Sie wünschen sich einen Zaun? Und fragen sich, was besser ist: ein Zaun aus Holz oder ein Zaun aus Metall? Wir stellen Ihnen hier beide Zaunmaterialien vor und erklären Ihnen die Vor- und Nachteile von Holzzäunen und Metallzäunen. Nach der Lektüre unseres Artikels wissen Sie über Holz und Metall als Zaunmaterial bestens Bescheid und können sich für das eine oder andere Material entscheiden.

Sie haben sich für einen Zaun – und damit gegen eine Hecke – entschieden. Vielleicht, weil Sie an der Grundstücksgrenze klare Kante zeigen wollen. Oder, weil Sie Ihr Grundstück schnell effektiv einfrieden und nicht über Jahre erst eine Hecke heranziehen wollen.

Anders als eine heranwachsende Hecke erfüllt ein Zaun seine Aufgaben schließlich schon von dem Moment an, in dem er aufgestellt worden ist: Ein Zaun dient Ihnen als Grenzmarkierung für Ihr Grundstück. Er zeigt Ihren Besitz an, grenzt Haus, Hof und Garten ein und dient deren Schutz. Der Zaun erschwert zumindest und verhindert bestenfalls, dass Menschen und Tiere Ihr Grundstück unbefugt betreten, Ihr Eigentum zerstören oder stehlen. Der Zaun ist aber auch Ihrem eigenen Nachwuchs oder Haustier eine Barriere auf dem Weg in die verlockende Freiheit dahinter.

Je nach Zaunmaterial und Bauweise des Zauns kann er Ihnen auch Sichtschutz bieten: Die Blicke neugieriger Passanten oder Nachbarn bleiben bestenfalls außen vor – und Sie und Ihre Lieben haben Ruhe. Ein Zaun kann auch vor Wind und Wetter schützen, wenn er entsprechend strategisch aufgestellt wird.

Zaun: Welches Material eignet sich?

Holz und Metall – das sind zwei Materialien, die das Zeug zum Zaun haben. Deshalb stellen wir Ihnen die beiden Zaunmaterialien im Folgenden ausführlich vor. Dazu informieren wir Sie auch über zwei alternative Zaunmaterialien zu Holz und Metall: Kunststoff und WPC (Wood Plastic Composite, ein Werkstoffverbund aus Kunststoff und Holz).

Gartenzaun aus Holz

Zaun Material Holz – die Vor- und Nachteile von einem Holzzaun

Seit Jahrtausenden zäunt der Mensch sein Hab und Gut mit Holz ein. Holzzäune gibt es in allen Regionen dieser Welt: Je, nachdem regional verbauten Holz und dessen Holzeigenschaften entstanden so unzählige Zauntypen. Zu den beliebten Holzzäunen gehören die Zauntypen:

  • Jägerzaun (Scheren- oder Kreuzzaun): Holzzaun aus sich kreuzenden Halbrundprofillatten, in der Regel vormontiert als Zieharmonika-Elemente
  • Latten-/Staketen-/Bretterzaun: senkrecht stehende, rechteckige oder runde Holzlatten, die jeweils an waagerechten Trägern montiert werden
  • Palisaden-/Bohlenzaun: senkrechte Palisaden mit rohrförmigen oder rundem, vollen Querschnitt
  • Flechtzaun

Auch hierzulande ist Holz ein beliebtes Zaunmaterial. Werfen Sie einen Blick in unseren Onlineshop, um einen Eindruck von der Vielzahl und Vielfalt von Holzzäunen zu bekommen, die Sie kaufen können.

Holz punktet als Zaunmaterial vor allem mit seiner warm wirkenden Optik, die sich aus der Natur der Sache ergibt: Holz wächst natürlich heran – jeder Zaunpfahl, jede Zaunlatte ist ein Unikat und bleibt trotz Verarbeitung immer Teil der Natur. Das ist auch der Grund, warum ein Holzzaun sich prima in das Gesamtbild von Garten & Co. integrieren lässt.

Zaun Holz rot

Wem die natürliche Holzfarbe nicht als Zaunfarbe gefällt, der kann einen Holzzaun in der gewünschten Farbe streichen.

Von großem Vorteil ist der günstige Preis von Holzzäunen. Im Vergleich zu einem Metallzaun ist ein Holzzaun deutlich günstiger zu haben.

Den genannten Vorteilen des Zaunmaterials Holz stehen einige Nachteile gegenüber. Dazu gehört die Anfälligkeit des Baustoffs Holz

  • gegenüber den Einflüssen von Witterung (Hitze, Kälte, Frost, Trockenheit, Feuchtigkeit)
  • und gegenüber Schädlingsbefall.

Wobei es einen Unterschied macht, aus welchem Holz der Holzzaun ist. Denn jede Holzart bringt Ihren spezifischen holz eigenen Holzschutz mit, der aus der Holzhärte, Holzdichte, Festigkeit und dem Verlauf der Holzfasern ebenso resultiert, wie aus dem Vorhandensein bestimmter chemischer Verbindungen, die Wasser und/oder Schädlinge abweisen. Es gilt, dass hartes Holz widerstandsfähiger als weiches Holz ist.

Schädlinge ebenso wie Wind und Wetter verkürzen die Lebensdauer eines Holzzauns teilweise erheblich. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Holzzaun haben, braucht dieser einen passenden Holzschutz. Dass Sie ihm diesen regelmäßig verpassen müssen, wird dem Holzzaun häufig als Nachteil angekreidet – schließlich kosten Holzschutzmittel extra und Ihr Aufbringen macht Arbeit.

Unser Tipp: Der Holzschutz für Ihren Holzzaun sollte mindestens alle drei Jahre aufgefrischt werden. Gleiches gilt für die Zaunfarbe. Einmal im Jahr ist es ratsam, den Holzzaun auf Schädlingsbefall hin zu checken und sofort zu handeln, falls Sie dabei einen Schaden entdecken. Falls nötig, entfernen Sie von Schädlingen befallene Holzteile des Zauns sofort und ersetzen Sie diese mit neuen. Daher ergibt es Sinn, beim Zaunbau die eine oder andere Zaunlatte aufzuheben und als Reserve zu lagern.

Für alle Verbraucher mit handwerklichem Geschick ist ein weiterer Vorteil, dass sich ein Holzzaun in DIY-Manier auch leicht selbst aufbauen lässt – entweder Marke Eigenbau oder als vorgefertigter Bausatz aus dem Handel.

Gartenzaun Eisen spitz

Zaun Material Metall – die Vor- und Nachteile von einem Metallzaun

Anders als ein Holzzaun mit seiner warmen, natürlichen Optik wirkt ein Metallzaun eher kühl. Meist bestehen Metallzäune aus den Materialien Stahl oder Aluminium.

Auch Metallzäune können Sie in unserem Online-Shop in großer Auswahl kaufen. Die Oberflächen von Metallzäunen sind oft veredelt, zum Beispiel eloxiert, mit Kunststoff beschichtet oder pulverbeschichtet. Dank dieser Verarbeitung kann fast nichts mehr dem Zaunmaterial Metall etwas anhaben. Noch robuster ist das Zaunmaterial Metall, wenn es feuerverzinkt ist. Dann widersteht es jedem Wetter und Sie haben Rost nicht zu befürchten.
Ein Metallzaun ist im Vergleich zum Holzzaun im Preissegment höher angesiedelt.

Das Aufstellen eines Metallzauns macht meist mehr Arbeit, als das eines Holzzauns. Es ist ratsam, sich dazu helfende Hände zu holen.

Beliebte Metallzäune

Zu den beliebten Metallzäunen gehören die Zauntypen:

  • Maschendrahtzaun
  • Stabmattenzaun und Doppelstabmattenzaun
  • schmiedeeiserner Zaun

Zaun Material: Holz oder Metall – eine kleine Entscheidungshilfe

Ob Sie einen Zaun aus Holz oder Metall kaufen, das hängt zuallererst davon ab, welche Ansprüche Sie an den Zaun stellen. Hier ist es insbesondere der gewünschte Sichtschutz, der für einen Zaun aus Holz und gegen einen Zaun aus Metall spricht.

Denn Zäune aus Metall wie ein Maschendrahtzaun oder ein schmiedeeiserner Zaun sind selten blickdicht. Deshalb werden Sie traditionell mit Hecken kombiniert. Moderne Metallzäune bekommen blickdichte Zaunelemente aus Holz oder Stein (Stichwort: Gabionen), um den gewünschten Sichtschutz zu erzielen.

Ansonsten gilt: Ein Metallzaun bedeutet in der Regel eine höhere Investition bei der Anschaffung, dafür haben Sie damit kaum Arbeit. Einmal aufgestellt, steht Ihr Metallzaun viele Jahre, ohne dass Sie sich groß darum kümmern müssen.

Wer sparen will und deshalb zu einem Zaun aus dem Material Holz greift, der sollte mit dessen regelmäßiger Pflege und Wartung rechnen, und den Kosten, die für Holzschutzmittel und Farbanstriche draufgehen.

Alternative zu Zäunen aus Holz und Metall: Kunststoffzäune und WPC-Zäune

Sie können auch einen Zaun aus Kunststoff oder WPC aufstellen.

Vor- und Nachteile von Zäunen aus Kunststoff

Meist kommt für einen Kunststoffzaun der Kunststoff PVC, also Polyvinylchlorid, zum Einsatz, der zu Zaunlatten-Elementen verarbeitet wird. Wissen müssen Sie, dass ein Kunststoffzaun oft teuer als ein Holzzaun ist. Dafür braucht ein Kunststoffzaun vergleichsweise wenig Zuwendung (Pflege und Wartung) – ein Mal im Jahr mit Schwamm und Wasser putzen, das reicht oft schon aus. Allerdings reagiert Kunststoff auf UV-Licht, Wärme, Kälte & Co.: Er wird mit der Zeit spröde, verändert Form und Farbe. Weil Kunststoff ein leichter Werkstoff ist, lässt sich ein Zaun daraus recht unkompliziert aufbauen. Aber: Kunststoff hat eine vergleichsweise schlechte Klimabilanz, denn er wird aus fossilem Erdöl gefertigt.

Vor- und Nachteile von Zäunen aus WPC (Wood Plastic Composite)

Das Rezept für das Zaunmaterial WPC lautet: 70 Prozent Holz (Holzfasern und/oder Holzmehl) und 30 Prozent Kunststoff (sortenreine Industriepolymere). WPC gilt als recycelbar, seine Klimabilanz ist damit recht gut. Von großem Vorteil ist, dass ein Zaun aus WPC sich optisch kaum von einem Holzzaun unterscheidet. Dafür ist WPC robuster als Holz, denn der Werkstoffverbund reagiert weniger auf Witterungseinflüsse. Holztypische Reaktionen wie Risse und Ähnliches haben Sie bei einem Zaun aus WPC nicht zu befürchten. Anders als ein Kunststoffzaun bleibt WPC auch bei großer Hitze in Form. Und Pflege- und Wartungsmaßnahmen sind bei einem WPC-Zaun unnötig.

Zaun aus Holz oder WPC – was ist besser?

Sie wünschen einen Zaun in Holzoptik, der pflegeleicht und wartungsarm ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf einen Holzzaun, sondern auf einen WPC-Zaun fallen. Denn der bietet Ihnen holz ähnliche Optiken in verschiedenen Holzfarben und verlangt weder großen Pflege- noch Wartungsaufwand. Allerdings kostet sie das Weniger an Aufwand, aber bei der Anschaffung mehr.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag: Holz oder WPC – was ist besser?

Sie wünschen weitere Informationen zum Zaun planen und bauen? Dann empfehlen wir Ihnen die Lektüre unserer folgenden Artikel:

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Titelbild: ©iStock/theresajam1
Artikelbilder:  Bild 1: ©iStock/Wuka; Bild 2: ©iStock/Dovapi; Bild 3: ©iStock/balticboy