In Hamburg steht ein Tomatenhaus – und zwar mitten in der Stadt. Großstädterin Frau Meise hat sich ihren Gartentraum mit einer Parzelle in Hamburg verwirklicht. Heute bekommen Sie einen Einblick in ihr Gartenparadies und das selbstgebaute Tomatenhaus.

Wer ist Frau Meise?

Unter dem Sonnenhut von Frau Meise versteckt sich Marie – eine gartenverliebte Hamburgerin, die es geschafft hat Großstadt und Garten miteinander zu verbinden. Sie ist nämlich stolze Pächterin einer 700 qm großen Gartenparzelle mitten in Hamburg. So genießt Marie vormittags den Jubel und Trubel der Großstadt und kann nachmittags in ihr grünes Refugium flüchten.

Die Erfolge und Misserfolge auf ihrem Weg zu einem nachhaltigen Garten dokumentiert Marie unter dem Synonym „Frau Meise“ auf ihrem Blog.

Eingang in die Gartenparzelle von Frau Meise.

Wenn der Garten nicht zur Gärtnerin kommt, muss die Gärtnerin eben zum Garten kommen. Bloggerin Marie nutzt jede freie Minute um ihre Parzelle zu besuchen.

Die Sehnsucht nach dem Grünen, die Marie dazu bewegt hat sich eine Parzelle zu pachten schlummert schon seit Kindheitstagen in ihr. Die Bloggerin berichtet von ihrer Kindheit auf dem Land: „Ich bin auf dem Land, in einem alten Haus mit großem Garten, aufgewachsen. Dort gibt es einen stattlichen Gemüsegarten mit Gewächshaus, alte Obstbäume und wunderschöne Blumenbeete.“

Wir Kinder hatten damals sogar ein eigenes kleines Gemüsebeet. Auch wenn wir wohl nicht lange durchgehalten haben, war das vielleicht der Grundstein für meine Gärtnerleidenschaft.
In der Schule hatten wir auch Gartenbau als Unterrichtsfach, aber das Wesentliche habe ich im Garten meiner Eltern gelernt
.“

Das Tomatenhaus

Blick über den Zaun auf das selbstgebaute Tomatenhaus von Frau Meise und ihren Gemüsegarten.

Seit drei Jahren steht das Tomatenhaus in der Gartenparzelle und trotzt wacker dem „Hamburger Schietwetter“, wie Marie es nennt.

Sind die Eisheiligen vorbei, ist die Luft rein und die Nachtschattengewächse dürfen wieder ins Freie. So sehr Tomaten die Sonne lieben, desto weniger mögen sie zu viel Feuchtigkeit. Frau Meise hat die Initiative ergriffen und ihren roten Schützlingen ein Tomatenhaus errichtet.

Unter den verschiedenen Möglichkeiten Tomatenpflanzen einen Schutz zu bauen, hat Marie sich für ein einfach gebautes Sommerhaus. Optimaler Weise ist die offene Seite des Tomatenhauses gen Süden ausgerichtet, um die wärmeliebenden Pflanzen so viel Sonnenlicht wie möglich auszusetzen. Zu viel Schatten und eine Ausrichtung nach Norden sollten daher vermieden werden.

Das unbepflanzte Tomatenhaus, kontruiert aus Holzbalken und Wellplatten.

Da der Wind in Hamburg meist von Westen kommt, hat Frau Meise die nach Westen zeigende Seite des Tomatenhauses mit einer Wellplatte abgedeckt.

Bestehend aus einer lasierten Holzkonstruktion und durchsichtigen Polycarbonat-Wellplatten, schützt das Tomatenhaus seine Bewohner vor Wind und Regen ohne den Tomaten das Sonnenlicht zu nehmen. Für die Stabilität der Konstruktion sorgen fünf Einschlaghülsen, die über einen Meter tief im Boden stecken.

Wie groß das Tomatenhaus sein sollte, hat Marie ganz von dem zur Verfügung stehenden Platz abhängig gemacht. Das Tomatenhaus hat eine ca. 3,0 x 0,6 m große Grundfläche und ist ca. 2,2 m hoch. Das bietet genug Platz für sechs Tomatenpflanzen mit 50 cm Abstand voneinander.

Tipp:
In Maries Blogpost über ihr Tomatenhaus empfiehlt sie, die Tomatenpflanzen einreihig anzupflanzen. Das erleichtert nicht nur die Ernte der Frucht, sondern ermöglicht zusätzlich eine bessere Durchlüftung im Tomatenhaus, wodurch die Pflanzen bei Feuchtigkeit besser trockenen können.

Das Tomatenhaus selber bauen: Material

Schematisierte Skizze des Tomatenhauses, das die verschiedenen Bestandteile hervorhebt.

An dieser Skizze lassen sich die einzelnen Bauteile anhand der Nummerierungen leicht ablesen.

Sie möchten Ihren Tomaten ebenfalls ein Dach über den Kopf bauen? Im Folgenden sind die Materialien aufgelistet, mit denen Marie Ihr Tomatenhaus gebaut hat.

Material für das Tomatenhaus:

1 // Einschlaghülsen, passend zu den Stützen

2 // Kanthölzer, 100 x 100 mm, für die Stützen

3-5 // Dachlatten, 40 x 60 mm, für die Dachkonstruktion und die Querriegel

6 // Sechskantschrauben mit Unterlegscheiben und Muttern für die Holzkonstruktion (vorbohren!)

7 // Polycarbonat-Wellplatten für Wände und Dach

8 // Spenglerschrauben zur Befestigung der Wellplatten

9 // Abstandshalter für die Wellplatte auf dem Dach

Blick auf Maries fruchtbaren Gemüsegarten mit einer Vielfalt an verschiedenen Gemüsesorten.

„Insbesondere im Gemüsegarten zu erleben, dass all die Arbeit, die man investiert, sofort sichtbar wird und mit schmackhaften Köstlichkeiten belohnt wird, macht großen Spaß!“

Maries Parzelle hat alles was das Gärtnerherz begehrt: Tomatenhaus, Gemüsebeet, Selbstbewässerungsanlage. Was noch fehlt, sagt Frau Meise, ist ein Gewächshaus. Momentan nutzt sie das Tomatenhaus als Alternative zum Gewächshaus. Das Gewächshaus „Cassandra“ von Gartenhaus-GmbH würde ihr Gartenensemble noch weiter vervollständigen.

Gartenhaus als Alternative zum Tomatenhaus.

Auch im Gewächshaus „Cassandra“ werden Ihre Tomatenpflanzen groß und stark.

Frau Meise zeigt, dass das Gärtnern auch in der Großstadt möglich ist. Alles was man dazu braucht ist der Wille und eine Grünfläche. Mit dieser Überzeugung möchte Marie auch das Jungvolk aus der Großstadt in den Garten zu locken. Mehr dazu können Sie in diesem Blogpost nachlesen.

Wir bedanken uns herzlich bei Marie, die uns einen interessanten Blick in ihren Großstadtgarten und ihr Tomatenhaus gewährt hat.

Bilder: ©FrauMeise ©Gartenhaus-GmbH