Kaninchenstall bauen: Einfach und schnell einen eigenen Stall errichten!

Kaninchenstall bauen

Kaninchen erfreuen sich bei Tierfreunden großer Beliebtheit. Um sie im eigenen Garten bzw. im Zuhause artgerecht unterzubringen, muss ein entsprechender Stall gebaut werden. Einen Kaninchenstall gibt es fertig im Handel zu kaufen, man kann ihn aber auch selbst bauen. Worauf bei Letzterem zu achten ist, darüber klärt unser Ratgeber auf.

Kaninchenstall bauen: Pro & Contra Eigenbau

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Wenn Sie einen Kaninchenstall selbst bauen, bekommen Sie ihn genau so, wie Sie ihn haben möchten. Jedes Detail kann ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Vor allem können Sie ihn groß genug bauen, denn die meisten der im Handel angebotenen Kompakt-Ställe sind für eine artgerechte Kaninchenhaltung schlichtweg zu klein.

Ein weiteres, gern genanntes Pro-Argument für den Eigenbau ist stets die Kostenersparnis. Die Marktsituation ändert sich jedoch immer mehr zugunsten der Kaninchenhalter. Es gibt inzwischen Fertig-Kaninchenställe und Bausätze zu kaufen, zu deren Kaufpreis man kaum einen vergleichbaren Stall selbst bauen könnte. Das heißt, dass komplett ausgestattete Fertig-Kaninchenställe heutzutage teilweise kaum noch mehr als das Rohmaterial für einen Eigenbau kosten.

Dem entgegen steht natürlich die Einfachheit des Kaufs. Man weiß genau, was man bekommt, muss sich nicht Planung und Zuschneiden aufhalten und spart insgesamt eine Menge Zeit. Wem sowas aber Spaß macht, dem zeigen wir, wie ein Kaninchenstall zu bauen ist!

Das Kaninchen als Heimtier

Während noch vor wenigen Jahrzehnten die Kaninchenhaltung vorwiegend mit wirtschaftlichen Interessen betrieben wurde, geht der Trend heute immer mehr zu Heimtierhaltung ohne Verwertung der Tiere. Die privat gehaltenen Kaninchen werden heute in der Regel nicht mehr als Nahrungsmittel angesehen, sondern als geliebtes Familien-Mitglied. Hier liegt auch ein wichtiger Grund für die große Nachfrage an Fertig-Kaninchenställen.

Kaninchen sitzt auf demSofa

Für die Heimtierhaltung (aus Liebhaberei) muss der Kaninchenstall vor allem schön sein. Dieser Wunsch nach Ästhetik lässt sich mit den entsprechenden Serie-Produktionen einfach und auch günstig erfüllen. Um ein entsprechendes Aussehen bei selbstgefertigten Kaninchenställen beim Bauen zu erreichen, ist sehr viel Aufwand und Können nötig.

Die passende Größe: Wie viel Platz braucht mein Kaninchen?

In freier Wildbahn deckt ein Kaninchen eine große Fläche ab. Ein weißes Baumwollschwanzkaninchen zum Beispiel hat ein Revier von bis zu 20 Hektar. So viel Auslauf brauchen Sie nicht zu bieten, doch Ihr Kaninchen braucht genug Platz zum Laufen, Springen, Aufstehen und Strecken der Hinterbeine.

Kaninchen brauchen zwei Arten von Platz: einen Wohnbereich und einen Auslaufbereich. Unter Wohnbereich versteht man den Stall, einschließlich eines Nistkastens oder eines anderen Verstecks. Der Auslauf sollte so groß sein, wie es Ihr Platz und Ihr Budget erlauben. Experten empfehlen, dass der Kaninchenstall groß genug sein sollte, um von einem Ende zum anderen „drei Hüpfer“ zu machen.

Unser Tipp: Bauen Sie den Kaninchenstall mindestens drei Meter lang, einen Meter hoch und einen Meter tief.

Diese Richtlinie ist jedoch lediglich als Mindestanforderung zu betrachten. Beim Bauen eines Kaninchenstalls bietet ein größerer Auslauf dem Kaninchen einen sicheren Ort, an dem es sich bewegen, graben, spielen und andere natürliche Verhaltensweisen ausleben kann. Selbst wenn das Kaninchen noch jung ist, erspart Ihnen der Bau bzw. Kauf eines größeren Stalls den Ärger, einen neuen kaufen zu müssen, wenn das Tier heranwächst.

Hase auf Feld isst aus Schüssel

Wissenswertes zum Standort beim Bauen eines Kaninchenstalls

Zunächst einmal sollte ein Standort gewählt werden, der ein gutes Klima begünstigt. Er sollte daher gut wettergeschützt sein vor:

  • Feuchtigkeit und Nässe (Regen, Schnee, Hagel etc.)
  • Direkter Sonneneinstrahlung oder zu hohen Temperaturen durch Hitzestau oder mangelnde Lüftung
  • Wind und Zugluft

Eine besonders effektive Möglichkeit, um den Kaninchenstall wetterfest aufzustellen, ist es, ihn mit der Rückseite an eine (Garten-)Haus– oder Scheunenwand zu platzieren, sodass er von der Wetterseite aus geschützt ist. Ideal ist es, wenn er dabei noch unter einem überstehenden Dach steht.

Eher ins Licht oder in den Schatten?

Die richtige Standortwahl beim Bauen sollte auch ein sinnvolles Maß an Helligkeit im Kaninchenstall gewährleisten. In vielen Kellerräumen gibt es zum Beispiel meistens viel zu wenig Tageslicht. Schön ist es, wenn ein wenig Morgensonne in den Käfig scheinen kann. Bewährt hat sich auch ein Standort unter Laubbäumen (z. B. Obstbäume). Dort haben die Kaninchen im Sommer natürlichen Schatten und im Winter gelangt dafür etwas mehr Sonne an und in den Kaninchenstall.

Laubbaum mit Sonnenstrahlen durch die Krone

Da Kaninchen sehr geräuschempfindlich sind, ist es auch wichtig, nach einem möglichst ruhigem Standort zu suchen. Der Geräuschpegel sollte stets möglichst niedrig sein – maximal 60 Dezibel werden dabei empfohlen. Auch nur zeitweise Lautstärken darüber können für die Kaninchen schädlich sein.

Vorbereitung des Standorts des Kaninchenstall

Der Standort-Boden sollte gut befestigt sein. Der Kaninchenstall benötigt einen stabilen Stand, er darf nicht im Boden einsinken, schräg stehen oder kippeln. Dafür eignet sich ein festes Fundament, das zum Beispiel gepflastert, mit Waschbetonplatten belegt oder selbst mit Beton ausgegossen ist.

Ein guter Standort sollte auch praktisch für den Kaninchenhalter sein und die tägliche Versorgung, Reinigung, Überprüfung und Fütterung der Kaninchen begünstigen. Dementsprechend sollte er nicht zu weit weg und auch bei schlechtem Wetter gut und leicht zu erreichen sein. Dafür sind befestigte (am besten überdachte) Wege sehr hilfreich.

Direkt am Kaninchenstall sollte ausreichend befestigter und trockener Platz vorhanden sein, da sich dort sonst an den täglich beanspruchten Bereichen bei schlechtem Wetter eine Matschkuhle bilden wird. Genauso ist auch eine trockene und geschützte Lagermöglichkeit für Futter, Einstreu, Geräte, Medikamente usw. direkt am Kaninchenstall mit einzuplanen. Für so etwas kann etwa ein Gerätehaus herhalten.

Mehrere Kaninchen im Kägis essen Grashalme

Hasenstall selber bauen: Innenhaltung oder Außenhaltung?

Hier gehen die Ansichten der Kaninchenhalter weit auseinander, was sicherlich auch viel mit den unterschiedlichen Interessen, Zielen (der Kaninchenhaltung) und Werten der Kaninchenhalter zu tun hat.

In der Regel ist ein Standort im Garten bzw. draußen an der frischen Luft und bei ausreichend Tageslicht artgerechter und förderlicher für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kaninchen und dementsprechend der Innenhaltung vorzuziehen. Auch wenn eine Kaninchenhaltung in geschlossenen Räumen für den Kaninchenhalter in mancher Hinsicht praktischer ist, hat ein tierfreundlicher Garten viele Vorteile für das Tier.

Wenn jedoch eine sehr nahe Beziehung zum Kaninchen angestrebt wird, kann wiederum die Innenhaltung sinnvoller sein. Nicht selten sollen die Tiere einen Lebenspartner ersetzen oder bestimmte Funktionen eines Lebenspartners erfüllen, wie zum Beispiel Liebhaben, Kuscheln, Zuhören, oder einfach nur Dasein.

Bauliche Gestaltung & Inneneinrichtung des Kaninchenstalls

Wenn Sie einen Kaninchen- oder Hasenstall selber bauen, ist eine stetige, gute Stallhygiene wichtig für die Krankheitsvorbeugung, damit die Tiere stets gesund und glücklich sind. Dazu dient sie der Geruchsvermeidung und sorgt für die Ansehnlichkeit des Kaninchenstalls, damit der Kaninchenhalter und andere Menschen sich immer am Kaninchenstall und seinen Insassen erfreuen können.

Ein guter Kaninchenstall bzw. Kaninchenkäfig sollte möglichst ideale Bedingungen für die Stallhygiene schaffen. Ein übermäßiges Verunreinigen des Stallinneren durch die Kaninchen kann damit weitgehend vermieden werden. Die tägliche Reinigung sollte möglichst praktisch und einfach gehalten sein. Dazu ist es wichtig, dass Sie stets guten Zugang zu allen Bereichen des Stalls haben und ausreichend große Türen oder aufklappbare Decken vorhanden sind.

Gerätehaus Mollie als Kaninchenstall

Unser Tipp: Neben handelsüblichen Ställen und Käfigen, bieten sich auch Gerätehäuser an, um einen Stall zu bauen.

Die Buchten des Hasenstalls sollten gut erreichbar und einsehbar sein

Die Buchten sollten sich beim Bau eines Kaninchenstalls in einer stimmigen Höhe befinden: Einerseits in Augenhöhe, damit Sie eine gute Einsicht haben, andererseits aber auch nicht zu hoch, damit Sie gut und weit in den Kaninchenstall hineingreifen können. Breitere Buchten sind hier natürlich praktischer als tiefe – je tiefer die Bucht sich nach hinten erstreckt, desto schlechter lassen sich die hinteren Ecken und Ränder reinigen, die häufig besonders beliebte Toilettenplätze sind.

Die Wände, der Boden und die Decke im Kaninchenstall sollten möglichst glatt, die unteren Bereiche der Wände und der Stallboden gut versiegelt und wasserdicht sein. Das erleichtert Reinigung. Außerdem können sich Insekten, Bakterien und andere Schädlinge dann nicht so leicht darin einnisten.

Hasenkäfig von außen im Garten

Die einfache Lösung: Ein Kaninchenkäfig aus unserem Shop!

Wie Sie an den Ausführungen in unserem Ratgeber sehen, ist der Eigenbau eines Kaninchenkäfigs komplexer als zunächst gedacht und durchaus mit einigen Hürden verbunden. Diese können Sie umgehen, indem Sie sich für einen Kaninchenkäfig aus unserem Onlineshop entscheiden. Hier ist alles professionell vorgefertigt und es sind sämtliche Teile enthalten, sodass Ihr Kaninchen sofort nach dem Aufbau einziehen kann. Schauen Sie sich doch gleich einmal um!

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Titelbild: ©iStock/stickytoffeepudding
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/David-Prado, Bild 2: iStock/Nicolas Garrat, Bild 3: ©iStock/AVTG, Bild 4: ©iStock/Bubbers13, Bild 5: ©GartenHaus GmbH, Bild 6: ©iStock/ArtHdesign

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