Sie sehen ein bisschen urig aus, so märchenhaft naturnah, dass man neidisch werden könnte: Gartenhäuser mit Dachbegrünung, überwachsen von vielerlei Pflanzen und Moosen, die sogar blühen, jahreszeitlich wechselnde bunte Farbtöne annehmen und bei Besuch ganz sicher für den Hingucker-Effekt sorgen!

Nicht nur schön, sondern auch nützlich

Neben dem anheimelnden Effekt des bunten Pflanzenlebens auf dem Gartenhausdach oder Carport hat Dachbegrünung auch ganz praktische Vorteile: Eine Dachbegrünung schützt die Dachhaut, indem sie die UV Strahlen absorbiert und vor Hagel und Frost schützt. Sie sorgt für eine bessere Wärme- und Schalldämmung, so dass es im Sommer kühler und im Winter wärmer bleibt. Will man z.B. Kübelpflanzen im Gartenhaus überwintern, braucht man weniger Strom für die Beheizung, wogegen im Sommer auch bei großer Hitze noch einigermaßen „Wohlfühltemperatur“ herrscht. Ganz nebenbei erspart eine Dachbegrünung auch lästige Reparaturkosten, denn die Installation der Dachbegrünung ist auf Dauer angelegt und schützt das eigentliche Dach gleich mit.

Dachbegrünung: ein ökologischer Gewinn!

Dachbegünung auf einem Gartenhaus

Begrünte Gartenhausdächer sind immer einzigartig: Jede Dachbegrünung sieht anders aus, denn jedes Jahr dominieren andere Sedumarten, andere heimische Gräser und Blüten. Doch nicht nur das Auge, auch die Umwelt hat viel vom grün-bunten Bewuchs: Indem die Oberfläche des Gartenhauses der Natur überlassen wird, gibt man der Umwelt genau jene Fläche zurück, die ihr zuvor durch den Aufbau genommen wurde. Ein Stück Lebensraum für Pflanzen und Tiere entsteht, der mit einem blanken Dach in dieser Form nicht vorhanden wäre. Steht das Gartenhaus in einer städtischen Umgebung, trägt es durch die Begrünung auch zur Luftverbesserung und zum klimatischen Ausgleich bei.

DIY: Dachbegrünung selber machen

Eine Dachbegrünung auf kleiner Fläche selbst auszuführen ist gar nicht so schwierig wie man sich das vorstellt. Auch ohne Vorkenntnisse kann der Aufbau mit dem richtigen Material und einer guten Anleitung in wenigen Schritten gelingen. Wichtig ist, dass das Dach des Gartehauses eine Mindesttraglast von 100kg/m² halten kann. Dies gilt für die sogenannte extensive Dachbegrünung mit niedrigem Bewuchs, die für Gartenhäuser schon aus Gründen des Platzes die richtige Wahl sein wird. Es ist gleichzeitig die häuftigste Art der Dachbegrünung, da die Pflege sehr einfach ist und die zu dieser Form passenden Pflanzen sehr robust sind und quasi „für sich selber sorgen“.

Bitte beachten Sie
Wir können für unsere Gartenhäuser keine allgemeine Garantien oder Freigaben aussprechen. Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf bei einem Fachmann oder einem unserer Servicemitarbeiter, ob eine Dachbegrünung in Ihrem Fall möglich ist. Nutzen Sie dafür gerne unser Kontaktformular.

Dachbegrünung Schritt für Schritt

1.) Planung und Materialien: Die Dachhaut sollte mit einem Vlies und einer Wurzelschutzfolie abgedichtet werden, damit das Dach selbst nicht von den Wurzeln angegriffen werden kann. Nur so hat man die nächsten 20-30 Jahre Freude an der Dachbegrünung, die ja ein Gewinn und kein zusätzliches Problem darstellen soll.
Aufbau einer Dachbegrünung
Bei Carports, die nah am Haus stehen, sollte man im Blick auf evtl. geltende Brandschutzrichtlinien über einen Kiesrandstreifen rund um die Pflanzfläche nachdenken, der gleichzeitig (sofern es ein großes Gartenhaus ist) den Vorteil der Begehbarkeit mitbringt. Des Weiteren sollte man die Abflusssituation planen, beim Gartenhaus wird man das üblicherweise mit einer Regenrinne lösen, die gleich auch noch Regenwasser für den Garten sammeln kann. Sind alle Materialien beschafft, kann es losgehen!

2.) Gartenhausdach reinigen und eine Schicht Vlies auslegen.

graues Flies für die Dachbegrünung

3.) Wurzelfolie auslegen.

Vlies auslegen

4.) Die zweite Vliesschicht auslegen, um die Wurzelfolie zu schützen.

zweite Fliesschicht auf dem Dach

5.) Gegegebenfalls eine Drainagematte auslegen, um später nicht bewässern zu müssen.

Drainagematte wird ausgerollt

 

6.) Abflussvorrichtung anbringen, evtl. mittels Kiesfangleisten oder Kontrollschächten – so wird verhindert, dass der Kies in die Regenrinne gelangt und diese verstopft.

Kiesfangleiste

7.) Eventuell einen Kiesrandstreifen anlegen und

8.) Substrat auf das Dach bringen (wenn möglich per Kranentladung).

Kies und Substrat kommen aufs Dach

 

9.) Substrat gleichmäßig verteilen.

Substrat wird auf den Dach verteilt

10.) Pflanzen setzen, Sprossen ausstreuen oder Samen säen.

11.) Eventuell noch eine hübsche Verkleidung anbringen und dann heißt es: Abwarten

Mit der Zeit wachsen die Pflanzen und nach zirka zwei bis drei Jahren ist das Dach vollkommen zugewachsen.

Von da an kann man sich über mehrere Jahrzehnte an einem Stückchen Idyll erfreuen, das nun keiner weiteren Pflege mehr bedarf.

Samen und Pflanzen einbringen

Sie suchen zusätzliche Inspiration zum Thema Gartenhaus und Gartengestaltung? Schauen Sie doch auf unserem Pinterest-Kanal vorbei. Dort haben wir eine Vielzahl an schönen Boards zusammengestellt.

Folgen Sie uns auch gern auf Facebook, Instagram und Twitter, damit Sie keinen unserer neuen Artikel mehr verpassen.

***

Bilder: ©Firma Magmaar