Was fällt uns ein, wenn wir uns ein „Schwedenhaus“ vorstellen? Vermutlich denken die meisten an kleine Wochenendhäuser aus Holz,  die aufgrund ihrer bunten Farbkontraste eine urige, gemütliche Ausstrahlung haben. Zur bunten, oft in „Schwedenrot“ bzw.  „Falunrot“ gehaltenen Holzfassade setzen weiße Türen und Fenster starke Kontraste. Das Dach ist meist ein Satteldach und so entspricht das „Schwedenhaus“ der Urform eines Hauses, wie wir es als Kinder gemalt und später in den Verfilmungen der Bücher von Astrid Lindgren wiedergesehen haben.

Kleine Geschichte des Schwedenhauses

Das Gartenhaus im Schwedenstyle, wie man es heute kennt, hat große Vorläufer im Fertighausbau seit den 50ger-Jahren. Zur Herkunft des Begriffs „Schwedenhaus“ und seiner Geschichte schreibt Wikipedia:

„Bereits in der frühen Nachkriegszeit wurden in Deutschland Fertighäuser aus Holz gebaut, die aus Schweden importiert waren und Schwedenhäuser genannt wurden….Anfang der 1960er Jahre war ein großer Teil der etwa 18.000 in Deutschland errichteten Fertighäuser schwedischer Herkunft. Da in Schweden einige Jahrzehnte früher als in Deutschland mit dem industriellen Bau von Fertighäusern begonnen wurde, galten die schwedischen Produkte als qualitativ hochwertig, und die Bezeichnung Schwedenhaus, die von schwedischen Exportunternehmen auf dem deutschen Markt etabliert wurde, wurde als Gütesiegel angesehen.Unter einem Schwedenhaus wurde damals ein Haus aus Bauteilen, die in Schweden gefertigt wurden, verstanden. Die tragenden Wände bestanden aus einem Holzrahmen mit beidseitiger Holzschalung.“

Mittlerweile sind wir – zum Glück! – nicht mehr auf Bauteile aus Schweden angewiesen. Hochwertige Wochenend- und Gartenhäuser im Schweden-Style gibt es auch hierzulande, versehen mit allen schicken Details, die diesen Gartenhaustyp optisch und qualitativ auszeichnen.

Ein Gartenhaus im Schweden-Style

Wer sich heute ein „Schwedenhaus“ als Gartenhaus wünscht, bekommt keine schlichte Holzhütte, sondern ein „Mini-Schwedenhaus“ mit allem, was dazu gehört. So verfügt etwa das Schwedenhaus 44 ISO (siehe Foto) über ein Satteldach aus Holz, für das man sowohl Dachpappe als auch Dachschindeln verschiedener Qualität dazu bestellen kann. Ein massiver Schlafboden mit Leiter und Geländer ermöglicht das Übernachten im Gartenhaus und ein Holzfußboden aus Nut- und Federbrettern inkl. Fußleisten macht den Innenraum wohnlich, so dass sich kein „Garagen-Feeling“ einstellt.

Die typisch „schwedischen“ Fenster und die Doppeltür sind zeitgemäß isolierverglast. Damit man die Farbe selbst bestimmen kann, wird das Haus in „natur“ geliefert – die jeweilige Farbe bzw. Lasur kann man im gewünschten Farbton dazu bestellen.

Eine weitere wichtige Ergänzung ist eine Dachrinne: aus Kunststoff oder Metall bestellbar, ermöglicht sie das zielgenaue Ableiten von Regenwasser. Viele Gartenfreunde leiten es in eine Regentonne und gießen damit die Pflanzen. So kann man einerseits Wasserkosten sparen, andrerseits tut es den Pflanzen gut, denn Regenwasser ist bei weitem nicht so kalkhaltig wie das Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung.

Praktisch: Der Schlafboden im Gartenhaus

Da ein Satteldach neben seiner simplen Funktion als Dach rein platz-technisch zusätzlichen umbauten Raum bietet, kann dieser als „zweite Ebene“ ausgestaltet werden – eben als „Schlafboden“. Vom eigentlichen Raum aus ist er trockenen Fußes per Leiter erreichbar, doch hat er in aller Regel keine Stehhöhe. Entweder man nutzt ihn als Stauraum oder schafft dort zusätzliche Schlafgelegenheiten. Kinder finden es toll, direkt „unterm Dach“ zu nächtigen. Und hat man mal viele Gäste, kann man gleich mehrere Personen im Gartenhaus mit Schlafboden unterbringen.