Homeoffice gestalten: in 3 Schritten das Büro zu Hause gestalten

Schluss mit dem Arbeiten am Küchentisch oder auf dem Sofa. Das sind nur Notlösungen! Wer im Zuge der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung über Wochen und Monate im Homeoffice arbeitet und auch die Aussicht hat, dies zukünftig tun zu dürfen (oder tun zu müssen), der braucht dort einen richtigen Arbeitsplatz. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in drei Schritten Ihr Homeoffice gestalten können.

Uns geht es in diesem Beitrag ausschließlich um die Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes daheim. Wenn Sie sich für die Einrichtung eines Homeoffice interessieren, dann ist der folgende Magazinbeitrag der Richtige für Sie: „Home Office Arbeitsplatz einrichten: So gelingt es!„. Unsere ultimative „Checkliste Homeoffice: Worauf sollten Sie achten?“ bietet Ihnen zudem alles Wissenswerte, was Sie bedenken sollten, wenn Sie in den eigenen vier Wänden arbeiten – wie es sich für eine Checkliste gehört, ist unsere zum kostenlosen Downloaden (PDF) und Ausdrucken.

Und das ist längst noch nicht alles: In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die 10 besten Gartenhäuser fürs „Homeoffice im Garten“ vor.

Doch was heißt das eigentlich: „Homeoffice gestalten“? Beim Büro zu Hause gestalten geht es, anders als beim Einrichten, nicht vordergründig um die passenden Möbel und die richtige Technik, sondern eher um die Atmosphäre im Raum. Diese wird unter anderem bestimmt mit den Farben an den Wänden, der Wahl des Einrichtungsstils und den passenden Accessoires.

Büro im Wohnzimmer

Unser wichtigster Tipp zum Homeoffice ist: Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz zu Hause so, dass Sie sich beim Arbeiten dort wohlfühlen. Das Rezept dafür ist recht individuell, denn jeder von uns hat ganz eigene Vorstellung von der Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz. Das Beste ist doch: Anders als im Büro Ihres Arbeitgebers, wo Sie meist wenig Mitsprache bei der Raumgestaltung haben, sind Sie zu Hause der Boss: Sie dürfen Ihr Homeoffice gestalten, wie Sie wollen. Vorausgesetzt, Sie beachten die arbeitsschutzrechtlichen Aspekte.

Arbeiten mit Stil: In 3 Schritten zum richtig gestalteten Arbeitsplatz zu Hause

Es gibt demnach kein „Richtig“ oder „Falsch“ beim Homeoffice gestalten, sondern nur ein „für mich richtig“ oder „für mich falsch“.

Der erste Schritt zum passenden Arbeitsplatz ist daher der: Machen Sie sich ein Bild von Ihrem Wunscharbeitsplatz! Entweder in Gedanken, auf Papier oder auf dem Computer, je nachdem, mit welchem Medium Sie am kreativsten sind. Denken Sie dabei zunächst gerne groß – alles ist machbar, ohne Rücksicht auf Platzbedarf und Budget. Versuchen Sie die gewünschte Arbeitsatmosphäre zu erfassen, sie greifbar zu machen:

Arbeitsplatz-eingerichtet

  1. Ist sie eher geradlinig, strukturiert und konzentriert? Ein so wirkendes Homeoffice gestalten Sie beispielsweise mit edler, moderner Einrichtung aus Metall und Glas oder Holz, mit großen Flächen und geschlossenen Ablagefächern, mit ruhigen, kühleren Farbtönen einer Farbfamilie und mit sparsam gesetzten Akzenten (in Form und/oder Farbe).
  2. Für eine derart geordnete Atmosphäre können Sie auch mit einer Gestaltung sorgen, die sich am klassischen Industriedesign orientiert und weniger edel, sondern eher rustikal wirkt.
  3. Oder brauchen Sie eine warme Arbeitsatmosphäre, die bunt ist wie das blühende Leben? Diese lässt sich mit eher kleinteiliger beziehungsweise kleinflächiger Einrichtung eines bunten Wohnstils (Flower Power oder 1970er Jahre), knalligen Farben und bunten Büro-Accessoires erzielen. Hier dürfen Ablagen auch mal offen bleiben.
  4. Auch eine romantische Büroatmosphäre ist denkbar, beispielsweise in Weiß oder Pastellfarben mit zurückhaltend akzentuierten Mustern (Streublümchen, Streifen oder Punkten) und verspielten Details an den Möbeln oder Accessoires.
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    Gartenbank mit Kissen und Pflanzen
  5. So mancher arbeitet auch gerne in einer grünen Oase (Urban Jungle), gestaltet mit üppigen Grünpflanzen und ansonsten eher zurückhaltend wirkender Einrichtung, die dem Grünzeug nicht die Show (Wirkung) stiehlt. Wobei die Wirkung der Pflanzen sowohl auf die Optik des Raums als auch auf Ihre Gesundheit zielt: Der US-amerikanische Wissenschaftler Dr. Roger S. Ulrich von der Texas A&M University ist Professor für Architektur und Landschafts-Gestaltung. Er erforscht die Wirkung von Grünpflanzen auf den Menschen, insbesondere am Arbeitsplatz. Dabei stellte er unter anderem fest, dass schon der Anblick des Grünzeugs Stress in uns abbaut und Regenerationsprozesse in unserem Körper veranlasst.
    Achten Sie bei der Auswahl der Pflanzen für Ihren Homedschungel unbedingt auf die Lichtverhältnisse in Ihrem Homeoffice, damit sich das Grünzeug prächtig entwickeln kann. Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, zum Homeoffice richtig gestalten. Garantiert ist auch die für Sie richtige dabei!

Im zweiten Schritt machen Sie sich an die konkrete Umsetzung Ihres Wunscharbeitsplatzes. Apropos Platz: Auch wenn wohl jeder beim Wünschen in einem eigenen Raum landet, hat nicht jeder diesen zur Verfügung. Schauen Sie sich also in Ihren Räumlichkeiten um: Wo ist Platz für das Homeoffice? Bietet der geplante Platz Ihnen Möglichkeiten, damit Sie Ihr Homeoffice Büro gestalten können, wie vorab gewünscht? Machen Sie dabei, falls nötig auch Kompromisse: Vielleicht ist der eine Platz zwar kleiner als der andere, dennoch kommt der kleinere Platz Ihren Vorstellungen am nächsten. Ist der richtige Platz fürs Homeoffice gefunden, spielen Sie in Gedanken die künftige Gestaltung durch!

Machen Sie eine Liste mit allem, was Sie zum Umgestalten beziehungsweise Neugestalten vom Homeoffice brauchen – fragen Sie sich dazu am besten, wie Sie Ihr Homeoffice sinnvoll gestalten:

  • Für die Raumgestaltung bieten sich Wandfarbe, Tapeten, Parkett, Laminat, Auslegware oder Teppich an.
  • Für die Raumdekoration schöpfen Sie aus einer Vielzahl und Vielfalt schmückender, Atmosphäre bildender Accessoires im Raum wie Lampen (Deckenleuchten, Wandleuchten, Steh- oder Tischleuchten), Spiegel, Bilder, Pflanzen und Textilien wie Vorhänge, Bezüge auf Bürostühlen sowie Sesseln oder Sitzkissen.
  • Für die Bürogestaltung brauchen Sie außerdem Schreibtisch oder Schreibpult, Schreibtischstuhl, Fußstütze, Technik und sonstige Büroutensilien (Ablagen, Ordnungssysteme, Schreibzeug).

Steht die Liste, gehen Sie sie bitte Punkt für Punkt durch: Was davon besitzen Sie bereits, was muss noch besorgt werden? Hier sind Kompromisse machbar: Manches im Haus lässt sich womöglich umfunktionieren oder in DIY-Manier upcyceln, zum Beispiel ein Tisch, ein Regal oder ein Sideboard. Auch Vorhangstoffe oder Lampen gibt es mitunter in Reserve, zum Beispiel vom letzten Umzug.

Kompromisslos dagegen sollten Sie bei der Wahl der richtigen Sitzgelegenheit sein: Die sollte im Homeoffice auf jeden Fall ergonomisch sein, denn Schmerzen aufgrund von Fehlhaltung bremsen jeden noch so großen Arbeitswillen.

Nach diesen Überlegungen bleibt Ihnen eine Liste mit Dingen, die Sie im dritten Schritt tatsächlich besorgen müssen. Hier kommt es aufs Budget an, das Sie zur Verfügung haben. Planen Sie Ihre Investition in weiser Voraussicht: Soll das Homeoffice dauerhaft bestehen bleiben? Dann lohnt es sich, von Anfang an auf langlebige und entsprechend hochwertige Qualität zu setzen.

Arbeitszimmer

Sonderfall: Kleines Homeoffice gestalten

Die größte Herausforderung für das Homeoffice gestalten ist ganz klar der Platzmangel. Doch keine Sorge, auch fürs Mini-Homeoffice gibt es schöne Ideen zur Gestaltung: Selbst in einen engen Durchgang oder eine dunkle Zimmerecke passt ein kleines Homeoffice. Wer wenig Platz hat, sollte sich nicht nur aufs Nötigste an Einrichtung beschränken, sondern möglichst auch nach besonders platzsparenden Büromöbeln suchen. Es gibt beispielsweise Schreibtische zum Klappen, die ganz schlank an Wänden verschwinden, wenn sie gerade nicht gebraucht werden. Oder Sie halten Ausschau nach smarten Wohnsystemen: Die sind so schlau gestaltet, dass jedes Teil des Systems sich multifunktional einsetzen lässt, auch auf kleinstem Raum.

Unser Tipp: Je kleiner der verfügbare Platz fürs Mini-Homeoffice gestalten ist, desto schlanker (auch zierlicher) und schnörkelfreier sollten die Einrichtungsgegenstände und Accessoires ausfallen. Helle Farben wirken in dunklen Ecken besonders freundlich.

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Titelbild: ©iStock/HAKINMHAN;

Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/peoplemages; Bild 2: ©iStock/imagineina; Bild 3: ©iStock/MartinaPal; Bild 4: ©iStock/Naphat_Jorjee

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