Seit einigen Jahren erfreuen sich Solarleuchten im Garten immer größerer Beliebtheit: Sie funktionieren ohne Strom, sind kostengünstig und außerdem sehr flexibel in der Verwendung. Ob für eine gemütliche Atmosphäre, zur Dekoration oder Ausleuchtung – wir zeigen Ihnen, welche Modelle und Designs für welchen Ort im Garten infrage kommen. Drei Experten haben uns außerdem wertvolle Tipps rund um Montage und Pflege gegeben: Sie erklären, was es über Solarlampen mit Bewegungsmeldern zu wissen gibt und wie Solarbeleuchtung auch im Winter funktioniert.

Wo Solarleuchten zum Einsatz kommen

Dekorative Solarbeleuchtung auf der Terrasse

An einem warmen Sommerabend auf der Terrasse sitzen, ein Glas Wein trinken und mit Freunden plaudern – was gibt es Schöneres! Damit die Atmosphäre abends nicht von zu grellem Licht gestört wird, eigenen sich Solarlampen mit einem warmen Schein besonders gut für die Beleuchtung der Terrasse: Sie sorgen für ein gemütliches Flair.

Solarlampe-in-Kugelform

Tagsüber speichert das Solarmodul Sonnenenergie, abends sorgt die Lampe für einen atmosphärischen Lichtschein auf der Terrasse. Foto: lampenwelt.de

Um die Terrasse stimmungsvoll in Szene zu setzen, wählen Sie einfach unter der breiten Auswahl dekorativer Lampen:

  • Solarlampions oder -laternen: Diese können Sie einfach an den Terrassenbalken oder auch am Ast eines nahestehenden Baumes aufhängen. Gerade die bunten Lampions sorgen bei jedem Gartenfest für eine zauberhafte Stimmung!
  • Solar-Lichterketten kommen besonders häufig in der Weihnachtszeit zum Einsatz. Aber auch das restliche Jahr über wirken ihre tollen Lichteffekte, egal ob als Zierde von Sträuchern oder von Terrassenpfosten. Die Lichterketten gibt es übrigens in vielfältigen Formen – wie wäre es beispielsweise mit bunt leuchtenden Schmetterlingen?
  • Auch auf dem Terrassentisch oder in Pflanzgefäßen können Sie mit Deko-Lampen Akzente setzen. Besonders gut gefällt uns als Tischleuchte das „Sonnenglas“ – eine Solarlampe im Einmachglas, die auf jedem Tisch dekorativ wirkt.

 

Sonnenglas-im-Kies

Das leuchtende „Sonnenglas“ zaubert abends eine romantische Stimmung in den Garten. Foto: sonnenglas.net

Solarbeleuchtung für Ihre Beete

Wie schade, wenn die Dunkelheit die schöne Blumenpracht verschluckt! Damit Ihre Beete auch in den Abendstunden zur Geltung kommen, beleuchten Sie sie einfach gezielt mit Solar-Strahlern oder -spots.

  • Mit Punktstrahlern können Sie eine ausgewählte Stelle des Beetes oder einzelne Pflanzen beleuchten.
  • Spielen Sie ein wenig mit der Ausrichtung der Solarspots und beobachten Sie, wie Ihre Blumen am besten zur Geltung kommen. Statt weißem Licht können Sie auch zu Leuchten in verschiedenen Farben
  • Hübsch sehen auch Solarleuchten in unterschiedlichen Designs aus: Etwa eine Lampe in Kugel- oder Würfelform. Einfach an die gewünschte Stelle im Beet setzen und für sich wirken lassen!

 

Kugelleuchten-im-Beet

Mit den richtigen Lampen kann man Pflanzen gezielt in gutes Licht rücken. Foto: solarleuchten24.de

Wegbeleuchtung: Tipps von der Solarleuchten-Expertin

Damit Sie und Ihre Besucher sich auch im Dunkeln problemlos durch den Garten bewegen können, sollten Sie die Wege ausreichend ausleuchten. Dabei ist keineswegs eine Dauerbeleuchtung nötig. Eine praktische Alternative: Solarlampen mit Bewegungsmelder. Dadurch leuchten die Lampen nur bei Wärme- oder Bewegungsreizen. Dabei wird zusätzlich noch der Akku geschont.

Experten-Tipps zu Solarlampen mit Bewegungsmelder
Ein paar wichtige Hinweise zu Solarlampen mit Bewegungsmelder hat uns Solarleuchten-Expertin Gabriele Ritter von solarlichtladen.de mitgeteilt: „Es gibt Solar-Strahler mit Bewegungsmelder in unterschiedlicher Ausstattung. Die Anzahl der enthaltenen LEDs kann variieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die gewünschte Leuchtdauer bei Erfassung einer Person einzustellen. Auch den Leuchtzeitbeginn, ob erst bei absoluter Dunkelheit oder bereits bei Abenddämmerung, können Sie bei machen Strahlern individuell festlegen. Damit ein Solar-Strahler mit Bewegungsmelder auch in kälteren Monaten mit wenig starker Sonneneinstrahlung funktioniert, sollte die Möglichkeit bestehen, den Akku über Strom zusätzlich aufzuladen.“

Auch für Wege, die mitten durch den Garten verlaufen und nicht mehr von den Wandstrahlern am Haus erreicht werden, gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

  • Solar-Standlampen und Sockelleuchten aus Edelstahl oder Aluminium lassen sich in gleichmäßigen Abständen am Wegrand anbringen.
  • Sogenannte Steckleuchten oder Erdspießleuchten können Sie ganz unkompliziert aufstellen – einfach in die Erde oder den Rasen stecken.
  • Solarfackeln sorgen mit ihrem flackernden Licht für besondere Effekte und kommen beispielsweise bei Sommerpartys gern zum Einsatz. Der dekorative Aspekt steht bei ihnen eindeutig im Vordergrund.

Beleuchtung im und am Gartenhaus

Wenn Ihr Gartenhaus oder Blockhaus ebenfalls erstrahlen soll, aber über keinen Stromanschluss verfügt und Sie auch nicht gleich eine Fotovoltaik-Anlage auf das Dach setzen wollen, sind Solarlampen die perfekte Lösung. Gabriele Ritter empfiehlt Solar-Zusatzleuchten für die Innenräume. Das Solarpanel wird dabei außen am Gartenhaus in Richtung Sonne befestigt. Ritter gibt jedoch zu bedenken, „dass dieses Dauerlicht abhängig von einer Aufladung der Akkus am Tage ist. Es sollte möglich sein, dass die enthaltenen Akkus in Monaten mit wenig Sonnenlicht mit Hilfe eines Akku-Ladegerätes nachgeladen werden können.“

Beleuchtung-am-Gartenhaus

Wer im Gartenhaus keine Stromleitung hat, ist mit Solarlampen gut beraten.

Gerade wer sich auch abends gerne vor dem Gartenhaus oder auf der Veranda des Wochenendhäuschens aufhält, will nicht unbedingt im Stockdunkeln sitzen. Wie bei der Terrasse, wirken Laternen oder Lampions auch am Gartenhaus attraktiv: Sie können beispielsweise am Vordach des Häuschens hängend angebracht werden.

Die Geländer von Treppen und Verandas können Sie ebenfalls ins rechte Licht rücken: Unser Terrassendachhaus-70 bietet sich gut dafür an, mit Lichterketten geschmückt zu werden. Diese definieren die Highlights wie Dachterrasse und Außentreppe auch bei Dunkelheit.

Der Solarleuchten-Experte Kai Krzyzelewski von lampenwelt.de empfiehlt für die Anbringung am Gartenhaus beispielsweise einen Außenstrahler mit Bewegungsmelder, dessen Sensor gedreht und geschwenkt werden kann. Bei Kunden beliebt ist laut Krzyzelewski aber auch eine Solar-Standleuchte, für die drei Montagehöhen möglich sind. Mit ihr kann eine Fläche von bis zu 20 Quadratmetern ausgeleuchtet werden. Außerdem ermöglicht ein integrierter Kompass „die perfekte Ausrichtung des Solarpanels nach Süden“.

Solar-Schwimmleuchten und -Unterwasserstrahler für den Gartenteich

Ein Teich ist häufig der Glanzpunkt eines Gartens und viel zu schön, um nur bei Tageslicht betrachtet werden zu können. Abgesehen davon kann es auch unangenehm werden, wenn man bei Dunkelheit im Garten die Orientierung verliert. Wer landet schon gern im Gartenteich?

Abhilfe können Sie auch hier mit verschiedenen Arten von Solarleuchten schaffen:

  • Am Teichrand können beispielsweise Strahler platziert werden, die den Teich in Szene setzen. Auch Pflanzen am Teichrand, wie Ziergräser, kommen durch Strahler gut zur Geltung.
  • Für eine romantische Stimmung sorgen schwimmfähige Solarleuchten: Sie treiben auf der Wasseroberfläche und verzaubern den Teich bei Dunkelheit mit ihren Lichtspielen. Beliebt sind Kugelleuchten, aber es gibt auch Teichleuchten in Form von Seerosen oder Schmetterlingen.
  • Wenn Sie speziell Wasserpflanzen anstrahlen oder den Teich von innen heraus beleuchten wollen, können Sie Solar-Unterwasserstrahler Auch Wasserspiele und Fontänen können so nachts ausgeleuchtet werden.
Solar-Teichbeleuchtung

Stellen Sie sich vor, wie stimmungsvoll es ist, an einem Sommerabend auf der Terrasse oder vor dem Gartenhaus zu sitzen und auf die Wasserfläche zu blicken, die von gedämpftem Licht beschienen wird! Foto: solarlichtladen.de

Wie funktionieren Solarlampen eigentlich?
Solarlampen sind statt mit einem Kabel mit einem eingebauten Akku und einer Solarzelle ausgestattet. Bei korrekter Ausrichtung nehmen die Solarzellen tagsüber Sonnenenergie auf, die im Akku gespeichert wird. Meist besitzen Solarleuchten einen Dämmerungssensor, der das Gerät abends vom Speicher- auf den Leuchtmodus umschaltet. Wer zusätzlich Strom sparen will, sollte Modelle mit einem Schalter wählen, sodass das Gerät manuell ein- und ausgeschaltet werden kann. Üblicherweise beläuft sich die Maximalleistung an Licht auf acht Stunden.

Solarlampen im Winter

Bei der Auswahl von Solarleuchten für den Garten sollten Sie sich überlegen, ob Sie diese ganzjährig oder nur in den wärmeren Jahreszeiten nutzen wollen. Denn „nicht alle Solarleuchten sind für den Betrieb im Winter geeignet“, klärt Ralf Werner von Universal Needs auf. „Die Leuchte selbst stellt dabei weniger ein Problem dar. Aber der oder die Akkus können bei starkem Frost Schaden nehmen.“

Solarbeleuchtung-im-Winter

Viele, aber nicht alle Solarlampen sind wintertauglich.

Umgang mit Teichleuchten

Insbesondere schwimmfähige Solarleuchten sollte man spätestens bei Frost aus dem Teich nehmen. Bei Schwimmkugeln etwa besteht der Körper aus Kunststoff und könnte beim Zufrieren der Wasseroberfläche beschädigt und damit undicht werden.

Unterwasserstrahler dagegen können problemlos auch im Winter im Teich belassen werden, da sie bauartbedingt witterungsunabhängig sind.

Mangel an Sonnenlicht

Ein weiteres Problem stellt der Mangel an Sonnenlicht in der kalten Jahreszeit dar. Da die Panele der Solarlampen weniger Sonnenlicht abgekommen und somit weniger Energie speichern können, kann es in den Wintermonaten im Prinzip zu Einschränkungen bezüglich der Leuchtdauer und Leuchtkraft kommen – muss es aber nicht unbedingt.

Wie kann man dafür sorgen, dass die Solarbeleuchtung auch an dunklen Tagen gut funktioniert? Ralf Werner empfiehlt ganz klar die Akkupflege: Der oder die Akkus sollten alle vier bis sechs Wochen mit einem Ladegerät ent- und wieder geladen werden.“

Wichtig ist außerdem dafür zu sorgen, dass die Solarpanele frei von Laub und Schnee bleiben.

Experten-Tipps rund um die Montage

Bei Solarbeleuchtung steht und hängt alles mit der Sonneneinstrahlung und der richtigen Ausrichtung der Solarmodule. Was es daher beim Aufstellen und Anbringen zu beachten gibt, haben uns die Solar-Experten Ralf Werner, Kai Krzyzelewski und Gabriele Ritter erklärt. Hier ihre Hinweise:

  • Das Solarmodul sollte in Richtung Süden zeigen um möglichst viele Sonnenstunden einfangen zu können.
  • Wichtig ist außerdem, dass der Dämmerungs-Sensor nicht durch externe Lichtquellen (seien es Straßenlampen oder andere Solarleuchten) beeinflusst wird, denn sonst wird die Leuchtleistung der Lampe herunterreguliert.
  • Modelle mit Bewegungsmelder sollten in ausreichender Entfernung zu Pflanzen angebracht sein. Sonst könnten die Pflanzen bei stärkerem Wind den Sensor auslösen.
  • Um sicherzugehen, dass die Beleuchtung auch an Tagen mit geringer Sonneneinstrahlung funktioniert, ist es ratsam, dass die enthaltenen Akkus im Solarpanel durch ein Akku-Ladegerät nachgeladen werden können.

 

Solarstrahler-mit-Solarmodul

Das Solarmodul sollte nach Süden ausgerichtet sein. Foto: iStock/ ©ridgers

Experten-Tipps zur Pflege von Solarlampen

Unsere Experten haben uns außerdem einige Tipps gegeben, wie Sie für eine längere Lebensdauer Ihrer Solarbeleuchtung sorgen können:

  • Die regelmäßige Reinigung des Solarmoduls ist wichtig, damit die Ladeleistung der Solarzelle nicht durch Verschmutzungen herabgesetzt wird. Zur Reinigung verwenden Sie ein weiches und nebelfeuchtes Tuch. Auf chemische Reinigungsmittel sollten Sie verzichten und auch darauf achten, dass die Oberfläche nicht verkratzt wird.
  • Gerade im Winter ist Akkupflege nötig. Dazu laden Sie diesen mit einem Ladegerät in regelmäßigen Abständen (zwischen drei und sechs Wochen) vollständig auf.
  • Teichleuchten sollten alle vier bis sechs Wochen einmal auf Dichtigkeit überprüft werden. Eventuell empfiehlt sich die Leuchte zu reinigen und zu trocknen.
  • Schwimmfähige Solar-Kugelstrahler sind grundsätzlich durch eine enthaltene Gummidichtung ausreichend gegen Feuchtigkeit Für eine lange Lebensdauer ist es dennoch empfehlenswert, diese zusätzlich mit weichem durchsichtigem Silikon zu bestreichen.

Grundsätzlich sollten immer auch die modellspezifischen Hinweise und Anleitungen des Herstellers berücksichtigt werden. Mehr Informationen zur Pflege von Außenleuchten finden Sie hier auf dem Blog von lampenwelt.de.

Schon gewusst?
Ein französischer Physiker entdeckte im Jahr 1839 den photoelektrischen Effekt und schuf damit die Voraussetzung für die Entwicklung der Solarenergie, einschließlich unserer heutigen Solarleuchten.

Man muss Solarlampen nicht extra anschalten – der integrierte Dämmerungssensor steuert, wann Licht benötigt wird und wann nicht.

Ein klarer Vorteil der Solartechnik ist die saubere, umweltfreundliche Stromerzeugung durch Sonnenenergie. Die Solarzellen bestehen meist aus Silizium, das als Siliziumdioxid nach Sauerstoff das zweithäufigste Element in der Erdkruste ist.