Unser Ratgeber informiert Sie über alles Wissenswerte zum Zaun aufbauen. Wir stellen Ihnen in einer Zaunkunde gängige Zaunarten und zugehörige Zauntypen vor. Dazu bekommen Sie Hinweise zum Aufbau verschiedener Zaunarten von uns verbunden mit praktischen Tipps, die Sie beim Zaun selber aufbauen beherzigen sollten, damit Ihr DIY-Zaunaufbau gelingt.

Kleine Zaunkunde: Zaunarten und Zauntypen

Die Zahl der heute bekannten Zaunarten und zugehörigen Zauntypen ist groß. Nicht ohne Grund: Schließlich begleiten uns Zäune als Grenzmarkierung, Einfriedung und Schutzwall seit Menschengedenken. In jedem Winkel der Erde haben die Bewohner Zäune aus den ihnen zur Verfügung stehenden Materialien errichtet, ihre Vielfalt ist immens. Wir beschränken uns in diesem Ratgeber deshalb auf Zaunarten, die sich in unseren Breiten bewährt haben.

Wenn Sie sich für originelle Zäune interessieren, lesen Sie unbedingt unseren Magazinbeitrag „Originelle Zäune: Tipps zum Zaun gestalten für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis“, um sich inspirieren zu lassen.

Gängige Zaunarten und Zauntypen im Überblick

Für einen Überblick über Zaunarten und Zauntypen lassen sich Zäune auf unterschiedliche Weise unterteilen. Zum Beispiel

  • nach ihrer Beschaffenheit in Zäune aus Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff, wobei die Werkstoffe allein oder kombiniert zum Einsatz kommen können
  • nach ihrem typischen Aufbau in Zäune wie Lattenzaun, schmiedeeisernen Zaun, Maschendrahtzaun
  • oder nach ihrem Einsatzzweck in Zäune wie Gartenzaun, Sichtschutzzaun, Koppelzaun oder Gehegezaun

Unsere nachfolgende Zaunkunde haben wir nach den gängigen Zaunmaterialien geordnet, wobei der eine oder andere Zauntyp sich auch aus verschiedenen Materialien und Materialkombinationen errichten lässt, so dass er mehrfach auftaucht.

  • Typisch Holzzaun:

Holz ist ein Naturprodukt. Ein Zaun daraus unterliegt der natürlichen Verrottung, wobei sich diese mit geeigneten Holzschutzmaßnahmen hinauszögern lässt. Zu en hierzulande bekannten Holz-Zauntypen gehören der

  • Jägerzaun (auch Scherenzaun oder Kreuzzaun genannt; etwa 80 Zentimeter hoch; Zaunlatten sind oben zugespitzt und jeweils zwei Latten werden nebeneinander wie Xe an zwei Querbalken fixiert)
  • Flechtzaun (es gibt senkrechte und waagerechte Flechtzäune, als Flechtmaterial dienen meist Weidenzweige, die zwischen die Zaunlatten geflochten werden )
  • Lattenzaun (mit Holzlatten bewehrte Querbalken zwischen Zaunpfählen)

Spannendes zum Aufbau eines Lattenzauns aus Holz erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber „So planen Sie Ihren Zaun“.

  • Staketenzaun (wie Lattenzaun gebaut, doch an Stelle der Latten werden Staketen benutzt, die im Querschnitt nicht rechteckig wie Latten sondern quadratisch oder rund und zudem oben abgeschrägt sind)
  • Schrankzaun (ein 1,5 bis 2 Meter langes Paar Holzstecken wird als „Schere“ in den Boden geschlagen, um dann gespaltene Stangen oder Latten einzulegen)
  • Typisch Kunststoffzaun:

Zaunlatten & Co. aus Kunststoff sind baugleich zu denen aus Holz oder Metall. Sie bringen die Vorteile von Kunststoff in den Zaun: Sie sind langlebiger und wetterfester als Holz- sowie leichter als Metallbauteile. Reinigung und Pflege eines Kunststoffzauns sind ohne großen Aufwand machbar. Besonders praktisch als Zaunbau-Werkstoff ist der Verbundwerkstoff WPC, der sich auch als Terrassenboden bestens bewährt. Große klare Kunststoffscheiben (Fenster-Kunststoff) lassen sich sogar in Zäunen verbauen, zum Beispiel als spezieller Windschutzzaun um eine Terrasse herum. Gängige Kunststoffzauntypen sind der:

  • Lattenzaun (siehe oben)
  • Staketenzaun (Staketenzaun)
  • Flechtzaun (vorgefertigte Zaunelemente aus geflochtenem Polyrattan in verschiedenen Farben sorgen für die Flechtoptik)

Gartenzaun Eisen spitz

  • Typisch Metallzaun:

Auch der Werkstoff Metall hat zu Zäunen verarbeitet lange Tradition. Der geschmiedete Eisenzaun gilt als Klassiker unter den Metallzäunen. Er zeugt von der kunstvollen Handarbeit des Schmiedehandwerks. Allerdings ist Eisen anfällig für Korrosion und benötigt daher entsprechenden Rostschutz, der regelmäßig aufgebracht werden muss. Nicht weniger berühmt, aber wesentlich einfacher in der Optik ist der Maschendrahtzaun aus korrosionsgeschütztem Drahtgeflecht. Alternativ zum Metall Eisen findet das Leichtmetall Aluminium heute Anwendung als Material zum Zaun aufbauen. Alu rostet nicht und lässt sich einfach verarbeiten. Auch Stahl hat das Zeug zum Zaunbauwerkstoff, verzinkt oder pulverbeschichtet ist er ausreichend vor Korrosion geschützt. Als gängige Metallzaun-Typen sind zu nennen:

  • Schmiedeeiserner Zaun/Schmiedezaun (handwerklich aufwendig geschmiedeter Zaun mit traditionell vielen Ornamenten und meist Zaunspitzen oder Zierkugeln; moderne Schmiedezäune wirken dagegen schnörkellos und geradlinig)
  • Stabmattenzaun (auch Gittermattenzaun oder kurz: Mattenzaun genannt; geradlinig oder geschwungen zu Matten verwobene volle, quadratische oder rechteckige Metallstäbe) in zwei Ausführungen:

stabmattenzaun

  1. Einstabmattenzaun (auch Einfachstabmattenzaun genannt; besteht aus jeweils einem waagerechten und einem senkrechtem Metallstab, verbunden mit Punktschweißverfahren)
  2. Doppelstabmattenzaun (wie Einstabmattenzaun aber: jeweils zwei waagerechte und zwei senkrechte Metallstäbe)

Unser Tipp: Handelsüblich sind zwei Typen von Stabmattenzäunen, die mit jeweils einer Zahlenkombination gekennzeichnet sind: 6-5-6 bedeutet, dass die waagerechten Metallstäbe 6 Millimeter (mm) und die senkrechten 5 mm stark sind. Analog heißt 8-6-8, dass die waagerechten Stäbe 8 und die senkrechten 6 mm stark sind.

  • Maschendrahtzaun (das Drahtgeflecht gilt als besonders billig, flexibel und montagefreundlich)

Sichtschutz aus Gabionen

  • Typisch Zaun im Materialmix:

Für spannende Optiken sorgen moderne Materialmixe bei Zäunen: Metall plus Holz, Kunststoff oder Stein erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Gängige Zaunbeispiele dieser Kategorie sind:

  • Metallzäune mit Einsätzen aus Holz oder Kunststoff (zum Beispiel: Polyrattangeflecht, WPC)
  • Holzzäune mit Kunststoffeinsatz (zum Beispiel: Polyrattangeflecht, WPC)
  • Gabionen (Metallgitterkonstruktionen mit Steinfüllung)

Zaun selbst aufbauen – so machen Sie es richtig

Lesen Sie jetzt, wie Sie einen Zaun selbst aufbauen können und was Sie dabei beachten sollten. Unsere kleine Zaunbau-Hilfe startet mit dem Holzzaun.

Zaun aus Holz aufbauen: Das sollten Sie beachten

Ein einfacher Holzzaun, zum Beispiel ein Fertigzaun aus unserem Onlineshop ist mit wenigen Handgriffen aufgestellt. Mitunter können Sie die Zaunfelder vorab zusammenbauen, so dass Sie diese anschließend als Ganzes nur noch zwischen die Zaunpfähle montieren müssen.

Unser Tipp: Benutzen Sie für die Zaunmontage unbedingt Schrauben & Co. mit Korrosionsschutz, am besten aus Edelstahl.

Schritt 1: Vorarbeiten

Behandeln Sie sämtliche Holzbauteile Ihres Zauns unbedingt vor dem Zusammenbau mit passenden Holzschutzmitteln, so dass alle Kanten und Seiten davon geschützt werden. Den Verlauf des Zauns markieren mit Hilfe einer Richtschnur.

Zaun voranstrich

Unser Tipp: Bedenken Sie auch ein gegebenenfalls vorhandenes Geländegefälle! Es ist besser, einen Höhenunterschied über den gesamten Zaun hinweg auszugleichen, als das letzte Zaunfeld höher als alle anderen zu setzen.

Schritt 2: Pfostenträger und Pfosten installieren

Aus Holzschutzgründen und der Stabilität wegen gehören hölzerne Zaunpfähle, die auch Zaunpfosten genannt werden, in sogenannte Pfostenträger beziehungsweise Pfostenschuhe. Diese müssen mit Hilfe der Wasserwaage auf den Untergrund (Punktfundament aus Beton) aufgebracht, ausgerichtet und dort fixiert werden, bevor Sie dann die Pfosten einstellen, ausrichten und befestigen.

verschiedene Fundamentfüße und Pfosten

Unser Tipp: Pro Fundamentpunkt sollten Sie eine Fundamentgrube mit den Maßen 35 mal 35 Zentimeter (cm) und 80 cm Tiefe = Frosttiefe  ausheben, um ein späteres Auffrieren des Fundaments zu vermeiden.

Schritt 3: Zaunfelder montieren

An die Pfosten kommen dann sogenannte L-Beschläge, pro Zaunfeld vier bis sechs, so dass sich zwei bis drei pro Seite an den Pfosten befinden. Daran sind die vom Zaunhersteller oder von Ihnen vormontierten Zaunfelder wie vorgeschrieben anzubringen.

Tipp: Zu vielen Zäunen können Sie das passende Zauntor direkt kaufen. Beim DIY-Zaun können Sie an der gewünschten Stelle im Zaun statt der L-Beschläge passende Scharniere montieren und das Zaunfeld an einer Seite beweglich fixieren, so dass es als Zauntür fungiert.

Metallzaun aufbauen: Das sollten Sie beachten

In unserem Onlineshop finden Sie auch aus Metallzäune, die Sie nur noch an Ort und Stelle zusammensetzen müssen. Zum Zaunbausatz gehören üblicherweise einsatzbereite Zaunpfosten und Zaunfelder sowie die passenden Verbindungsmaterialien. Anders als beim Metallzaun selbst aufbauen in DIY-Manier, wo viele Schweißarbeiten anfallen, brauchen Sie beim Fertigzaun aus Metall nicht zu schweißen. Zum Metallzaun aufbauen folgen Sie am besten den Arbeitsschritten, die wir beim Holzzaun aufbauen beschrieben haben.

Sichtschutzzaun aufbauen: Das sollten Sie beachten

Ein frei stehender Sichtschutzzaun wird ähnlich aufgebaut, wie ein Holzzaun oder ein Metallzaun. Sie können zum Zaun selbst aufbauen also gerne den Arbeitsschritten oben folgen. Anders ist es, wenn der Sichtschutzzaun an der Hauswand befestigt werden soll. Dann starten Sie den Zaunaufbau mit dem Wandanschluss des ersten Zaunpfostens: Befestigen Sie den ersten Pfosten mit Bolzenankern an die Hauswand, so dass die Muttern der Anker im Holz versenkt werden (etwa ein Bolzenanker pro halbem Meter Pfostenhöhe). Die weiteren Arbeitsschritte entsprechen dann wieder der Schrittfolge oben.

Sichtschutzzäune gibt es in großer Auswahl in unserem Online-Shop. Einen Überblick verschafft Ihnen unser Artikel: „Sichtschutzzaun aufstellen & Privatsphäre schaffen: Das müssen Sie wissen“. Schöne Ideen für Sichtschutzzäune um die Terrasse herum finden Sie in unserem Beitrag „Sichtschutz für die Terrasse – so sperren Sie neugierige Blicke aus!

Schubkarre vor Gabionen

Zaun Gabione aufbauen: Das sollten Sie beachten

Ganz anders als die bislang angeführten Anleitungen zum Zaun aufbauen ist die für den Aufbau eines Gabionenzauns. Gabionen sind derzeit ein echter Trend bei der Gartengestaltung. Wir haben für Sie gleich mehrere informative Artikel zu Gabionen vorbereitet:

Außerdem können Sie den Trendsetter Gabionen in großer Vielfalt auch in unserem Onlineshop kaufen.

Sie suchen zusätzliche Inspiration zu Gartenzäunen? Schauen Sie doch einmal auf unserem Pinterest-Kanal vorbei. Dort haben wir eine Vielzahl an schönen Boards für Sie zusammengestellt.

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Titelbild: ©iStock/EvgeniiAnd
Artikelbilder: Bild 1: ©Anke von Heintze; Bild 2: ©iStock/balticboy; Bild 3: ©GartenHaus GmbH/Kundenprojekt; Bild 4: ©GartenHaus GmbH/Kundenprojekt; Bild 5: ©Manuel Ohlmeyer; Bild 6: ©GartenHaus GmbH ; Bild 7: © iStock/BrilliantEye