Die Sonne liefert uns in Deutschland durchschnittlich etwa 1.000 Kilowattstunden an Solarenergie pro Quadratmeter im Jahr. Wenn auch Sie Ihr Gartenhaus mithilfe dieser natürlichen Energiequelle ganzjährig effektiv nutzen möchten, dann sind Sie hier genau richtig: In unserem Artikel finden Sie alle wichtigen Infos zum Thema Gartenhaus mit Solaranlage heizen.

Was ist der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik?

Vom Prinzip und der Funktionsweise her sind sich Solarthermie und Photovoltaik sehr ähnlich. Bei beiden Systemen handelt es sich um Solaranlagen, die die Strahlungsenergie der Sonne in eine andere Energieform wie zum Beispiel in Strom (elektrische Energie) oder Wärme (thermische Energie) umwandeln.

Heizen mit Solarstrom

In unserem Artikel über „Photovoltaikanlagen für Gartenhäuser“ haben wir Sie bereits umfassend über die Nutzung und Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage informiert.

Der in den Kollektoren gewonnene Strom kann zum einen in das öffentliche Stromnetz eingespeist und zum anderen für den Eigenbedarf genutzt werden. Mit der aus den Sonnenstrahlen gewonnenen kinetischen Energie kann beispielsweise eine Elektro-Heizung betrieben werden.

Heizen mit Solarthermie

Bei der Solarthermie wird zunächst unterschieden zwischen Systemen zur Warmwasseraufbereitung, oder zur Heizungsunterstützung.

Das Wirkprinzip ist sehr simpel und kann leicht mit einem dunklen Gartenschlauch, der zu lang in der Sonne liegt, verglichen werden. Die Sonnenstrahlen erwärmen die Solarflüssigkeit, welche die Wärme wiederum an einen Speicher abgibt.

Die Anlagen dienen dabei der Unterstützung des eigentlichen Heizsystems eines Hauses. Im Jahresdurchschnitt können hierdurch circa 60 Prozent der gesamten Heizkosten eingespart werden.

Lohnt sich das Beheizen eines Gartenhauses mit Solarthermie?

Da die Strahlungswärme den Energiebedarf im Winter jedoch nicht vollständig deckt und lediglich Anteile daran liefert, ist vom Kauf einer solchen Anlage für Ihr Gartenhaus abzuraten. Der Aufwand und die Kosten lohnen sich für die Größe eines Gartenhauses meist nicht.

gartenhaus Holz mit Solaranlage

Unser Gartenhaus Collin-70, ausgestattet mit einem Solarkollektor.

Vorteile des Heizens mit Solaranlagen

Prinzipiell liegen viele positive Aspekte einer natürlichen Energiequelle klar auf der Hand. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Photovoltaik zur Stromerzeugung, oder Solarthermie zum Heizen handelt.

  • Sonnenenergie ist nachhaltig, kostenlos und unendlich verfügbar
  • Die Investition in eine Solaranlage amortisiert sich nach wenigen Jahren
  • Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen

Weitere Vorteile, die bei einer genaueren Auseinandersetzung mit dem Thema ersichtlich werden:

  • Vielseitige Anbringung und Installationsmöglichkeiten.
  • Beim Einbau ist lediglich darauf zu achten, dass die Komponenten wind- und wettergeschützt sind
  • Die Anlagen haben in der Regel eine Lebensdauer von 25-30 Jahren und sind sehr wartungsarm
  • Flexible Anlagenvergrößerung
  • Die Anlagen arbeiten geräusch- und geruchlos
  • Gesetzlich geregelte Fördermöglichkeiten und günstige Finanzierungsangebote der Kreditinstitute unterstützen die Investition
  • Auch bei Ausfall eines Solar-Systems kann problemlos auf herkömmliche Energiequellen zurückgegriffen werden
  • Im Normalfall bedarf die Errichtung einer Solaranlage keiner Baugenehmigung
  • Bei der Entsorgung entstehen keine giftigen oder gefährlichen Abfallstoffe

Nachteile des Heizens mit Solaranlagen

  • Scharfe Bedingungen bei der Eignung der Dachfläche in Bezug auf Ausrichtung, Neigung, Verschattungsfreiheit und Tragfähigkeit. Wenn Ihr Gartenhaus diese nicht erfüllen kann, muss bei der Energiegewinnung mit Einbußen gerechnet werden.
  • Abhängigkeit von Witterungsbedingung
  • Hohe Investitionskosten: Die Kosten für Solarthermie und Photovoltaik unterscheiden sich hier stark. Solarthermie ist in der Regel wesentlich teurer.
  • Eventuell stören die Kollektoren optisch den Gesamteindruck Ihres Gartenhauses
Dach mit Sonnen Kollektor

Sonnenenergie effizient nutzen: Photovoltaik.

Im Vergleich mit herkömmlichen Heizmethoden

Im Vergleich zu den recht neuen, innovativen und umweltschonenden Solartechnnologien, stehen die wohl gebräuchlichsten und weitverbreitetsten Heizmethoden mit Rohstoffen wie Gas, Holz, und Öl.

Aus den oben aufgezeigten Vorteilen der Solaranlage werden die Nachteile dieses Ressourcenverbrauches schnell deutlich.

Die Anlagen und Öfen warten zwar mit einer extrem hohen Energieausbeute auf, stellen jedoch einen erheblichen Nachteil bei Faktoren wie Betriebskosten, Platzbedarf, Brennstoffpreis, und erhöhten CO2-Emissionen dar.

Fazit – Heizen mit Solaranlagen kann sich lohnen

Dieser Artikel zeigt es klar und deutlich: Wenn auch Sie Ihr Gartenhaus ganzjährig nutzen und gemütliche Stunden darin verbringen wollen, dann stellt vor allem die Photovoltaikanlage eine lohnenswerte Investition dar, bei der Sie nachhaltig Energie gewinnen und langfristig Geld sparen.

Noch offene Fragen? In unseren Artikeln Photovoltaik für Gartenhäuser, die richtige Heizung im Gartenhaus, sowie Holzofen fürs Gartenhaus finden Sie weitere Informationen zu den verschiedenen Heizmethoden für Ihr Gartenhaus.

Bilder: Titelbild: ©istock.com/ LFO62, Bild 1: ©Gartenhaus gmbH, Bild 2: ©istock.com/Alberto Masnovo