Was ist eine Sauna? Was ist ein Dampfbad? Wie wirken Sauna und Dampfbad? Welche Gemeinsamkeiten haben sie, wie unterscheiden sie sich? Für wen eignen sie sich und was ist gesünder: Sauna oder Dampfbad? Fragen über Fragen, die wir im Artikel beantworten.

Wer die Wahl hat, hat die Qual? Nicht mit uns! Denn wir geben Ihnen mit unserem Ratgeber „Sauna oder Dampfbad – ein Vergleich“ einen Überblick über beide Wellness-Einrichtungen, so dass Sie eine kompetente Entscheidung für sich treffen können,

  • wenn Sie in einem Wellness-Tempel zum ersten Mal vor die Wahl Sauna oder Dampfbad gestellt werden
  • oder wenn Sie sich eine Wellness-Oase in Ihren eigenen vier Wänden, im Garten oder im Gartenhaus zulegen wollen.

Vorbemerkung

Im Laufe der Sauna-Kulturgeschichte haben die Menschen verschiedene Saunatypen entwickelt. Es gibt demnach im Grunde nicht die eine Sauna, sondern spezielle Saunen, die sich unter anderem nach ihrer Bauweise unterscheiden lassen. Auch die Art und Weise, wie Sie in der jeweiligen Sauna saunieren können, variiert von Saunatyp zu Saunatyp. Um Ihnen die Wahl Sauna oder Dampfbad dennoch zu erleichtern, vergleichen wir im Folgenden den hierzulande meist verbreiteten Saunaklassiker Finnische Blockhaus-Sauna mit einem traditionellen Dampfbad.

Was ist eine Sauna?

Als Sauna wird ein Raum bezeichnet, der von einem passenden Saunaofen (traditionell: Holz- und Ölkessel, neuerdings vorwiegend elektrische Modelle) aufgeheizt wird. Typischerweise herrschen im Saunaraum Temperaturen zwischen 80 und 105 Grad Celsius, seltener bis zu 130 Grad Celsius, wobei sich wegen der kontrollierten Frischluftzufuhr (der Ofen erwärmt die frische Luft unmittelbar und hält so das Temperaturniveau aufrecht) und der daraus resultierenden Luftzirkulation eine natürliche Temperaturschichtung im Saunaraum ergibt: Die Temperaturen steigen im Raum von unten nach oben. Um nach Belieben in den unterschiedlich temperierten Luftschichten zu verweilen, gibt es in den meisten Saunen Sitz- und Liegeplätze auf mehreren Ebenen. So können Sie das zu Ihnen passende Temperaturniveau wählen und jederzeit beliebig wechseln.

Elementsauna Massivholzsauna innen

Saunen gibt es in vielen Varianten: als Innenkabine fürs Wohnhaus, aber auch als Gartensauna oder Fasssauna.

Wie wirkt die Sauna?

Damit wirkt in einer Sauna vor allem die Hitze. Sie heizt Ihren Körper auf: Die Temperatur auf der Haut erhöht sich spürbar auf bis zu 40 Grad Celsius und die Kerntemperatur im Körper steigt um ein, zwei Grad. Auf die höhere Temperatur reagiert der Körper typischerweise mit Stress und der Ausschüttung entsprechender Hormone. Der Kreislauf kommt dabei in Fahrt, die Blutgefäße weiten sich, das Herz pocht schneller, der Blutfluss verdoppelt sich, der Blutdruck sinkt. In der Hitze entspannen auch Ihre Muskeln. Die Durchblutung der Haut und der Schleimhäute (Nase, Mund und Rachen) steigert sich. Der Stoffwechsel steuert mit einer Reaktion gegen die Erwärmung an: Der Körper beginnt zu schwitzen, um den Körper zu kühlen. Das Schwitzen ist einer der Effekte, warum sich der Besuch einer Sauna lohnt. Es reinigt Ihren Körper porentief. Hinzu kommen die Entspannungseffekte für die Muskulatur.

Warum ist die Sauna gesund?

Welche Wirkung der Saunabesuch auf Ihre Gesundheit hat und welche positiven und gegebenenfalls negativen Nebenwirkungen er mit sich bringt, das beschreiben wir Ihnen in unserem Beitrag „9 Gründe, warum die Sauna gesund ist“ hier im Magazin ausführlich. Daher an dieser Stelle nur ganz kurz & knapp der Hinweis, dass ein Saunabesuch nur dann gesund für Sie ist, wenn Sie Ihren Körper nach dem Aufheizen im Saunaraum auch wieder abkühlen, so dass sich die Blutgefäße sofort zusammen ziehen und der Blutdruck steigt. Beides nimmt der Körper als Alarmsignale wahr, woraufhin Adrenalin und andere Hormone ausgeschüttet werden. Beim anschließenden Entspannen schlägt Ihr Herz dann wieder gleichmäßig, kraftvoll und vergleichsweise langsam.

Der sich aus mehreren Saunagängen ergebende Wechsel von Hitze- und Kälteerlebnis mit abschließender Ruhephase trainiert Ihren Körper, was bei regelmäßigen Saunabesuchen die Gesundheit fördert. Die porentiefe Reinigung verbessert das Hautbild. Beides steigert nachweislich das subjektive Wohlbefinden.

Sauna innen

Wie kommt Wasserdampf in die Sauna?

Die Luft in der klassischen Sauna ist demnach heiß und trocken. Um die Luftfeuchtigkeit im Saunaraum zu steigern, kommen sogenannte Aufgüsse zum Einsatz: Dabei wird Wasser auf heiße Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen. Das Wasser verdampft, es wird zu Wasserdampf. Der bewirkt nicht nur feuchtere Luft im Saunaraum sondern auch eine gefühlt höhere Temperatur. Er steigt naturgemäß an die Decke des Saunaraumes und lässt sich im Raum ins Wallen bringen, indem mit Handtüchern in die Luft geschlagen wird. Das Wedeln damit heißt auch Anwedeln.

Dem Wasser, das aufgegossen wird, lassen sich duftende Essenzen (ätherische Öle) zugeben, die das Dampferlebnis und dessen Wirkung verbessern sollen. Mehr dazu erklären wir Ihnen in unserem Beitrag „Saunakultur: Der Sauna-Aufguss“.

Was ist ein Dampfbad?

Ein Dampfbad ist eine spezielle Art von Sauna, die das Aufgießen, also das Verdampfen von Wasser auf den bis zu 500 Grad Celsius heißen Steinen, und damit das Baden im Wasserdampf ins Zentrum des Saunaerlebnisses rückt.
Wer ein Dampfbad betritt, gerät deshalb in ein dichtes Meer aus Dampfwolken. Sie umgeben Ihren Körper wie dichter Nebel, daher wird das Dampfbad auch Nebelbad genannt.

Heute sind verschiedene Dampfbäder bekannt, die ihre Wurzeln überall in der Welt haben, darunter:

  • das Caldarium, das klassische römische Dampfbad
  • der Hammam, das orientalische Dampfbad, auch Türkisches Dampfbad genannt

Frau Hammam Massage

  • die Banja, das russische Dampfbad
  • das Sentō, das japanische Dampfbad
  • das Temazcal, das mexikanische Dampfbad
  • die Inipi, die nordamerikanische Schwitzhütte
  • das irische Dampfbad
  • das sogenannte moderne Dampfbad
  • das sogenannte Softdampfbad
  • das Tylarium, das die traditionelle Sauna und ein mildes Dampfbad kombiniert
  • das sogenannte Biodampfbad

Einige der aufgelisteten Dampfbäder und ihren kulturellen Hintergrund stellen wir Ihnen in unserer Weltreise durch die Saunalandschaft vor.

Wie wirkt das Dampfbad?

Im Dampfbad herrscht aufgrund der Aufgusspraxis eine nahezu 100prozentige Luftfeuchtigkeit. Diese wirkt der natürlichen Verdunstung des Schweißes entgegen, den der Körper als Reaktion auf Hitze absondert. Das Schwitzen kühlt Sie also nicht mehr. Die Luftfeuchtigkeit legt sich vielmehr wie ein Nebel auf Ihre Haut. Das Anwedeln führt zudem dazu, dass die isolierende Luft auf der Oberfläche der Haut mit warmer Luft verwirbelt und der Körper so noch mehr aufgeheizt wird. Damit erhöhen der Aufguss und das Anwedeln des Wasserdampfes das Hitzeerleben im Dampfbad.

Sauna oder Dampfbad

Sauna oder Dampfbad – welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es?

Die Frage Sauna oder Dampfbad ist zunächst klimatisch zu beantworten. Klima ist hier das Ergebnis von im Saunaraum vorherrschender Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Die Temperatur in Sauna und Dampfbad: heiß oder warm

Während in einer klassischen Sauna des Typs Finnische Blockhaussauna hohe Raumtemperaturen zwischen 80 und maximal 130 Grad Celsius herrschen können, ist es in einem Dampfbad deutlich kühler. Hier herrschen etwa 40 bis 50 Grad Celsius.

Die deutlich kühlere Temperatur im Dampfbad empfinden Menschen, insbesondere Sauna-Neulinge und Personen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie Personen mit Atemwegserkrankungen, angenehmer und erträglicher als die Saunahitze.

Die Luftfeuchtigkeit in Sauna und Dampfbad: trocken oder feucht

In einer klassischen Sauna herrscht trockene Hitze vor, die regelmäßig mit Aufgüssen befeuchtet wird. Im Dampfbad kommt die Luftfeuchtigkeit auf maximale 100 Prozent.

Die Frage nach Sauna oder Dampfbad lässt sich aber auch mit der teils unterschiedlichen Wirkung beantworten.

Das Schwitzen in Sauna und Dampfbad: mehr oder weniger

Auch wenn es sich anders anfühlt: Im Dampfbad schwitzen Sie weniger stark als in der Sauna. Der Deutsche Sauna-Bund sagt, die Wirkung von Sauna und Dampfbad auf Gesundheit und Wohlbefinden sei dennoch durchaus vergleichbar. Um die Wirkung von Sauna und Dampfbad überhaupt zu erzielen, gelten demnach auch die gleichen Richtlinien für den Aufenthalt darin, was heißt: Zwei bis drei Durchgänge mit Wechseln von Hitze und Kälte und anschließender Ruhephase pro Besuch, wobei Sie jeweils zwischen acht und zwölf Minuten in Sauna oder Dampfbad verweilen sollten.

Nicht zuletzt ist die Frage Sauna oder Dampfbad bautechnisch beantwortbar, denn insbesondere dann, wenn es darum geht, sich Sauna oder Dampfbad als Wellnesseinrichtung ins Haus zu holen, sollten Sie wissen, was Sie wollen. In unserem Onlineshop finden Sie übrigens eine große Auswahl unterschiedlicher Saunen,

Innensauna, Gartensauna, Fasssauna

Schauen Sie sich nach Saunen in unserem Onlineshop um. Da ist sicherlich auch die Richtige für Sie dabei.

Die baustoffliche Gestaltung von Sauna und Dampfbad

Während der Innenraum der finnischen Sauna traditionell aus Holz gebaut ist, sind Wände und Sitzflächen im Dampfbad gefliest oder mit Stein, Marmor & Co. verkleidet. Allesamt Materialien, die der extrem hohen Luftfeuchtigkeit im Dampfbad widerstehen.

Auch mit dem Aufwand an Energie und Arbeit, den ein Erlebnis in Sauna oder Dampfbad erfordert, können Sie für sich die Frage Sauna oder Dampfbad beantworten: Die große Hitze in der klassischen Finnensauna ist laut dem schon erwähnten Deutschen Sauna-Bund weniger aufwändig zu realisieren als das feuchtwarme Klima im Dampfbad.

Unser Vergleich hat Ihnen das Wesentliche von Sauna und Dampfbad gezeigt, so dass Sie sich jetzt informiert für Sauna oder Dampfbad entscheiden können, wenn die Entscheidung ansteht.

Weitere Inspiration bietet Ihnen unser Pinterest-Kanal. Dort zeigen wir Ihnen viele schöne Boards rund um Sauna, Haus und Garten.

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Titelbild: ©iStock/RossHelen
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