Was könnte nach einem anstrengenden Tag erholsamer sein als ein genüsslicher Gang in die Sauna? Glücklich können sich da alle schätzen, die eine solche im eigenen Garten stehen haben, sei es in Form eines speziellen Saunahauses oder einer urigen Fass-Sauna!

Denn wer in der eigenen Sauna entspannt, kann sich freier bewegen als in einer öffentlichen Einrichtung,  kann sich mit den evtl. mitschwitzenden Verwandten oder Freunden unterhalten, ohne andere Saunagäste zu stören – und nicht zuletzt auch einen selbst gewählten Aufguss zelebrieren, der für viele Saunafreunde den Höhepunkt eines Saunagangs darstellt.

Tipps fürs richtige Saunieren

Damit die Nutzung der Gartensauna auch wirklich entspannt und sowohl der Gesundheit als auch dem Wohlbefinden dient, haben wir ein paar Tipps zusammen gestellt, die man auch in der eigenen Sauna berücksichtigen sollte.  Los geht’s:

  • Gehen Sie nicht hungrig in die Sauna, aber auch nicht mit vollem Magen.  Beides würde den Körper „beschäftigen“, der sich in der Sauna doch entspannen soll
  • Duschen vor dem Saunagang dient nicht nur der Reinigung, sondern entfernt auch den Fettfilm auf der Haut und erleichtert das Schwitzen.
  • Ein Saunagang bei „finnischen“ Temperaturen (um die 90 Grad) dauert ca. acht bis zwölf Minuten, jedoch nicht länger als 15 Minuten. Bei Bio-Sauna-Temperaturen (40 bis 60 Grad) kann man bis zu 40 Minuten in der Sauna bleiben, da diese Temperatur den Kreislauf kaum belastet. Entscheidend ist immer das Wohlbefinden!
  • Im Liegen ist das Saunieren am angenehmsten, doch sollten Sie vor dem Verlassen der Sauna ca. zwei Minuten aufrecht sitzen. Das beugt Schwindel vor und fordert den Kreislauf nicht so sehr wie ein abrupter Wechsel.
Saunahaus Cubus 70c

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, haben Sie lange Freude an der Gartensauna.

  • „Kein Schweiß auf Holz“ – der Spruch hängt in mancher öffentlichen Sauna als Schild an der Wand, doch sollte er auch in der privaten Sauna gelten. Legen Sie immer ein Handtuch unter und vermeiden Sie Hautkontakt mit den unbehandelten Bänken und Wänden der Sauna.
  • Frischlunft tanken und abkühlen: Nach dem Saunagang sollten Sie erst etwa zwei Minuten in frischer Luft verweilen und tief durchatmen. Der Körper benötigt jetzt Sauerstoff! Erst danach ist die Abkühlung mit Schlauch oder Dusche dran, die wirklich kalt und nicht lauwarm ausfallen darf, will man den gesundheitlichen, Erkältungen vorbeugenden Effekt auch wirklich mitnehmen.
  • Während des Saunierens sollte man nichts trinken, da der „entschlackende“ Effekt sonst gemindert würde. Nach Abschluss aller Saunagänge ist es jedoch nötig, den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Empfehlenswert sind calcium- und magnesiumreiche Mineralwässer oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. Alkohol sollte man jedoch vor, während und nach den Saunagängen vermeiden.
  • Nach dem Abkühlen ist eine Ruhephase auf einer gemütlichen Liege genau das Richtige! Sie sollte mindestens so lange dauern wie der vorherige Saunagang. Sportliche Aktivitäten solle man zwischen den Saunagängen, aber auch danach meiden. Eine Massage verstärkt dagegen den Entspannungseffekt.
  • Ein optimales Sauna-Erlebnis ist ein Wechselspiel zwischen Schwitzphase, Frischluft tanken, ausruhen und nächster Schwitzphase. Drei Saunagänge sind üblich, mehr könnte den Kreislauf zu sehr belasten. Entscheidend ist auch hier immer das eigene Wohlbefinden!
Fass-Sauna

Entspannt Saunieren im privaten Saunafass.

Besonderheiten des Saunierens in der Garten-Sauna

Da das Saunieren zumindest in Europa in der Regel unbekleidet stattfindet, sollte man im eigenen Garten auf jeden Fall dafür sorgen, bei Nachbarn kein „Ärgernis zu erregen“, indem man ihnen unabgesprochen den Anblick nackter Menschen zumutet. Sichtschutz heißt das Zauberwort, dem wir in diesem Magazin einen eigenen Beitrag gewidmet haben. Wie dort beschrieben, kann man Gerüste mit Kletterpflanzen zu blickdichten Wänden heran wachsen lassen, aber auch mit Hecken und Sträuchern lässt sich der Saunabereich gut abschirmen. Wer nicht warten will, bis so eine „grüne Wand“ auch wirklich undurchschaubar geworden ist, kann im Handel auch spezielle Sichtschutzwände aus Holz oder Kunststoff-Elementen erwerben.

Berücksichtigt man die Frage der Einsehbarkeit schon bei der Wahl des Standorts für das Saunahaus oder Sauna-Fass, kann man sich unter Umständen viel Aufwand ersparen, indem man den Ruhebereich zu einem Wäldchen, zu vorhandenen Hecken und Mauern oder einem Gewässer hin ausrichtet. Besonders einfach haben es hier jene Glücklichen, die ihre Sauna an einem See aufstellen können wie der Schlagersänger Olaf Henning, der sich hier über eine Fass-Sauna der Gartenhaus GmbH freut:

Olaf Hennings Fass-Sauna

Saunieren mit Ausblick. Der See läd zum Abkühlen ein.

Hat man direkte Nachbarn, sollte man diese auf jeden Fall über die Aufstellung des Sauna-Hauses informieren. Rechtzeitiges freundliches Besprechen vermeidet in vielen Fällen von vorne herein allerlei Ärger, den man sich zu Gunsten angenehmer Nachbarschaft und störungsfreier Sauna-Erlebnisse gerne erspart.

Möglichkeiten der Abkühlung

Da leider nicht alle die Gelegenheit haben werden, nach dem Saunagang mal eben in einen See zu tauchen, stellt sich die Frage nach den Abkühlungsmöglichkeiten im Garten. Grundsätzlich tut es jeder gute Gartenschlauch, der ja seit dem Gesundheitslehrer Sebastian Kneipp auch im Reha- und Wellnessbereich ein gängiges und sogar beliebtes Untensil für diesen Zweck geworden ist. Mit ihm kann man sich sogar schonender abkühlen als mit einer Dusche, indem man bei Füßen und Händen beginnt und den Schlauch langsam nach oben führt. Die bekannten „Sauna-Seiten“ empfehlen einen modifizierten Kneippschen Guss und beschreiben ihn so:

„Vorteilhaft ist es, wenn der Guss durch eine zweite Person durchgeführt wird. Zur Technik ist zu sagen, das der Wasserstrahl aus einem 2-3 Meter langen Gummischlauch mit 3/4 Zoll Durchmesser ohne Mundstück bzw. Düse austreten soll. Ob man die richtige Druckstärke hat, kann man am senkrecht nach oben gehaltenen Schlauch sehen. Das Wasser sollte dann in einem etwa 12 cm hohen Strahl aus dem Schlauch sprudeln. Der Schlauch wird in solch einem spitzen Winkel gegen die Haut gehalten, das sich einen flache Wasserplatte bildet und das Wasser als geschloßener Film, ohne zu spritzen, über die Haut läuft.
Man beginnt auf der Körperrückseite. Zuerst, herzfern, am rechten Fuß geht man mit der Wasserplatte an der Außenseite bis über Unter- und Oberschenkel nach oben und dann an der Innenseite wieder abwärts. Das gleiche wiederholt man auf der linken Seite. Danach folgt im zweiten Ansatz rechte Hand, Arm, Schulter von der aus man dann auf der rechten Rückenseite nach unten bis zur Höhe der linken Hand geht. Und wieder das gleich auf der linken Seite. Nun, im dritten Ansatz, geht man nach dem gleichen Muster auf der Vorderseite vor.
Zum Schluss noch Gesicht, Hals und Nacken nicht vergessen, die man gesondert abgiesst.“
(Quelle: Der Kneipp-Guss in der Sauna / Sauna-Seiten)

BadefassDas Badefass ist eine weitere, unaufwändige Möglichkeit, im Garten eine Abkühlungsmöglichkeit zu schaffen. Entweder man nutzt eine sehr große Regentonne, kommt über Kleinanzeigen zu einem großen alten Weinfass oder erwirbt ein Badefass im Handel, das sogar mit integrierter Leiter für den bequemen Einstieg erhältlich ist.

Das klassische Tauchbecken, das man aus den öffentlichen Saunen kennt, lässt sich in einer kleinen Version natürlich auch im Garten in die Erde versenken. Der Handel hält viele verschiedene Versionen bereit, doch bedeutet das natürlich einigen Aufwand, nicht unerhebliche Ausschachtungsarbeiten und passende Installationen für den Zu- und Abfluss.

Die Dusche: Viele Gartenfreunde begnügen sich mit einer einfachen Dusche, die als frei stehende Installation in der Nähe des Sauna-Hauses installiert wird. Um nicht im Matsch zu stehen, benötigt sie einen gefließten Boden mit Abfluss in die Kanalisation oder in die Sammelgrube.

Und dann einfach chillen…

Da nach dem Abkühlen das Ausruhen folgt, sollten bequeme Gartenliegen in der Nähe der Sauna bereit stehen. Besonders geeignet sind hier sogenannte „Bäderliegen“, die speziell für den Wellness-Bereich entwickelt wurden und das Hochlegen der Beine per Kippmechanik ermöglichen.

Mit dem Saunahaus Ihrer Wahl, dem passenden Sichtschutz, einer Abkühlungsmöglichkeit und einem gut ausgestatteten Ort zum anschließenden Relaxen sollte nun regelmäßigen Sauna-Freuden nichts mehr entgegen stehen. Wir wünschen viel Spass und Entspannung!

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Fotos:
Sauna-Szene: © Adam Gregor – Fotolia.com
Badefass: © Stefan Körber – Fotolia.com