Brauchen Sie einen Unterstand für Ihr Auto, stellt sich zuerst die Frage: Garage oder Carport – was ist besser? Wir erklären Ihnen, welche Vor- und Nachteile die beiden haben und welcher Unterstand für Sie am besten geeignet ist.

Carports sind eine beliebte Alternative zu Garagen, wenn es darum geht, dem eigenen Auto einen sicheren Stellplatz zu bauen. Im Gegensatz zu Garagen handelt es sich bei Carports um einen überdachten Abstellplatz für Autos, der an den Seiten offen ist. Daraus ergeben sich verschiedene Vor- und Nachteile.

1. Der Aufbau: Wie viel Platz haben Sie?

Am besten machen Sie sich schon einige Monate vor dem Aufbau Gedanken, wie der Unterstand Ihres Autos aussehen soll. Sie werden eine genaue Planung brauchen und mit dem örtlichen Bauamt Kontakt aufnehmen müssen – denn bei der Wahl des geeigneten Unterstandes gibt es einiges zu beachten.

Eingeschränkte Platzwahl

Die erste Frage ist natürlich: Habe ich überhaupt die Möglichkeit, zwischen Carport und Garage zu wählen? Oft lässt das Grundstück eine einfache Planung der Garage nicht zu, weil es zu klein ist. Außerdem sollten Sie für Garage wie Carport immer ein Fundament anlegen – das heißt, dass der Boden dafür geeignet sein sollte.

Ebenso wichtig: Wollen Sie Ihren Unterstand direkt an das Haus anbauen oder soll er frei auf dem Grundstück stehen? Steht er direkt am Haus, bieten die Hauswände Ihrem Auto zusätzlichen Schutz und Sie können schnell und geschützt ein- und aussteigen.

Ein Carport kann an die Hauswand angebaut werden.

Mit dem Karibu-Anlehnport wird das Auto auf einer Seite von der Hauswand vor Unwetter geschützt.

Genehmigung für Carport und Garage

Sobald Sie wissen, wo Sie Ihre Garage oder Ihren Carport aufstellen wollen, sollten Sie sich an das örtliche Bauamt wenden: Sowohl Garagen als auch Carports brauchen eine Bauanzeige und oft auch eine Baugenehmigung.

Carports werden normalerweise leichter genehmigt, während Garagen bestimmte Regelungen einhalten müssen – beispielsweise müssen Sie bei Garagen Mindestabstände zum Nachbargrundstück einhalten und dürfen damit das Straßenbild nicht stören.

Die genauen Bestimmungen sind je nach Bundesland und Kommune unterschiedlich, fragen Sie am besten beim örtlichen Bauamt nach. Eine erste Übersicht finden Sie in unserem Artikel „Baugenehmigung und Aufbau – darauf müssen Sie achten“.

 2. Die Kosten: Wie viel können Sie investieren?

Haben Sie diese Fragen geklärt, sollten Sie sich festlegen, wie viel Geld Sie ausgeben wollen. Ein Carport ist natürlich billiger als eine Garage. Teilweise kann der Kostenunterschied sogar das Fünffache betragen: Das gilt vor allem, wenn Sie die Garage selbst anfertigen lassen wollen. Eine Fertiggarage wäre günstiger, kann aber nicht so gut an Ihre individuellen Ansprüche angepasst werden.

Mit einem Selbstbau könnten Sie ebenso Kosten einsparen – allerdings sollten Sie Ihr Projekt vorher sorgfältig planen und ein handwerkliches Grundverständnis mitbringen. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel „Carport selber bauen“.

Drei Männer bauen die Überdachung eines Carports auf.

Carport und Garage erfordern beim Aufbau handwerkliches Geschick.

3. Der Schutz: Wie viel Wert legen Sie darauf?

Kommen wir zum vielleicht wichtigsten Punkt: Ihr Unterstand soll ja in erster Linie Ihr Auto vor Schäden schützen. Dabei haben Garagen und Carports unterschiedliche Qualitäten.

Schutz vor Wind und Wetter

Ein Carport ist zwar billiger, hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Es schützt nicht so gut vor schlechtem Wetter wie eine Garage. Eine Garage sorgt dafür, dass Sie im Winter keine vereiste Scheiben haben und bewahrt Ihr Auto vor Unwettern und Marderschäden.

Der Nachteil: In der Garage ist das Auto einer schlechteren Belüftung ausgesetzt –  Feuchtigkeit kann nicht so schnell abgebaut werden. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Ihr Auto anfängt zu rosten.

Bei einem Carport ist selbstverständlich eine ausreichende Belüftung gegeben – darüber hinaus schützt es Ihr Auto ebenso vor Hagel und Eis – vor allem, wenn es geschickt an eine Hauswand angebracht ist oder die offenen Seiten mit einer Hecke bepflanzt werden, die das Auto zusätzlich schützen. Auch im Sommer müssen Sie nicht in ein von der Sonne aufgeheiztes Auto steigen.

Ein weißes Auto steht mit geöffneten Türen unter einem Carport.

Ein Carport, wie zum Beispiel unser Holzcarport Holstein, sorgt für eine ausreichende Belüftung Ihres Autos.

Eine Garage bietet Sicherheit vor Diebstahl

Gelegenheit macht Diebe: Eine abgeschlossene Garage schützt Ihr Auto besser vor Langfingern als ein Carport es könnte. Wenn Sie also in einer Gegend wohnen, in der öfter Autodiebstähle verübt werden, wäre eine Garage eine sinnvollere Option.

Das sieht man auch bei Kfz-Versicherungen so: Sie vergeben in der Regel einen Bonus, wenn das Auto in einer Garage stehen kann. Zwar werden unter Umständen auch Carports positiv gewertet – jedoch kommen Sie mit einer Garage besser weg, da diese verlässlicher vor Diebstahl, Marderschäden und Unwetter schützen. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Artikel „Versicherung für den Carport – was gibt es zu beachten?“.

4. Der weitere Nutzen: Was sollte Ihr Unterstand noch können?

Ein Carport kann im Sommer schnell zu einer gemütlichen Party-Location umfunktioniert werden.  Das Dach schützt vor greller Sonne und bietet vielen Gästen Platz während es an den Seiten offen ist und deshalb nicht so düster und spröde wirkt wie eine Betongarage.

Carports lassen sich relativ einfach an unterschiedliche Grundstücke anpassen und sind in verschiedensten Modellen erhältlich, um sich an den Stil des Hauses anpassen zu können ohne so schwerfällig zu wirken wie Garagen. So kann man für moderne Häuser auch Carports aus Aluminium bestellen. Wer es natürlicher mag, kann zu einem Carport aus Holz greifen.

Ein rotes Auto steht unter einem Carport aus Aluminium.

Ein Carport aus Aluminium wirkt moderner und eleganter.

Eine Garage ist klobiger und lässt ein Grundstück schnell schwerfälliger werden – dafür bietet sie einen zusätzlich nutzbaren Innenraum. Eine Garage gewährt nicht nur Ihrem Auto, sondern auch Fahrrädern und Gartengeräten Schutz und kann als weiterer Abstellraum benutzt werden. Auch ein Hobbyraum hat in einer gut geplanten Garage Platz.

Alle Vor- und Nachteile im Überblick

Eine Entscheidung zwischen Carport und Garage ist gar nicht so leicht und hängt auch von Ihrer individuellen Situation ab. Haben Sie eher wenig Platz und Geld, aber die Möglichkeit, ein Carport geschickt auf Ihrem Grundstück zu platzieren, dann ist der offene Unterstand für Sie besser geeignet. Wenn Sie jedoch Ihr Auto optimal schützen wollen und müssen, dann ist eine Garage von Vorteil.

Übersicht Aufbau Kosten Schutz& Sicherheit Weiterer Nutzen
Carport + + Pavillon
Garage + Hobbyraum

Der Kompromiss aus beiden: Die Holzgarage

Diese Holzgarage hat einen angebauten Carport.

Die Holzgarage mit Carport ist die ideale Kombilösung.

Können Sie sich nicht entscheiden, dann haben wir für Sie eine Kombilösung: Die Holzgarage. Die Holzgarage ist günstiger und schneller aufgebaut als die herkömmlichen Garagen und wirkt weniger schwerfällig – dafür bietet sie aber ebenso Schutz vor Wind und Wetter. Vor allem in der oben gezeigten Kombi aus Carport und Garage können Sie alle Vorteile, die die beiden Unterstände bieten, genießen.

Falls Sie sich eindeutig für einen Carport oder eine Garage entschieden haben, können Sie gerne in unseren Angeboten stöbern.

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Bilder: Titelbild: : ©iStock/tab1962 / © gartenhaus-gmbh.de; Rest: © gartenhaus-gmbh.de