanzen mit verschiedenen Farbklecksen. Sie entscheiden dabei, ob Sie in einer Farbpalette bleiben wollen oder wild durchmixen.

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Bunt und wild durcheinander, so soll es sein. – Bild: ©iStock.com/tugmistress

Außer den Farben wird auch die Beschaffenheit vermischt. Pflanzen Sie Blumenbeete neben Stauden- und Gemüsebeete –auf die Üppigkeit kommt es an. Sie können also ruhig eng nebeneinander säen oder pflanzen. Achten Sie dabei nur auf die Bedürfnisse der Pflanzen, damit sie sich nicht gegenseitig am Wachsen hindern. Und bringen Sie Geduld mit: Die einzelnen Pflanzen müssen sich erst einmal ausbreiten und gedeihen, sodass es seine Zeit dauert, bis der perfekte Cottage Garten Look bei Ihnen Zuhause entsteht.

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Ein Meer aus Blumen – herrlich! – Bild: ©iStock.com/rvika

Diese Pflanzen sind typisch für den englischen Cottage Garten:

    • Mohn
    • Jasmin
    • Hortensien>/li>
    • Bartnelken>/li>
    • Dahlien
    • Begonien
    • Petunien
    • Rittersporn
    • Flieder
    • Sonnenbraut
    • Sonnenauge
    • Margeriten
  • Kornblumen
  • Fresien
  • Lupinen
  • Lilien
  • Kapuzinerkresse
  • Pfingstrosen
  • Kräuter wie Salbei und Lavendel sorgen für lieblichen Geruch
  • Gemüse und Obst wie beispielsweise Himbeeren, Holunder, Johannisbeeren oder Rhabarber passen sich gleichzeitig ins üppige Pflanzenbild ein (Quelle)
  • Und noch ganz viel mehr…

Feinschliff mit Gartenaccessoires

Abgerundet wird das gesamte Erscheinungsbild des Cottage Gartens mit den passenden Design-Elementen. Damit diese aber wirklich mit dem Garten in Einklang stehen, sollten sie bevorzugt aus Gusseisen oder Naturholz bestehen. Schließlich soll der auf Natürlichkeit ausgelegte, englische Look gewahrt werden. Schnörkel und alte Materialien sind also willkommen.

Vorschläge:

  • Bank aus Naturholz. Am Ende eines Weges aufgestellt bildet sie einen Aussichtspunkt, an dem es sich zwischen den üppigen Pflanzen auf hübschen Kissen angenehm verweilen lässt.
  • Gartenmöbel oder Pflanzentreppen aus Gusseisen. Sie haben den Vintage-Look und passen daher perfekt in den Cottage Garten.
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Schnörkelige, alt anmutende Gartenmöbel passen perfekt in den Cottage Garten. – Bild: ©iStock.com/loveischiangrai

  • Blumenranken am Haus oder am Gartenzaun machen richtig viel her und werten Ihren Cottage Garten noch einmal auf.
  • Torbögen mit Rosen überwuchert – wunderschön!
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Von Rosen überwuchert – so schön kann ein Torbogen sein. – Bild: ©iStock.com/pcturner71

Selbst gemacht ist trotzdem immer noch am schönsten. Wieso sich also nicht an einem kleinen DIY-Projekt versuchen? Für den Garten lassen sich allerlei schöne Dinge selbst herstellen, wie Sie zum Beispiel auf unserem Pinterest Board Gartenideen Upcycling sehen können.

Hier zwei Ideen, die die Vögel in Ihrem Garten glücklich machen und gleichzeitig Ihren Cottage Garten bereichern:

  • Eine selbstgemachte Vogeltränke. Anmalen können Sie sie je nach Wunsch, wie es eben am besten in Ihren Garten passt. So viel sei schon verraten: Sie brauchen Geschirr. Zur Bauanleitung geht es hier.
  • Oder Sie bauen kleine, süße Vogelhäuschen aus Flaschenkürbissen. Eine tolle Idee, die wir auf Judy’s Cottage Garden gefunden Dazu brauchen Sie lediglich getrocknete Flaschenkürbisse, Farbe, wasserfesten, tierfreundlichen Lack, Schnüre und einen Bohrer.
    • Bemalen Sie den Kürbis, wie es Ihnen gefällt, vergessen Sie danach aber den (tierfreundlichen) Schutzlack nicht.
    • Wählen Sie den Bohrer, der sich von der Größe her als Eingang für das Vogelhäuschen eignet und bohren Sie in die untere Hälfte des Kürbisses ein Loch.
    • Nehmen Sie nun einen Bohrer mit geringerem Durchmesser und bohren Sie am oberen Teil des Kürbisses quer hindurch, sodass Sie durch die entstandenen Löcher die Schnur ziehen können.
    • Schnur durch, zugeknotet und Sie können Ihr Vogelhäuschen aufhängen!
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Selbstgemachte Vogelhäuschen aus Flaschenkürbissen sind eine tolle DIY-Idee, die sich schnell nachmachen lässt. – Bild: ©iStock.com/tinabelle/bddigitalimages

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Gestaltung Ihres Cottage Gartens!

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Beitragsbild: ©iStock.com/AndyRoland