Von außen ist es ihnen nicht anzusehen, aber einige heimische Gartenpflanzen sind giftig und stellen somit eine Gefahr dar – vor allem für Kinder und Haustiere. Bevor Sie den Ausbau Ihres Gartens und das Bepflanzen Ihrer Blumenbeete also planen, sollten Sie sich über giftige Pflanzen im Garten informieren. Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über die 10 gefährlichsten Giftpflanzen im Garten und schildern hilfreiche Tipps, wie Sie sich im Falle einer Vergiftung verhalten sollten.

Darauf sollten Sie beim Bepflanzen ihres Blumenbeets achten

Wenn es um das Thema Giftpflanzen geht, denken viele Menschen zuerst an außergewöhnliche Pflanzen in den Tropen. Jedoch gibt es in Bau- und Gartenfachmärkten eine große Anzahl an giftigen Pflanzen, die den heimischen Garten schmücken können. Viele dieser Pflanzen sind hübsch anzusehen und werden deshalb häufig gekauft.

Wer also den Ausbau seines Gartens plant, sollte zunächst überlegen von wem der Garten genutzt werden soll. Wenn dieser ausschließlich von Erwachsenen genutzt wird, ist die Anpflanzung von Giftpflanzen eher unproblematisch. Es ist ratsam diese Pflanzen deutlich sichtbar zu markieren. Wenn sich jedoch auch Kinder und/oder Haustiere im Garten aufhalten, können diese Pflanzen schnell zur Gefahr werden.

Kind Hund Garten

Die Gefährdung, die von Giftpflanzen ausgeht, ist oftmals schwer zu konkretisieren. Der Wirkstoffgehalt kann innerhalb der gleichen Art, von einer Pflanze zur nächsten, stark schwanken. Es kann also sein, dass beispielsweise eine Goldregen Pflanze in Ihrem Garten weitaus giftiger ist als die Ihres Nachbarn.

Wichtig ist auch, dass jeder Mensch anders auf das Gift reagiert und die Pflanzen nicht für jeden Menschen gleich giftig sind. Grundsätzlich ist auch das Risiko einer Vergiftung bei Kindern und Tieren größer als bei Erwachsenen, da Sie die Gefahr nicht erahnen können und von den schönen Blüten oder saftigen Früchte der Pflanzen angelockt werden.

Die 10 gefährlichsten Giftpflanzen im Garten

Wir stellen Ihnen nachfolgend die 10 gefährlichsten Giftpflanzen vor, die häufig in Gärten Platz finden. Natürlich gibt es darüber hinaus noch eine große Anzahl weiterer Giftpflanzen für Menschen, die sich in Ihrem Garten ebenfalls wohlfühlen würden. Deshalb sollten Sie sich bei Ungewissheit im Gartenfachmarkt informieren, bevor Sie eine unbekannte Pflanzenart in Ihren Garten einziehen lassen.

Ebenfalls klären wir Sie über mögliche Vergiftungssymptome auf und geben Ihnen Ratschläge für die Erste Hilfe. Bitte beachten Sie jedoch, dass die hier aufgelisteten Informationen und/oder Erste Hilfe Maßnahmen keinen ärztlichen Rat ersetzen. Sie sollten in jedem Fall eine Giftnotzentrale kontaktieren sollten oder den Notruf 112 wählen.

Eibe: Die älteste Baumart Europas gehört zu den giftigen Gartenpflanzen

eibe strauch

Die Eibe ist die schattenverträglichste und älteste Baumart Europas und kann ein hohes Alter erreichen. Das Gift Taxin, welches in fast allen Teilen der Eibe zu finden ist, kann schlimmstenfalls zum Tod führen.

Besonders die Nadeln und Samen der giftigen Gartenpflanze sind gefährlich und sollten in keinem Falle verzehrt werden. Lediglich der rote Fruchtmantel der Früchte ist harmlos. Wenn der Samen der Eibe verzehrt wird erweitern sich die Pupillen und Probleme mit dem Verdauungstrakt, wie zum Beispiel Erbrechen und Durchfall, setzen ein. Weitere Vergiftungssymptome sind eine rötliche Färbung der Lippen, eine beschleunigte Herzfrequenz, die jedoch wieder rapide abnimmt und schließlich zum Herzversagen führen kann.

Nach dem Verzehr von Pflanzenteilen der Eibe sollte umgehend der Notruf kontaktiert werden. Absichtlich herbeigeführtes Erbrechen ist ratsam, genauso wie eine ausreichende Wasserzufuhr und die Einnahme von Kohletabletten.

Blauregen: Giftige, blaue Blütenpracht

Im Frühling begeistert der Blauregen mit seiner hängenden, blauen Blütenpracht, die sich im Spätsommer in Hülsenfrüchte verwandelt. Zum Verzehr sind diese jedoch nicht geeignet, da es sich beim Blauregen um eine giftige Gartenpflanze handelt.

Giftpflanze Blauregen

Alle Teile der heimischen Giftpflanze können beim Verzehr Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Besonders giftig sind jedoch die Samen und Hülsen. Symptome, die nach dem Verzehr der Pflanzenteile auftreten können sind heftige Kopfschmerzen, geweitete Pupillen, Magenkrämpfe und Durchfall, Übelkeit mit Erbrechen und im äußersten Fall kann es sogar zu einem Kreislaufkollaps kommen.

Wählen Sie zuerst den Notruf und beginnen Sie dann mit Erste Hilfe Maßnahmen. Versorgen Sie die geschädigte Person mit Wasser. Bei Hautkontakt mit der giftigen Pflanze sollte die betroffene Stelle unter fließendem Wasser gesäubert werden.

Oleaner: Heimische Giftpflanze die neugierige Kinder anlockt

Die bunten Blüten des Oleanders schmücken so manchen Garten. Leider locken diese aber auch Kinder an, die von der Pflanze probieren könnten, wenn sie unbeaufsichtigt im Grünen spielen.

In den Blättern ist die Konzentration des Gifts besonders hoch. Äußerliche Vergiftungserscheinungen, die sich durch Rötungen, Juckreiz oder auch Hautreizungen äußern, können durch Hautkontakt verursacht werden. Der Verzehr von nur einem Blatt kann bereits Vergiftungssymptome hervorrufen. Kopfschmerzen, allgemeine Magen-Darm-Beschwerden und Krämpfe sind meist die Folge. Des Weiteren vergrößern sich die Pupillen, der Puls wird schwächer und der Kreislauf wird beeinträchtigt. Der Verzehr einer größeren Menge der Giftpflanze kann zum Tod führen, da das Gift Herzrhythmusstörungen hervorruft, welche zu einem Herzstillstand führen können.

Oleander Strauch Blüten

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei einer Vergiftung durch Oleander besonders wichtig. Verständigen Sie zudem umgehend einen Notarzt.

Thuja: Giftige Heckenpflanze

Die Thuja ist eine sehr beliebte Heckenpflanze und grenzt so manchen Garten ein. Sie gehört aber auch zu den giftigen Pflanzen und deshalb sollten Sie mit Vorsicht an die Thuja herantreten.

Thuja Heckenpflanze

Ein Kontakt mit der Haut reicht bereits aus um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Die Blattspitzen, Zapfen und der Stamm sind giftige Pflanzenteile. Besonders der Verzehr ist gefährlich und kann Vergiftungssymptome wie Reizungen der Schleimhäute, Beschwerden im Magen- und Darmbereich, Nierenschäden, Lähmungen und Krämpfe auslösen. In sehr seltenen Fällen kann eine Vergiftung durch die heimische Giftpflanze zum Tod führen.

Als Erste Hilfe Maßnahme ist es ratsam den Körper mit viel Flüssigkeit zu versorgen, in Form von Wasser oder schonendem Tee. Wichtig ist auch Ruhe zu bewahren und einen Arzt oder den Notruf zu kontaktieren.

Buchsbaum: Pflegeleichte Gefahr

Der Buchsbaum gehört in Deutschland zu den am häufigsten angepflanzten Nutz- und Ziergehölzen, nicht zuletzt, weil er als anspruchsloses Gewächs gilt und nur wenig Pflege benötigt. Jedoch sind die Wurzeln und Blätter bei Verzehr schon in kleinen Mengen sehr giftig.

Alkaliode, wie zum Beispiel Buxin machen den Buchsbaum so gefährlich, da sie als Nervengifte wirken. Symptome einer Vergiftung sind anfängliche Erregungszustände, gefolgt von Krämpfen und Zittern, bis hin zu Lähmungserscheinungen. Begleiterscheinungen sind oft Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Ebenfalls kann der Blutdruck fallen, was im schlimmsten Falle zu Kreislaufkollaps und sogar zum Tod führen kann.

Buchsbaum Rasen

Bei geringer Dosierung kann der Körper die giftigen Stoffe selbst abbauen. Ein Gegengift gibt es jedoch nicht. Sollte es zu einer Vergiftung gekommen sein, sollten Pflanzenteile, die noch nicht verschluckt wurden, sofort ausgespuckt werden und die Giftnotzentrale und/oder der Notruf sollten angerufen werden.

Eisenhut: Die giftigste Pflanze Europas

Der Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas. Das Gift Aconitin ist in allen Teilen der Pflanze zu finden, aber allen voran in den Wurzelknochen. Die tödliche Dosis von Acontinin für einen ausgewachsenen Menschen liegt bei 1,5 bis 5 mg. Für Tiere ist das Gift bereits in kleineren Mengen gefährlich.

Schon bei Berührung der Pflanze wird der giftige Stoff von der Haut aufgenommen und verursacht einen leichten Hautausschlag an der betroffenen Stelle. Bei einer Vergiftung durch Verzehr äußern sich die Vergiftungssymptome zuerst in einem kribbelnden Gefühl in Extremitäten. Danach ist ein Kribbeln im Mund zu spüren. Übelkeit und Erbrechen, starke Schweißausbrüche, Durchfall und schmerzhafte Darmkoliken sind weitere Symptome. Bereits nach 20 Minuten sinkt die Körpertemperatur und weitere 10 Minuten später auch der Blutdruck. Nach 30 bis 45 Minuten kann es bei einer starken Vergiftung zum Tod durch Herzversagen kommen.

Eisenhut Blüten

Sollte es zu einer Vergiftung gekommen sein, rufen Sie sofort den Notruf und danach eine Giftnotzentrale an, die Ihnen Tipps zur Ersten Hilfe geben kann bis der Notarzt bei Ihnen eintrifft.

Engelstrompeten: Der Klang einer giftigen Gartenpflanze

Dank ihrer riesigen Trompetenblüten gehören die Engelstrompeten zu den beliebtesten Kübelpflanzen in deutschen Gärten. Trotz der Schönheit sollten Sie nicht in jedem Garten Platz finden, denn der Verzehr von Samen der Engelstrompete kann lebensgefährlich sein.

Engelstrompeten Blüten

Die tödliche Dosis der Giftpflanze für Kinder liegt bei 15-20 Samen der Pflanze, da diese stark auf das parasympathische Nervensystem einwirken. Die Blutgefäße erweitern sich und der Herzschlag beschleunigt, was Auswirkungen auf den Kreislauf hat. Vergiftungssymptome, die durch die Engelstrompete hervorgerufen werden sind Unruhezustände, Erbrechen, Durchfall, trockene Schleimhäute, Heiserkeit, Sehstören, hoher Puls und Krampfanfälle. Es können auch Halluzinationen auftreten. In jedem Falle kann eine Vergiftung tödlich enden.

Eine wichtige Erste Hilfe Maßnahme ist das Ausspucken von Pflanzenteilen und die Aufnahme von viel Flüssigkeit. Des Weiteren sollten Sie sofort den Notruf wählen und sich bei einer Giftnotzentrale erkundigen wie Sie weiter vorgehen können bis der Notarzt eintrifft.

Narzisse: Eine Giftpflanze, die nicht nur an Ostern blüht

Vielen kennen die Pflanzenart Narzisse auch unter dem Namen „Osterglocke“ oder „Osterglöckchen“. Sie blühen im Frühling und sind ein leuchtender Farbtupfer in jedem Garten.

Auch, wenn es der schönen Zierpflanze nicht anzusehen ist, sind alle Pflanzenteile von Narzissen giftig. Bereits bei Hautkontakt können Vergiftungserscheinungen wie Entzündungen oder Hautausschlag auftreten. Bei Verzehr der Pflanzenteile sind Symptome wie Übelkeit mit Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfe, Lähmungserscheinungen oder sogar Herzrhythmusstörungen und Herzversagen bekannt. Da die Blumenzwiebel der Narzisse leicht mit einer herkömmlichen Küchenzwiebel verwechselt wird, sollten die beiden Sorten getrennt voneinander aufbewahrt werden.

gelbe Narzissen

Informieren Sie sich im Falle einer Vergiftung umgehend bei einer Giftnotzentrale und wählen Sie den Notruf. Als Erste Hilfe sollten Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Herbstzeitlose: Giftige Spätblüher

Colchicin ist das Gift, das die Herbstzeitlose so giftig macht. Zwar ist die bekannteste Art aus der Familie der Zeitlosengewächse häufig auf Weiden zu finden, aber sie ist auch eine beliebte Zierpflanze und schmückt so manchen Garten.

Die schöne Blütenpracht darf jedoch nicht unterschätzt werden. Sämtliche Teile der Pflanze sind giftig, vor allem aber die Samen und Knollen. Der Verzehr ist äußert gefährlich. Schon 2 bis 5 mg der Samen gelten als tödliche Dosis. Nach nur zwei Stunden können die ersten Vergiftungserscheinungen wahrgenommen werden. Sie äußern sich in einem Brennen und Kratzen im Mund- und Rachenbereich, einhergehend mit Schluckbeschwerden. Auch Krämpfe, Erbrechen und Durchfall sind Begleitsymptome. Schließlich hat die Vergiftung Auswirkungen auf den Kreislauf, die sich in geringer Körpertemperatur und schwachem Blutdruck äußern. Nach ein bis zwei Tagen kann dann der Tod durch Atemlähmung eintreten.

Herbstzeitlose Blüten Wiese

Sollte es zu einer Vergiftung durch das Gift einer Herbstzeitlosen kommen, spucken Sie noch nicht verschluckte Pflanzenteile sofort aus und trinken Sie viel Wasser. Danach sollten Sie den Notruf wählen und sich bei einer Giftnotzentrale über Erste Hilfe Maßnahmen informieren.

Tollkirsche: Saftige Beeren, die es in sich haben

Die schwarzen Früchte der Tollkirsche sehen saftig aus, sind jedoch nicht zum Verzehr geeignet! Zwar täuscht der süße Geschmack über die giftige Wirkung hinweg, jedoch sind die Beeren hoch giftig – sowohl für Menschen, als auch für Tiere.

Tollkitsche Früchte

Bei Hautkontakt mit der Pflanze können Rötungen auftreten. Bekannte Symptome einer Vergiftung durch den Verzehr der Beeren sind trockene Schleimhäute, innere Unruhe bis hin zu Halluzinationen. Auch Hyperventilieren und Krämpfe können die Folge sein. Für Kinder liegt die tödliche Dosis bei 3 bis 5 Beeren. Erwachsene können an einem Verzehr von 10 bis 20 Beeren sterben.

Wenn noch nicht alle Beeren verschluckt worden sind, sollten die restlichen Beeren in jedem Fall ausgespuckt werden. Versorgen Sie den Körper außerdem mit viel Wasser. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf oder rufen Sie einen Notarzt.

Giftige Gartenpflanzen: Was tun, wenn es zu einer Vergiftung gekommen ist?

Die sofortige Behandlung hat bei einer Vergiftung höchste Priorität. Wenn noch keine Symptome einer Vergiftung aufgetreten sind, sollten Sie zunächst bei einer Giftnotzentrale anrufen. Dort bekommen Sie fachkundigen Rat, wie Sie weiter vorgehen sollten.

Sind bereits deutliche Anzeichen einer Vergiftung wahrzunehmen, rufen Sie am besten sofort einen Krankenwagen über die Europäische Notrufnummer 112.

Hier finden Sie eine Liste mit den Giftnotzentralen für alle deutschen Bundesländer, Österreich und die Schweiz, die 24 Stunden erreichbar sind.

Bundesland

Notrufnummer

Zuständiges Institut

Baden-Württemberg 0761 – 19240 Vergiftungs-Informationszentrale Freiburg
Mathildenstr. 1
79106 Freiburg
www.uniklinik-freiburg.de/giftberatung
Bayern 089 – 19240 Toxikologische Abteilung
II. Med. Klinik der Technischen Universität MünchenIsmaninger Str. 22
81675 München
www.toxinfo.org
Berlin /
Brandenburg
030 – 19240 Giftnotruf der Charité Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin
www.giftnotruf.de
Bremen

 

0551 – 19240 Giftinformationszentrum-Nord
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
www.giz-nord.de
Hamburg 0551 – 19240 Giftinformationszentrum-Nord
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
www.giz-nord.de
Hessen 06131 – 19240 Beratungsstelle bei Vergiftungen
II. Medizinische Klinik und Polyklinik der Universität Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz
www.giftinfo.uni-mainz.de
Mecklenburg-Vorpommern 0361 – 730 730 Gemeinsames Giftinformationszentrum (GGIZ)
Klinikum Erfurt GmbH
Nordhäuserstr. 74
99098 Erfurt
www.ggiz-erfurt.de/
Niedersachsen 0551 – 19240 Gemeinsames Giftinformationszentrum (GGIZ)
Klinikum Erfurt GmbH
Nordhäuserstr. 74
99098 Erfurt
www.ggiz-erfurt.de/
Nordrhein-Westfalen 0228 – 19240 Informationszentrale gegen Vergiftungen
Universitätsklinikum Bonn
Zentrum für Kinderheilkunde
Adenauerallee 119
53113 Bonn
www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale
Rheinland-Pfalz 06131 – 19240 Beratungsstelle bei Vergiftungen
II. Medizinische Klinik und Polyklinik der Universität Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz
www.giftinfo.uni-mainz.de
Saarland 06841 – 19240 Informations- und Behandlungszentrum für Vergiftungen
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße 100
66421 Homburg/Saar
www.uniklinikum-saarland.de
Sachsen /
Sachsen-Anhalt
0361 – 730 730 Gemeinsames Giftinformationszentrum (GGIZ)
Klinikum Erfurt GmbH
Nordhäuserstr. 74
99098 Erfurt
www.ggiz-erfurt.de/
Schleswig-Holstein 0551 – 19240 Giftinformationszentrum-Nord
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
www.giz-nord.de
Thüringen 0361 – 730 730 Gemeinsames Giftinformationszentrum (GGIZ)
Klinikum Erfurt GmbH
Nordhäuserstr. 74
99098 Erfurt
www.ggiz-erfurt.de/
Österreich +43 (0)1/406 43 43 Vergiftungsinformationszentrale
Gesundheit Österreich GmbH
AKH Leitstelle 6 Q
https://goeg.at/de/VIZ
Schweiz +41 44 251 51 51 Tox Info Suiss
Freiestrasse 16
CH-8032 Zürich
https://toxinfo.ch/

Dank folgender Tipps müssen Sie nicht gänzlich auf Giftpflanzen im Garten verzichten

Sie haben bereits giftige Pflanzen in Ihrem Blumenbeet und möchten auf diese auch nicht verzichten? Kein Problem! Wir zeigen Ihnen Alternativen, mit denen Sie die Pracht der Giftpflanzen bestaunen können und das ganz ohne jegliche Gefahr für Ihre Kinder und/oder Haustiere.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Hochbeet? Dort können Sie gefährliche Giftpflanzen außer Reichweite Ihrer Kinder anpflanzen. Legen Sie dazu das Hochbeet auf einer Höhe an, die Ihre Kinder erst erreichen, wenn Sie die Gefahr, die von den Pflanzen ausgeht, kennen und einschätzen können.

Ein Hochbeet verwehrt nicht nur Ihren Kindern den Kontakt mit Giftpflanzen, sondern schont zudem auch noch Ihren Rücken. An welcher Stelle in Ihrem Garten ein Hochbeet Platz finden kann, können Sie in unserem Artikel So sieht der perfekte Hochbeet Standort aus nachlesen.

Wenn Sie einen oder mehrere Hunde haben, werden auch diese durch ein Hochbeet an Kontakt mit den Giftpflanzen gehindert. Bedenken Sie aber, dass ein Hochbeet kein sicherer Anpflanzort ist, wenn Sie eine Katze haben, da Katzen ohne Probleme auf das Hochbeet springen können.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, bietet sich die Aufbewahrung der Pflanzen in einem Gewächshaus an. Dieses kann verschlossen werden und so können Sie sicherstellen, dass keines Ihrer Kinder oder Tiere in die Nähe der gefährlichen Pflanzen kommt.

Darüber hinaus ist ein großer Vorteil eines Gewächshauses, dass Sie über die Gartensaison hinaus Ihre Lieblingspflanzen anpflanzen können und sich auch im Winter an der Blütenpracht erfreuen können.

Heimische Giftpflanzen, von denen eine geringere Gefahr ausgeht

Neben den 10 gefährlichsten Giftpflanzen im Garten gibt es selbstverständlich noch weitere Pflanzenarten, die zwar sehr beliebt sind, aber trotzdem giftig für Menschen und Tiere sind. Obwohl die nachfolgenden Gewächse nur gering gesundheitsschädigend sind, sollten besonders Kinder vor Kontakt mit den Giftpflanzen geschützt werden.

Hortensien: Fassettenreiche Ziersträucher

Hortensien blühen in den unterschiedlichsten Farben. Je nach Beschaffenheit des Bodens kann die Blütenpracht weiß, rosa, rot, blau oder gelb aufblühen. Die Frage, ob Hortensien giftig sind, lässt sich mit einem „Ja“ beantworten. Die Konzentration des Giftes ist aber grundsätzlich sehr schwach. Für Tiere wie Pferde, Hunde und Katzen ist die Pflanze ebenfalls giftig. Sowohl vom Verzehr, als auch vom Rauchen der Pflanzenteile wird ausdrücklich abgeraten!

Glanzmispel: Immergrüne heimische Giftpflanze

Das ganze Jahr über kann man sich an der Glanzmispel erfreuen. Das immergrüne Laubgehölz wird vor allem als Heckengewächs verwendet und grenzt so manches Grundstück ein. Besonders bekannt ist die Sorte „Red Robin“, da sie durch ihre roten Blätter zu einem Hingucker wird. Nach der Blüte wachsen saftige Beeren an der Gartenpflanze, aber diese sind giftig. Generell wird die Pflanze als gering giftig eingestuft, jedoch ist von einem Verzehr der Beeren strengstens abzuraten.

Afrikanischer Tulpenbaum: Giftpflanze für Mensch und Tier

Afrikanischer Tulpenbaum

Die schönen Blüten des afrikanischen Tulpenbaums täuschen über die Tatsache hinweg, dass es sich bei diesem Gewächs um eine giftige Pflanze für Menschen und Tiere handelt. Alle Pflanzenteile sind toxisch und schon der bloße Hautkontakt kann Vergiftungssymptome auslösen. Deshalb sollten bei der Pflege der Pflanze stets Handschuhe getragen werden. Primär sind die Giftstoffe in der Rinde enthalten, weshalb vor allem Vorsicht geboten werden sollte, wenn der Baum verletzt ist und ausblutet.

Japanischer Feuerahorn: Blütenpracht aus Fernost

Der japanische Feuerahorn ist vor allem im Herbst eine echte Augenweide, wenn sich seine Blätter orange bis rot färben. Das Gewächs stammt aus den Bergen Japans, aber es schmückt schon seit Jahrzehnten unsere heimischen Gärten. Traditionell werden aus jeglichen Arten des Ahorns Lebensmittel gewonnen, wie zum Beispiel Ahornsirup. Eine giftige Pflanze für Menschen ist er zwar nicht, jedoch kann er von giftigen Pilzen bewachsen sein.

Japanischer Feuerahorn

Nun wissen Sie, welche Pflanzen Sie besser nicht in Ihr Blumenbeet einziehen lassen sollten, wenn Ihr Garten auch von Kindern oder Tieren genutzt wird. Die aufgezeigten Alternativen bieten aber die Möglichkeit der Umsiedlung Ihrer Giftpflanzen, damit Sie auf die schöne Blütenpracht dieser Pflanzen nicht gänzlich verzichten müssen.

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Titelbild: ©Gartenhaus GmbH
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